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RIP - rest in peace

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Was mich an der Diskussion stört ist dass man rauslesen kann „den Tod verdient da Drogen genommen“. Kann nicht euer Ernst sein wenn es so ist.

Quatsch. Von verdient hat hier niemand gesprochen. Habe ihm den Tod weder gewünscht, gegönnt, noch freut es mich. Dass er mit 28 Jahren verstorben ist ist eine traurige Sache.

Mehr will ich dazu jetzt nicht mehr sagen. Ist zu heiß geworden im Thread.
 
Gibt ne ganz gute BBC Doku über ihn (inzwischen glaub ich auch auf Netflix). Der litt unter Angstzuständen und war ungern in der Öffentlichkeit. Dann kam der Alkohol um sich zu betäuben und "lockerer" zu werden und dann die Gesundheitsprobleme inkl. Abhängigkeit von Schmerzmitteln. Irgendwie nachvollziehbar.
 
Gibt ne ganz gute BBC Doku über ihn (inzwischen glaub ich auch auf Netflix). Der litt unter Angstzuständen und war ungern in der Öffentlichkeit. Dann kam der Alkohol um sich zu betäuben und "lockerer" zu werden und dann die Gesundheitsprobleme inkl. Abhängigkeit von Schmerzmitteln. Irgendwie nachvollziehbar.
Ich denke viel mehr Stars sind vollkommen überfordert und können im grunde viel weniger leisten als einem am ende abverlangt wird. Manche Megastars werden dazu erzogen, die lernen das Rampenlicht und manche andere landen einfach einen Hit und müssen ab dann funktionieren obwohl sie es nicht gelernt haben. Klar scheitern ganz viele an der Erwartung der anderen.

Kennt das nicht jeder selbst? Unüberwindbare Aufgaben die man trotzdem leisten muss obwohl man nicht vorbereitet ist?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaub, einige hier machen sich keine Gedanken, was dieses Star-Dasein an Entbehrungen mit sich bringt. Vom ständigen, aufgezwungenen Rampenlicht ganz zu schweigen. Dann ist man noch Anfang 20, rutscht da rein und ist halt noch keine gefestigte Persönlichkeit, die locker über allem stehen kann.

Und der Alltag: Auftritte sind mindestens mal Abends. Als DJ eher nachts. Bis morgens früh. Tagsüber dann PR, Promo-Termine und irgendwann muss man sich ja auch mal um neue Musik kümmern. Dazu stetig alle möglichen Leute, die einem Dinge ins Ohr flüstern. Und man hat keine Ahnung, was davon ernst gemeint ist und wer nur ein Parasit ist, der ein bisschen Rampenlicht und Geld abhaben will.
Das bekomm ich nach 3 Minuten Nachdenken über die Situation eines Stars aus meinem Hirn. Und ich bin mir sicher, da kann man noch seitenweise weiter die Schattenseiten und den enormen psychischen Druck beschreiben. Und auch wenn ich kein Mensch bin, der Drogen nimmt (außer Alkohol noch nie Drogen genommen), kann ich verstehen, wie man mal einknickt und das Koks oder Speed annimmt, das einem unter die Nase gehalten wird.
 
Ich denke viel mehr Stars sind vollkommen überfordert und können im grunde viel weniger leisten als einem am ende abverlangt wird. Manche Megastars werden dazu erzogen, die lernen das Rampenlicht und manche andere landen einfach einen Hit und müssen ab dann funktionieren obwohl sie es nicht gelernt haben. Klar scheitern ganz viele an der Erwartung der anderen.

Kennt das nicht jeder selbst? Unüberwindbare Aufgaben die man trotzdem leisten muss obwohl man nicht vorbereitet ist?

Sicher , aber trotzdem nimmt nicht jeder Drogen oder "springt von einer Brücke"...
 
Sicher , aber trotzdem nimmt nicht jeder Drogen oder "springt von einer Brücke"...
Zum Glück nicht, aber wir alle sind nicht gleich, ein Mensch ist mega komplex, er braucht nahezu 16 jahre um überlebensfähig zu werden, Hut ab wer einfach mal so vor tausenden Menschen labern kann, ich hab schon Lampenfieber bei 20 und ich sag eines, ich werde nie wieder auf einer Bühne vor irgend einem Menschen reden, vorher sauf ich mich tot.

Vielleicht könnte man dem jungen Mann den Vorwurf machen ja gesagt zu haben als er ein Angebot bekam welches vermutlich so lecker war dass jeder Ja gesagt hätte, ohne zu wissen was dann kommt.

Ich hatte auch mal ein Angebot bekommen, war so verlockend dass ich ja gesagt habe, ohne zu wissen was das bedeutet. Kann einen def. umbringen.

Versteh das Probleme gar nicht dass man denkt dass es Situationen für einen Menschen gibt mit dem er nicht zurecht kommt und er dann Abhilfe schafft. Die Abhilfe ist doch erst mal zweitrangig, viel eher aber sollte man aufstehen dürfen und sagen können "ich kanns nicht leisten".
 
Zuletzt bearbeitet:
Unglaublich, wie einige hier sich überhaupt nicht mit der menschlichen Psyche auseinandersetzen. @el_barto hat da schon ein paar Dinge genannt, die auf einen jungen Superstar tagtäglich einprasseln. Dann noch Druck von der Industrie, Management, dabei immer schön lächeln...

Dann kann man sich auch mal informieren, wie so ein Suchtverlauf ist. Man nimmt sich nicht vor, Alkoholiker zu werden. Man ist es auch nicht von heute auf morgen. Man merkt es nichtmals.

RIP Avicii
 
So wie @kingpin68 habe ich früher auch mal gedacht.
Bis man direkt in irgendeiner Weise mal betroffen ist. Dann denkt man anders drüber.
Bei Alk z.b. werd ich oftmals schon fast aggressiv, wenn ich sehe das mitt20er schon ihre Kisten Bier im Haus haben und nix anderes mehr trinken. Die sind mit 50+ am Ende. Doch es will keiner hören. Ich habe mit 22 Jahren aufgehört Alk zu trinken. In jeder Form. Mal nen Klopfer am Geburtstag. Aber das wars. Bier schon gar nixht mehr. Bier ist für mich das Schlimmste was es gibt. Der schleichende Tod.
Bei Stars sehe ich den Druck dahinter. Die Manager und die Plattenfirma sind der treibende Punkt. Die Geldsäcke verheizen ihre Stars oft. Und wenn du in den Strudel reingerätst kommst du schwer wieder raus.

RIP Avicii
 
Bei meinem Vater war es auch Alk. 10 Jahre Alkoholiker, fast dadurch gestorben. Auslöser war der Tod meiner Mutter. Ein Mann, der in seinen 40ern mitten im Leben stand, eine eigene Firma hatte, keine Sorgen.

Ich hab den gleichen Tod meiner Mutter ganz anders verkraftet.

Mich macht es auch aggro, wenn so über fremde Menschen geurteilt wird.

@The Schenckman

Seit ich das mit meinem Vater erlebt habe, trinke ich auch so gut wie garkeinen Alk mehr.
 
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