Es fällt mir grundsätzlich leicht, mich zu entschuldigen, wenn wir Fehler gemacht haben. Es ist aber nicht so, dass ich mich über Entschuldigungen freue, gar nicht. Ich glaube aber, dass sie ein wichtiger Teil der journalistischen Aufrichtigkeit und Ausdruck unserer proaktiven Kommunikation sind.
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Wir müssen aber nicht drum herumreden: Da haben die Kriterien der journalistischen Sorgfalt und alle Kontrollmechanismen versagt. Wir haben „Fake News“ verbreitet. Jetzt müssen wir die Konsequenzen daraus ziehen.So eine Geschichte kommt ja nur in die Zeitung, wenn alle Prüfprozesse versagt haben, von der ersten Recherche bis zur Freigabe der Seite. Vielleicht müssen wir neue Kontrollmechanismen dazwischenschalten, noch mehr gestandene Nachrichtenleute einsetzen, die derartige Geschichten, die für „Fake News“ wie beispielsweise aus der
Flüchtlingsproblematik anfällig sind, auf Herz und Nieren, auf Anspruch und Wahrheit überprüfen.
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Ehrlichstes Medium: Das ist kein Versprechen, das ist der Anspruch an mich. Wenn wir ein jetzt ein Versprechen abgeben müssten, dann machten wir und hätten wir etwas falsch gemacht.
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Alle Medien, also nicht nur „Bild“, stehen unter einer kritischen und anfeindenden Beobachtung wie noch nie. Umso wichtiger ist es, nie Anlass zu geben, dass uns Fehlleistungen zu Recht vorgeworfen werden können. Für nicht wenige Reporter ist das eine enorme Herausforderung im Alltag, allen Maßstäben der Glaubwürdigkeit zu genügen. Nicht, weil sie nicht wahrhaftig berichten wollen, sondern weil möglicherweise doch ein Aspekt übersehen wurde. Wer immer den leisesten Zweifel hat, der kann mich jederzeit anrufen. Ich war selber Reporter.