Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Und grade noch auf Reddit eine andere Interpretation der Lösung des Problems gelesen, wie mit dieser 20-Tage-Regel umgegangen wird:
Familien werden nicht sofort getrennt, sondern eben nach 20 Tagen, um das gesetzliche Verbot zu umgehen, Kinder länger als 20 Tage inhaftiert zu lassen... Macht auch Sinn, da der Präsident afaik nicht bestehende Gesetze mittels Exekutivanordnung außer Kraft setzen oder umgehen darf.

Das macht das ganze natürlich zu einer NOCH größeren Farce.
 
Diese griechischen Pleitegeier, seit Jahren verschnorren sie unser schönes deutsches Geld und sind auch noch böse auf uns.
Die sollen sich... oh wait.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Absolut widerliches Verhalten der deutschen Politik (und deutscher Medien). Da meine Freundin Griechin ist und ihre Eltern beide Professoren, habe ich jetzt viele Details über das Deutsch-Griechische Verhältnis erfahren und seit der Zeit des Nationalsozialismus zieht Deutschland Griechenland ab, während hier in den großen Medien dargestellt wird als würde der faule Grieche von Deutschland großzügig versorgt werden. Ein erheblicher Teil der Verantwortung für die aktuelle wirtschaftliche Situation liegt natürlich bei Griechenland selbst in vergangener Politik und Korruption, aber Deutschland nutzte die Krise von Anfang aus, befeuerte sie zudem und hier sieht man jetzt die Früchte dieser "Hilfe"leistungen.

Wer sich darüber informieren will, sollte unbedingt auf internationale Medien zurückgreifen. Das Bild, das die deutsche Presse überwiegend suggeriert, ist ein völlig anderes als das der globalen Wahrnehmung.
 
Diese griechischen Pleitegeier, seit Jahren verschnorren sie unser schönes deutsches Geld und sind auch noch böse auf uns.
Die sollen sich... oh wait.

:lachweg:
Was ne absolute Lachnummer diese Meldung ... wer das einfach so wiederkaut hat irgendwie nicht den Sinn von Krediten verstanden und was Zinsen sind - nämlich eine Risikoentschädigung.

2,9 Mrd Zinsgewinnne ... ja, Zinsen sind nun mal allgemein die Entschädigung für das Ausfallrisiko der Rückzahlungen. Wenn Griechenland also von heut auf morgen nix mehr zurückzahlt, bleibt DE auf den Restschulden sitzen - sprich das wird gegen die 2,9 Mrd gerechnet und Schwups ist die Bilanz negativ.

Wenn man dann noch die bisherigen Schuldenerlasse dazurechnet ...

http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-ein-verdeckter-schuldenschnitt-13391476.html

Das Ifo-Institut errechnete damals, dass der Gegenwartswert der Forderungen durch die Erleichterungen um rund 47 Milliarden Euro gesunken sei, auf so viel hätten also die öffentlichen Gläubiger faktisch verzichtet, darunter Deutschland auf 14 Milliarden Euro.

... oh wait
 
ähh... ja, nur hat doch im grunde niemand geglaubt, dass da überhaupt irgendwas zurückkommt. stand jetzt befindet sich griechenland afaik wieder im aufschwung, ergo sind sie auch weiterhin in der lage, ihre schulden zu bezahlen.
ein schuldenschnitt wurde doch eh von vielen seiten gefordert und wenn das stimmt, was du schreibst und wir quasi 14 milliarden erlassen haben, sind es jetzt schon nur noch ca. 11, die uns fehlen. dafür haben wir die griechen im euro gehalten, in der eurozone allgemein für ruhe gesorgt und konnten das ruder in griechenland wieder rumreißen. wirklich tragisch.
 
Der Artikel impleziert aber einfach, das DE geile Gewinne von 2,9 Mrd auf Kosten der Griechen einfährt - in Wrklichkeit steht DE aber immer noch mit einem negativen Wert in diesem Geschäft.

dafür haben wir die griechen im euro gehalten, in der eurozone allgemein für ruhe gesorgt und konnten das ruder in griechenland wieder rumreißen. wirklich tragisch.

Ja - deswegen kann man das nicht 1:1 gegen rechnen. DE ist ja keine gewinnorienterte Bank. Aber es ist einfach falsch jetzt darauf zu pochen, die 2,9 Mrd müssen den Griechen wieder in Form von weiteren Schuldenerlassen etc rückvergütet werden.
 
Der Artikel impleziert aber einfach, das DE geile Gewinne von 2,9 Mrd auf Kosten der Griechen einfährt - in Wrklichkeit steht DE aber immer noch mit einem negativen Wert in diesem Geschäft.



Ja - deswegen kann man das nicht 1:1 gegen rechnen. DE ist ja keine gewinnorienterte Bank. Aber es ist einfach falsch vom Artikel jetzt darauf zu pochen, die 2,9 Mrd müssen den Griechen wieder in Form von weiteren Schuldenerlassen etc rückvergütet werden.
der artikel pocht in erster linie darauf, dass die griechen uns nicht wie blöd ausnutzen und wir nur zahlen, zahlen, zahlen, sondern es auch was zurückkommt. das findet in deutschland meinungstechnisch aber praktisch nicht statt. es wird halt wie blöd auf die faulen griechen geschimpft, die uns nur ausnehmen. (was im übrigen kaum noch haltbar ist, wenn man mal abseits der hotelanlagen dort war und sich mit dne griechen unterhalten hat)
und letztlich kann man durchaus stehen lassen, dass wir profiteur der sache sind. mit krediten verdienen banken nunmal ebenfalls geld. wir hier genauso.
 
Man sollte jetzt aber auch nicht so tun, als wäre das ne Abzocke der Griechen. Wer höhere Risiken in Kauf nimmt bekommt nen Risikoaufschlag, so einfach ist das. Und auch wenn das Ausfallrisiko mittlerweile gering(er) ist, es gab Zeiten da war dieses Risiko sehr nah dran, Realität zu werden.
 
und letztlich kann man durchaus stehen lassen, dass wir profiteur der sache sind. mit krediten verdienen banken nunmal ebenfalls geld. wir hier genauso.

Naja, es ist nicht so eine Katastrophe geworden, wie manche Polemiker und die Blödzeitung prophezeit haben (was aber den Informierten eh klar war), aber "profitieren" sieht dann doch anders aus. Wenn man die vorher hochfabulierten Verluste als fix ansieht, dann vielleicht, aber daß ist keine seriöse Rechnung. Draufgezahlt haben dabei letztlich alle, nur nicht so schlimm, wie von Manchen gedacht.
 
Man sollte jetzt aber auch nicht so tun, als wäre das ne Abzocke der Griechen. Wer höhere Risiken in Kauf nimmt bekommt nen Risikoaufschlag, so einfach ist das. Und auch wenn das Ausfallrisiko mittlerweile gering(er) ist, es gab Zeiten da war dieses Risiko sehr nah dran, Realität zu werden.
macht ja keiner. es geht ja nur darum, dass es eben nicht alles so schlimm und vor allem einseitig ist, wie gerne dargestellt wird.

Naja, es ist nicht so eine Katastrophe geworden, wie manche Polemiker und die Blödzeitung prophezeit haben (was aber den Informierten eh klar war), aber "profitieren" sieht dann doch anders aus. Wenn man die vorher hochfabulierten Verluste als fix ansieht, dann vielleicht, aber daß ist keine seriöse Rechnung. Draufgezahlt haben dabei letztlich alle, nur nicht so schlimm, wie von Manchen gedacht.
dafür ist aber so ein konstrukt wie die EU(bzw in diesem falle die eurozone) imo auch da: die starken stützen die schwachen. man hat die griechen unbedingt im euro haben wollen. genau wie die italiener. dann muss man auch gemeinsam damit umgehen, was dabei rauskommt. da wir in deutschland wirtschaftlich gesehen nunmal am besten aufgestellt sind, bleibt auch einfach viel an uns hängen. wir können es uns eben leisten. demgegenüber stehen die pros für unsere wirtschaft durch die eurozone im bereich der exporte. das lohnt sich in summe schon für uns und am ende des tages wurde den iren geholfen, den portugiesen, den griechen und irgendwann auch den italienern, wenn es sein muss. "alle" stehen am ende besser da als vorher, u.a. weil dringend notwendige reformen angestoßen wurden (vor allem in griechenland) und absehbar ist, dass diese hilfen eben nicht ein dauerzustand bleiben werden.
 
Ja, das sehe ich ja ganz genauso. Ich bin ein absoluter Befürworter und Verfechter, sowohl der EU, als auch des Euro. Aber daß Deutschland irgendwie als Profiteur aus der Griechenlandkrise hervorgeht sehe ich nicht. Dafür muß man sich schon sehr verbiege, um zu dem Schluß zu kommen.

Höchstens im Sinne von "es hätte auch noch viel schlimmer kommen können". Aber das wäre ja so, als würde man sagen "Gott sein Dank, ich habe kein Krebs, nur unheilbare Hodenfäule" :D
 
macht ja keiner. es geht ja nur darum, dass es eben nicht alles so schlimm und vor allem einseitig ist, wie gerne dargestellt wird.



dafür ist aber so ein konstrukt wie die EU(bzw in diesem falle die eurozone) imo auch da: die starken stützen die schwachen. man hat die griechen unbedingt im euro haben wollen. genau wie die italiener. dann muss man auch gemeinsam damit umgehen, was dabei rauskommt. da wir in deutschland wirtschaftlich gesehen nunmal am besten aufgestellt sind, bleibt auch einfach viel an uns hängen. wir können es uns eben leisten. demgegenüber stehen die pros für unsere wirtschaft durch die eurozone im bereich der exporte. das lohnt sich in summe schon für uns und am ende des tages wurde den iren geholfen, den portugiesen, den griechen und irgendwann auch den italienern, wenn es sein muss. "alle" stehen am ende besser da als vorher, u.a. weil dringend notwendige reformen angestoßen wurden (vor allem in griechenland) und absehbar ist, dass diese hilfen eben nicht ein dauerzustand bleiben werden.







Das funktioniert allerdings nur, solange Verbesserungen in der Zukunft absehbar sind. Ob das in Zukunft noch mal bei Italien klappen wird, steht in den Sternen. Vor allem wenn sie bei ihrem Kurs bleiben. Es wird jedenfalls keine dauerhafte Transferunion in der EU geben. Selbst wenn es wirtschaftlich am Ende irgendwo sinnvoll wäre - so ein Konzept ist politisch viel zu angreifbar und würde die Regierungen in Nord- und Mitteleuropa über kurz oder lang eine nach der anderen wegkegeln. Vermutlich zu Gunsten weit düsterer Perspektiven.
 
:lachweg:
Was ne absolute Lachnummer diese Meldung ... wer das einfach so wiederkaut hat irgendwie nicht den Sinn von Krediten verstanden und was Zinsen sind - nämlich eine Risikoentschädigung.

2,9 Mrd Zinsgewinnne ... ja, Zinsen sind nun mal allgemein die Entschädigung für das Ausfallrisiko der Rückzahlungen. Wenn Griechenland also von heut auf morgen nix mehr zurückzahlt, bleibt DE auf den Restschulden sitzen - sprich das wird gegen die 2,9 Mrd gerechnet und Schwups ist die Bilanz negativ.

Wenn man dann noch die bisherigen Schuldenerlasse dazurechnet ...

http://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-ein-verdeckter-schuldenschnitt-13391476.html



... oh wait
Ich beziehe mich rein auf den moralischen Aspekt.
Es geht nicht um Solidarität, es ging allein darum, unseren eigenen Hintern zu retten und aus den nötigen Zahlungen damals jetzt auch noch Profit zu ziehen. Wieder auf Kosten der Griechen.

Die Frage, ob diese Erträge im Sinne echter Solidarität nicht Griechenland zugute kommen sollten, stellte sich von Anfang an. Im November 2012beschlossen die Euro-Staaten, ab 2013 die Gewinne aus dem Ankauf griechischer Staatsanleihen unter bestimmten Bedingungen an das Krisenland auszuzahlen. 2015 lief dann aber das zweite Griechenland-Programm im Streit aus. So blieben die SMP-Gewinne des Jahres 2014 auf einem Sonderkonto gesperrt. Die Gewinne aus den Folgejahren wurden erst gar nicht überwiesen, weshalb es auch nie zur 2015 im Bundeshaushalt vorgesehenen Zahlung kam. Wenn das laufende Reformprogramm 2018 vollständig umgesetzt ist, sollen nun womöglich immerhin die SMP-Gewinne des Jahres 2017 Athen zugute kommen.


"Es mag zwar legal sein, dass Deutschland an der Krise in Griechenland verdient. Legitim im moralischen Sinne der Solidarität ist es nicht", kritisiert Kindler. "Die Zinsgewinne müssen endlich an Griechenland ausgezahlt werden. Es kann nicht sein, dass Wolfgang Schäuble mit griechischen Zinsgewinnen auch noch den deutschen Haushalt sanieren will", fordert auch der EU-Experte der Grünen im Bundestag, Manuel Sarrazin.
http://www.sueddeutsche.de/wirtscha...-fuer-griechenland-milliardengewinn-1.3582710
 
Das funktioniert allerdings nur, solange Verbesserungen in der Zukunft absehbar sind. Ob das in Zukunft noch mal bei Italien klappen wird, steht in den Sternen. Vor allem wenn sie bei ihrem Kurs bleiben. Es wird jedenfalls keine dauerhafte Transferunion in der EU geben. Selbst wenn es wirtschaftlich am Ende irgendwo sinnvoll wäre - so ein Konzept ist politisch vie zu angreifbar und würde die Regierungen in Nordwuropa ü er kurz oder lange eine nach der anderen wegkegeln. Vermutlich zu Gunsten weit düsterer Perspektiven.
abwarten.... wir haben momentan einige ansatzpunkte, die eine engere zusammenarbeit der EU von nöten machen. trump, flüchtlinge, eurozone, russland...
es werden sicher länder ausscheren (polen, ungarn, tschechien), aber es werden auch einige mitmachen (deutschland, frankreich, spanien, niederlande). am ende kann die EU oder die kern-EU daraus gestärkt hervorgehen. dazu müssen die länder zwar kompetenzen abgeben, davon würden am ende aber alle profitieren. die frage ist, wie ich das manage und vor allem wie ich das kommuniziere. bisher war vor allem die kommunikation eine einzige katastrophe. trotzdem ist die zustimmung in der bevölkerung zur EU zuletzt wieder gewachsen und afaik so hoch wie nie.
wenn ich kommunizieren kann, dass die hilfen für z.b. die griechen auch wirklich was bringen und sie am ende problemlos auf eigenen beinen stehen können (was sie dank der eurozone in dem sinne ja nichtmal müssen), wenn ich eine gemeinsame europäische lösung für die flüchtlingsthematik präsentieren kann (selbst wenn es nicht alle länder beinhaltet. aber dann wird den polen und den ungarn halt die kohle gekürzt), wenn die ansätze zu einer europäischen armee weitergeführt werden, dann sehe ich gute chance, dass darauf richtig was werden kann.
dazu brauche ich aber zum einen politiker mit ideen und zum anderen politiker, die die menschen auch mitnehmen können.
 
Das ist aber doch auch wieder arg schwarz/weiß gedacht, oder nicht? Das kennt man garnicht von dir?!

Deutschlands Politik ist sehr problematisch für die globale Wirtschaft und wirtschaftliche Stabilität und die Rettungspakete helfen hauptsächlich deutschen Kreditoren, während die Zinsen dann von der deutschen Regierung eingesackt werden. Klar, letztendlich hilft es auch Griechenland und die Situation bessert sich dort tatsächlich, aber trotzdem ist die ganze Berichterstattung unfassbar heuchlerisch. Gerade wenn man bedenkt, dass Deutschland Reparationszahlungen an Griechenland erfolgreich vermieden hat und das Land in der Hinsicht als größter Verlierer hervorging. Wie gesagt, ein großer Teil der Krise ist selbstverschuldet, aber Deutschland ist in der Krise definitiv kein Samariter.

https://en.wikipedia.org/wiki/Greek_government-debt_crisis#Germany's_role_in_Greece
 
Von Samariter hat auch niemand geredet. Klar hat Deutschland an die deutschen Kreditgeber gedacht, für die ist es auch mal als Erstes zuständig. Ich möchte nicht das Geschrei hören, wenn sie das nicht gemacht hätten. Dann wäre die EU und der Euro nämlich wirklich am Ende! Jedenfalls hierzulande und damit auch komplett.

Und wenn man jetzt immer noch auf den Reparationszahlungen von Anno Tobak rumhackt (um vom eigenen Versagen abzulenken), dann sollte man vielleicht auch nicht vergessen, daß ohne die hohen Zahlungen und Hilfen der USA nach dem WWII die Griechen höchstwahrscheinlich ein sovietischer Satellitenstaat gewesen wären und heute auf dem Stand von Bulgarien. Und ohne die Zahlungen und Hilfen der EU (mit Deutschland als größtem Nettozahler) wäre Griechenland immer noch ein verarmtes Zweite/Dritte-Welt-Land mit ein paar netten Ständen und antiken Ruinen. Seht Euch mal Griechenland vor und nach dem EU-Eintritt an...

Deutschland ist sicher nicht der selbstlose Wohltäter mit Heiligenschein, aber es ist auch ganz sicher nicht der große Buhmann...

Edit: Rechtschreibung
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben