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Gast
Keine Ahnung, was das Foto von Özil und Gündogan nun mit der Sache zu tun hat.Und trotzdem verteidigst du Özils und Gündogans Foto bzw spielst es herunter. Passt irgendwie nicht zusammen...
Die 2 hätten als erfolgreich integriert genau diesen jungen unschlüssigen und ausgeschlossenen Menschen ein Vorbild sein können. Sie hätten sich für Demokratie und gegen einen Despoten stellen können. Haben sie aber nicht getan. Hat das Integrationssystem nun bei den 2 auch versagt und letztendlich ist Deutschland schuld?
Ich teile deine Meinung bis zu einem gewissen Teil. Aber mir geht sie zu sehr in die Richtung "am Ende sind wir selber Schuld".
Und die Aussage "dann sollen sie doch in die Türkei gehen" mag auf den ersten Blick Stammtisch Bullshit sein. Aber wenn man mal unvoreingenommen darüber nachdenkt: wo ist das Problem daran diese Frage zu stellen? Deine Antwort dazu würd mich echt interessieren.
Ist doch das perfekte Beispiel dafür, dass sich eigentlich zwei junge Deutschtürken, die eigentlich bestens integriert sein müssten, anscheinend so wenig integriert und dazugehörig fehlen, dass sie sich für so ein dummes Foto entscheiden.
Außerdem ( man muss es wohl immer dazuschreiben, was ich schon mehrfach getan habe) sehe ich die Schuld nicht ausschließlich bei den Deutschen bzw. der einheimischen Bevölkerung, sondern in etwa gleich gewichtet.
Aber neu ist das ja nun wirklich nicht, dass Deutschland bei der Integration (gerade der Türken) versagt hat.
Und ich schreibe explizit Deutschland und meine damit auch explizit die deutsche Politik und nicht nur Peterchen Müller.
Es kehren ja auch genügend in die Türkei zurück, es gehen dort mehr hin als von dort nach Deutschland kommen.
Afaik sind es run 30.000 Deutschtürken jährlich, die Deutschland in Richtung Türkei verlassen.
Hätten wir also die abgedeckt, die eh zurückkehren.
Dann bleiben natürlich die meisten hier, weil ihr Lebensmittelpunkt hier ist. Freunde, Familie, ihr ganzes Leben. Es ist trotz allem ihre Heimat, in der sie sich nur zunehmend fremd fühlen.
Das Land deswegen einfach mal so zu verlassen, da hängt noch viel mehr dran. Die eigene Existenz ist natürlich erstmal vorrangig dem Zugehörigkeitsgefühl.
Die Wissenschaft bleibt weiterhin mein Freund in diesem Thema und hat auch darauf eine Antwort.
Man muss also gar nicht fordern "sollen sie halt zu ihrem Führer gehen". Viele, die die Möglichkeit haben, machen genau das.
https://de.wikipedia.org/wiki/Türkeistämmige_in_Deutschland#Rückwanderung_in_die_TürkeiDas Dortmunder Institut futureorg[42] befragte in der TASD-Studie 250 türkische und türkeistämmige Akademiker, von denen knapp drei Viertel in der Bundesrepublik geboren wurden, zu ihrer Lebenssituation. Laut einer Zwischenauswertung erklärten 38 Prozent, sie wollten in die Türkei auswandern. Als Begründung gaben 42 Prozent an, in Deutschland fehle ihnen das „Heimatgefühl“. Fast vier Fünftel bezweifelten, „dass in Deutschland eine glaubwürdige Integrationspolitik betrieben wird“.[43] Darüber hinaus ist allgemein ein Trend zur Rückwanderung in die Türkei zu verzeichnen. Im Jahr 2008 zogen beispielsweise 28.741 Türken nach Deutschland, im gleichen Jahr jedoch 38.889 Türken aus Deutschland in die Türkei.[44] Dieser Trend setzte sich auch in den Folgejahren fort. Auch 2010 und 2011 verließen mehr Türken Deutschland, als Türken nach Deutschland zogen.[45][46]
In den Jahren 2007 bis 2011 sind 193.000 in Deutschland lebende Türken dauerhaft in die Türkei zurückgekehrt. Am häufigsten waren Arbeitslosigkeit und Diskriminierung ausschlaggebend für die Rückwanderung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der türkisch-deutschen Stiftung für Bildung und wissenschaftliche Forschung (TAVAK).[47]
