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Die deutsche Fußballnationalmannschaft

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Generell kann man auf Grundlage des Bekannten nicht von Rassismus sprechen. Von beidseitigem schon gar nicht, denn Rassismus ist eine Ideologie und ein lange Zeit hegemoniales und bis heute wirksames politisches System, das die Menschheit in Rassen aufteilt, wobei es eine weiße "Herrenrasse" gibt, die allen anderen Rassen überlegen ist. Die Vorstellung der Überlegenheit weißer Menschen gegenüber allen anderen Menschen ist dieser Ideologie immanent.
Willst du damit sagen, dass es Rassimus NUR in eine Richtung gibt? Und die ist Weissen zu andersfärbigen?
 
Das heißt es gibt deiner Meinung nach keinen Rassismus unter dunkelhäutigen? Ich hab auf der Arbeit keine Zeit das Video anzuschauen, aber die These find ich schon ziemlich gewagt...
 
Das heißt es gibt deiner Meinung nach keinen Rassismus unter dunkelhäutigen? Ich hab auf der Arbeit keine Zeit das Video anzuschauen, aber die These find ich schon ziemlich gewagt...
Dann schau dir das Video später an, es bringt die Sache äußerst pointiert auf den Punkt.
Alternativ ist es auch bei Wikipedia (unter "Umgekehrte Diskriminierung") zusammengefasst:
"Darüber hinaus handele es sich bei Diskriminierungsformen wie Rassismus nicht einfach um Einstellungen, sondern sie bedürften gesellschaftlicher Macht, um systematische Diskriminierungspraktiken über soziale Institutionen umzusetzen.[14] Der Begriff Reverse Racism (dt. „umgekehrter Rassismus“) würde implizieren, dass Minderheiten weiße Amerikaner durch rassistische Handlungen, Einstellungen, und institutionelle Strukturen genauso unterordnen können wie Schwarze traditionell von Weißen unterdrückt wurden.[14] Da Schwarzen als Gruppe die institutionelle Macht fehle, um Weiße systematisch zu diskriminieren, sei der Begriff irreführend."
(Hier speziell auf die USA bezogen, gilt aber in ähnlicher Weise für Deutschland)
 
mein Problem dabei ist ja immer, dass damit Rassismus selbst zu einem "Rassending" gemacht wird, obwohl es für mich persönlich eher ein "Menschending" ist. Aber vermutlich ist das wie mit so vielem in der Wissenschaft und es kommt auch immer darauf an, welche Definition man sich gerade zu Grunde legt.
 
mein Problem dabei ist ja immer, dass damit Rassismus selbst zu einem "Rassending" gemacht wird, obwohl es für mich persönlich eher ein "Menschending" ist. Aber vermutlich ist das wie mit so vielem in der Wissenschaft und es kommt auch immer darauf an, welche Definition man sich gerade zu Grunde legt.
Hä? Rassismus ist die Unterteilung der Menschheit in verschiedene Rassen. Zeig mir eine andere Definition von Rassismus bitte.
 
ich meine damit die von dir angeführte Definition, dass Rassismus nur "von oben herab" stattfinden kann. Also nur die "weiße Rasse" andere "Rassen" diskriminieren kann.
Für mich funktioniert Rassismus eben auch in die andere Richtung. Und ich vermute, ohne es jetzt recherchiert zu haben, da existiert in der Wissenschaft durchaus eine Diskussion, in wie weit man den Rassismus-Begriff interpretiert. Zur Zeiten der Sklaverei, so hab ich es damals noch gelernt, gab es ja auch schwarze Rassisten, die quasi ihresgleichen als minderwertig gesehen haben. Vermutlich gibt es dafür heutzutage ein neues Wort oder so oder können anhand der gewählten Definitionsauslegung gar keine Rassisten in dem Sinne sein.
 
Das heißt es gibt deiner Meinung nach keinen Rassismus unter dunkelhäutigen? Ich hab auf der Arbeit keine Zeit das Video anzuschauen, aber die These find ich schon ziemlich gewagt...

Das ist auch schwachsinn. Du liegst eben richtig. Rassismus ist ein Menschen Ding und wird daher auch so erklärt.

"Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte „Rassekategorisiert und beurteilt werden. Die zur Abgrenzung herangezogenen Merkmale wie Hautfarbe, Körpergröße oder Sprache – aber auch kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche – werden in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlicher und bestimmender Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften gedeutet und nach Wertigkeit eingeteilt. Dabei betrachten Rassisten alle Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähnlich sind, grundsätzlich als höherwertig, während alle anderen (oftmals abgestuft) als geringerwertig diskriminiert werden."

Alleine wegen des Fettgedruckten Satzes ist die Diskussion über N11 und Rassismus einfach lächerlich. Rassismus gibt es in allen Richtungen.
 
Ich kann mich an der Stelle nur selbst zitieren.
"Darüber hinaus handele es sich bei Diskriminierungsformen wie Rassismus nicht einfach um Einstellungen, sondern sie bedürften gesellschaftlicher Macht, um systematische Diskriminierungspraktiken über soziale Institutionen umzusetzen."
Rassismus gibt es nicht "in allen Richtungen" (zumindest nicht im Sinne von: "in allen Richtungen gleichzeitig"), wo Rassismus wirkmächtig ist, dort ist er immer nur in eine Richtung wirkmächtig. Nämlich von Oben nach Unten. Warum das so ist, siehe im von mir (nun bereits zum zweiten Mal) zitierten.
Und ja, genau so ist es bei Sexismus, lieber @Marcello.
 
Und für die anderen Fälle nutzt du dann einfach einen anderen Ausdruck und meidest diese Oberbegriffe?

Wie gestaltet sich das dann?
geschlechtliche und häutliche Diskriminierung, oder wie?

Ernst gemeinte Frage
Auch hier verweise ich auf das von mir Zitierte, wie findet denn deiner Meinung nach Diskriminierung statt, wenn nicht mithilfe gesellschaftlicher Macht und durch Institutionen umgesetzte systematische Diskriminierungspraktiken?
 
Und was ist/war mit Vierteln wie Harlem (früher, heutzutage ja anscheinend eh nimmer. Auch als ich 2011 dort war ist es mir überhaupt nicht aufgefallen) oder die Hispanics Viertel in LA? Wo man als andersfarbiger ziemlich schlechte Karten hat in vielerlei Hinsicht?
 
Du redest immer direkt vom großen Ganzen.

Sowas findet auch im kleine Kreis statt.

Person A mag alle Hellhäutigen nicht ist bei Firma X im HR und stellt lieber nur grüne und blaue Leute ein, ohne Qualifikationen zu beachten.

Person B mag einfach alle Blauäugigen nicht und findet dass sie Menschen zweiter Klasse sind, allerdings ohne dass es sich nach außen auswirkt. Seine Gesinnung ist dann...?

Personen C-F sind schwarz und brauchen noch jemanden für ihre Band/Basketballmannschaft und lehnen jeden Weißen per se ab.

Vielleicht übersehe ich irgendwas und du kannst es mir erklären, aber aktuell stehe ich auf dem Schlauch, warum eine verwerfliche innere Einstellung von äußeren nicht beeinflussbaren Umständen abhängen soll.
 
Ich kann mich an der Stelle nur selbst zitieren.

Rassismus gibt es nicht "in allen Richtungen" (zumindest nicht im Sinne von: "in allen Richtungen gleichzeitig"), wo Rassismus wirkmächtig ist, dort ist er immer nur in eine Richtung wirkmächtig. Nämlich von Oben nach Unten. Warum das so ist, siehe im von mir (nun bereits zum zweiten Mal) zitierten.
Und ja, genau so ist es bei Sexismus, lieber @Marcello.
ich glaube, dass das genau der punkt ist, an dem man viele menschen in der diskussion verliert. du redest hier von "institutionellem rassismus" (ka, ob es das begrifflich so gibt). das bedeutet doch, dass rassimus nur dann rassimus ist, wenn auch jemand unterdrückt wird. man braucht also ein mehrheitsverhältnis.
aus der sicht vieler laien kann ich aber auch rassist sein, ohne irgendwen zu unterdrücken. nehmen wir das beispiel eines migranten welcher deutsche als kartoffeln bezeichnet und der meinung ist dass sein volk dem volk der deutschen überlegen ist. kann er das durchsetzen? in deutschland vermutlich nicht. ist es rassistisch? imo schon.

das gleiche gilt für den seximus. bei dir klingt das so, als "dürfte" sich jede frau jedem mann gegenüber verhalten wie sie will, weil frauen allgemein als unterdrückt gelten und sie können sich darum nicht sexistisch verhalten. auch das sehe ich anders.

die wissenschaftsebene ist die eine, die laienhafte ebene die andere. ich kann dem laien (also auch mir) noch 20x erklären, dass ein migrant in deutschland niemanden auf grund seiner rasse unterdrücken kann und er darum gar kein rassist sein kann. wenn dieser migrant sich sprachlich aber rassistisch äußert handelt es sich immer noch um rassismus, wenn auch nicht in einem der wissenschaft genehmen verständnis. und es handelt sich somit auch um einen rassisten.
 
Und was ist/war mit Vierteln wie Harlem (früher, heutzutage ja anscheinend eh nimmer. Auch als ich 2011 dort war ist es mir überhaupt nicht aufgefallen) oder die Hispanics Viertel in LA? Wo man als andersfarbiger ziemlich schlechte Karten hat in vielerlei Hinsicht?
Du willst mir sagen, dass ghettoähnliche Elendsviertel, die ja nur entstanden sind und gerade deshalb ethnisch einseitig geprägt sind, weil dort die Abgehängten und Diskriminierten einer Gesellschaft zusammenkommen, als Beweis für so etwas wie "reverse racism" herhalten kann?
Selbstverständlich kann es passieren, dass du als weißer Mensch in diesen Stadtteilen Probleme bekommst, aber überall anders öffnet dir deine Hautfarbe Türen während einer schwarzen Bewohnerin eines "schwarzen Ghettos" gerade aufgrund ihrer Hautfarbe (und in Folge dessen auch ihrer [sozialen] Herkunft) jegliche gesellschaftliche Aufstiegsmöglichkeit fehlt.
 
Person A mag alle Hellhäutigen nicht ist bei Firma X im HR und stellt lieber nur grüne und blaue Leute ein, ohne Qualifikationen zu beachten.
Ich weiß nicht, ob grüne und blaue Leute allgemein benachteiligt werden oder nicht.
Aber generell ist es heutzutage erwünscht und auch richtig, dass Menschen, die aufgrund diskriminierender Faktoren erschwerte Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt haben und in der Firma als soziale Gruppe unterrepräsentiert sind, bevorzugt eingestellt werden.
Von daher spielt ein solcher Kontext immer eine Rolle.

Person B mag einfach alle Blauäugigen nicht und findet dass sie Menschen zweiter Klasse sind, allerdings ohne dass es sich nach außen auswirkt. Seine Gesinnung ist dann...?
... vollkommen unerheblich und irrelevant.

Personen C-F sind schwarz und brauchen noch jemanden für ihre Band/Basketballmannschaft und lehnen jeden Weißen per se ab.
Ist ihr gutes Recht wenn sie das zu ihrem privaten Vergnügen machen, oder nicht?
edit: Gleichzeitig wird hier eine rassistische Logik reproduziert.

Vielleicht übersehe ich irgendwas und du kannst es mir erklären, aber aktuell stehe ich auf dem Schlauch, warum eine verwerfliche innere Einstellung von äußeren nicht beeinflussbaren Umständen abhängen soll.
Weil eine innere Einstellung halt einfach keine praktische Auswirkungen auf irgendwas hat. Diskriminierung ist aber eine reale Praxis, in der Menschen aufgrund bestimmter Faktoren systematisch und in der Realität gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ähm, um beim Beispiel mit der Band/Basketballmannschaft zu bleiben. Wenn die keinen Weißen wollen, aufgrund der Hautfarbe, dann ist das ihr gutes Recht und Vergnügen? Alter wie bitte? Das ist für mich die Definition von Rassismus.
Aber würde eine weiße Band/Basketballmannschaft so entscheiden, wäre es wiederum Rassismus?! Alles klar...
 
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