Ja, Schwierigkeitsgrad zieht nach dem seichten Start merklich an. Anfangs konnte ich jeden problemlos umklatschen. Mittlerweile sind die Gegner mindestens drei Level über meinem und schlagen auch nicht schlecht zu. Noch gut machbar, aber ich muss mir nun etwas mehr Zeit in den Kämpfen lassen.
Die Upgrades werden auch schnell teurer. Während ich die ersten noch locker aus der Portokasse gezahlt habe, kosten die jetzt schon mal umgerechnet einen gut genährten, gesunden Menschen. Da komme ich durchaus ins Grübeln. Gibt ja die ein oder andere Gestalt, die es eigentlich nicht besser verdient hätte.
Versuche mich aktuell aber noch zurückzuhalten, weil ich mehr Durchblick bei den Charakteren brauche. Habe nämlich die Befürchtung, dass mich das Spiel auf eine falsche Fährte führt und ich am Ende doch den unschuldigen Wohltäter aussauge.
Aber nicht nur Blut bzw. Erfahrung ist knapp. Auch Geld und gesammelter Plunder will mit Bedacht genutzt werden. Verkaufen und mit dem Erlös anderes anschaffen? Oder doch in seine Bestandteile zerlegen und damit selber craften (beispielsweise Medizin, um die Gesundheit des nächsten Opfers zu verbessern und dadurch mehr EXP zu erhalten)? Ist beides nützlich. Schön, dass man ausnahmsweise mal nicht mit allem zugeschissen wird und sich seine Ausgaben einteilen muss. Ist so auch viel befriedigender, wenn man sich was gegönnt.
Macht jedenfalls richtig Bock, sich mit der Welt und den Charakteren auseinanderzusetzen. Wie gesagt, erinnert mich von der erzählerischen Qualität und teilweise auch dem Questaufbau her stark an The Witcher 3. Der ernste und eloquente Erzählstil, die authentischen, vielschichtigen Personen, interessanten Handlungsstränge, verschiedenen Handlungsmöglichkeiten, reifen Dialoge - so mitreißend und spannend wurde ich zuletzt beim Hexer unterhalten. Da ist bisher nichts aufgesetzt oder belanglos.