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Eine gewisse Gefahr sehe ich darin trotzdem. Das liegt primär an der Blödheit der Menschen.

Es wurden schon oft Menschen "entlarvt", und trotzdem hat das Volk nicht daraus gelernt. Das aktuell prominenteste Beispiel dürfte Trump sein, der bei seiner Kernwählerschaft ungebrochen beliebt ist.

Das kommt wohl drauf an, wie du Kernwählerschaft definierst. Zumindest hat er auch bei den Republikanern deutlich an Zustimmung eingebüßt.
 
Und da kommt eine Regierung hin, wenn sie es vorher geschafft hat, Ängst in der Bevölkerung zu wecken. Denn wenn ich und meine Kinder damit sicherer sind, dann ist mir jedes Mittel des Staates recht, denn ich hab ja nix zu verbergen.
So die Denkweise dahinter, der auch hierzulande viel zu viele Menschen verfallen.

In den USA und hierzulande wurde und wird seit inzwischen Jahrzehnten die Terror-Sau durchs Dorf getrieben, um zu "rechtfertigen", dass die Polizei und Geheimdienste ja geradezu gezwungen sind, solche Mittel zu ergreifen, da sie sonst chancenlos sind und uns arme Bürger nicht schützen können.

Und die ganzen Beteuerungen, dass ja der Datenschutz, die Unschuldsvermutung etc. das höchste Gut sind, werden mehr und mehr ausgehöhlt, bis sie das Papier nicht mehr wert sind, auf dem sie geschrieben stehen.
 
Dieser Lobbyverein ließ Affen Dieselabgase einatmen
  • Die von der Autoindustrie finanzierte Forschungseinrichtung, die Affen Dieselabgase einatmen ließ, war ein Lobbyisten-Verein mit wissenschaftlicher Fassade.
  • Dokumente zeigen, wie der Verein den Dieselmotor anpries und Umweltprobleme weitgehend ignorierte.
  • Die Autokonzerne distanzieren sich nun von den Tests und der Forschungseinrichtung.
[...]
Von dem Affentest mit einem VW-Beetle wussten in dem Verein alle. In einem EUGT-Report über die Arbeit der Jahre 2012 bis 2015 werden "mehrstündige Inhalationsversuche mit Affen" offen beschrieben. Der Versuch erfolge "mit direkten Dieselabgasen aus den Fahrzeugmotoren". heißt es in dem Bericht. Der Schwerpunkt der Studie liege auf den Kurzzeitwirkungen der Abgase auf die Lunge und das Herz-Kreislaufsystem. Einwände gegen den Affentest gab es damals keine, jedenfalls ist davon nichts zu lesen in dem EUGT-Report.

Im Vorstand des Forschungsvereins saßen Manager von BMW, Daimler und Volkswagen, und auch ein Vertreter der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport. Den Forschungsbeirat bildeten sieben Professoren und Doktoren, angeführt von Prof. Dr. Helmut Greim von der TU München. Das offizielle Ziel lautete, die Auswirkungen des Verkehrs auf Menschen und Umwelt vorurteilsfrei zu untersuchen und zu dokumentieren. Dafür würde sogar Albert Einstein bemüht, mit dem Zitat: "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom".

Bei genauer Betrachtung erweist sich der vermeintliche Forschungsverein aber als etwas ganz anderes. Vielmehr handelte es sich um eine Lobbyisten-Truppe mit wissenschaftlicher Fassade. Deutlich wird das beispielsweise in einem Newsletter vom Juni 2013 (PDF), in dem der Dieselantrieb als "Motor des Fortschritts" gefeiert wird. Der Diesel-Pkw werde Benzinern beim CO₂-Ausstoss und beim Kraftstoffverbrauch "auch in Zukunft ... überlegen sein", heißt es. Garniert ist der Newsletter dann noch mit jener Patent-Urkunde, die der Ingenieur Rudolf Diesel für seine Erfindung 1893 vom Kaiserlichen Patentamt in Berlin erhielt.
[...]
http://www.sueddeutsche.de/wirtscha...n-liess-affen-dieselabgase-einatmen-1.3843737

So schäbig unsere tollen deutschen Premium Kfz-Hersteller.
 
Leider darf bezweifelt werden, dass dies irgendwelche relevanten Konsequenzen bei Image und Absatz haben wird. Der Diesel-Skandal von VW hatte quasi keine Auswirkungen auf den Absatz. Ganz im Gegenteil. Nach einer minimalen Delle in 2015 waren 2016 und 2017 neue Rekordjahre.

Der Mensch denkt halt meist an seinen eigenen Vorteil. Was bedeuten schon ein paar manipulierte Abgaswerte, wenn man 5.000 Euro zusätzlich für den neuen Golf bekommt? Ist ja bei BMW und Mercedes (Ford afaik auch) nicht anders. Man nennt das Kind einfach "Umweltbonus", soll der Kunde eben einen Benziner kaufen. Hauptsache, er kauft. Und das tut der Kunde auch.

Was sowas angeht, ist sich jeder Mensch halt selbst der Nächste.
 
Unter Bundeskanzler Helmut Schmidt sollte die Bundesrepublik ab 1985 verkabelt werden. 30 Jahre wurden damals für den Glasfaserausbau veranschlagt. Hätte die Kohl-Regierung dies nicht gestoppt, sähe die Netz-Infrastruktur Deutschlands heute anders aus.
Angesichts der Tragweite dieser Auseinandersetzung reduziert sich der Streit zwischen SPD und CDU um die Kupferverkabelung – hierher gehört dann das Niedersächsische Rundfunkgesetz – als Teilstrategie. 5 Jahre Unterschied: Glasfaserverkabelt wird auf jeden Fall. Es geht im Moment nur darum, ob mit oder ohne zwischengeschobene Kupferverkabelung. Alle Techniker stimmen darin überein, dass die Kupferverkabelung technisch überholt und ökonomisch unsinnig ist. Technisch überholt, weil bereits jetzt die Glasfaser serienproduktionsreif ist: Es fehlen nur noch leistungsfähige Fabriken und vielleicht ein paar Robustheitsgrade bei den Bausteien, die sind übernächstes Jahr erreicht. Die Kupferverkabelung hat einzig und allein den Sinn (nicht Arbeitsplätze zu sparen oder zu bringen!, – sondern) den Privatfunk schneller als nach SPD-Planungen durchzusetzen. Wenn dann die Glasfaserverkabelung eingeführt ist, werden wir sowieso im größten Ausmaß und nach jeder politischen Richtung das Privatfernsehen haben. Der Unterschied beträgt also nur 5 Jahre: die SPD hofft medienpolitisch bis in die 90er Jahre die nötigen Weichen in ihrem Sinne gestellt zu haben.
https://www.heise.de/newsticker/mel...e-Breitbandausbau-in-Deutschland-3952581.html

:wand::wand::wand::wand::wand::wand::wand::wand::wand:
 
und wo wir schon dabei sind:

Als einer der letzten Politiker hat jetzt auch Volker Kauder, der Fraktionsvorsitzende von CDU/CSU im Bundestag, mitbekommen, dass die Digitalisierung nicht mehr weg geht. In einem Gastbeitrag in Die Welt anlässlich der gerade laufenden Koalitionsverhandlungen mit der SPD erklärt Kauder, dass die Digitalisierung für ihn „das Megathema der kommenden Jahre“ sei. Sie stehe „sicher den Herausforderungen“ durch „den Klimwandel nicht nach“. Bei letzterem hat die Bundesregierung gerade alle Klima-Ziele verfehlt und baut gerade die Weichenstellungen, dass das noch schlimmer wird.
https://netzpolitik.org/2018/volker...digitalisierung-und-plant-einen-arbeitskreis/

das ist doch realsatire?!? wie behämmert (sorry) weltfremd sind die eigentlich, "da oben"? das megathema der kommenden jahre? kollege, das ist schon SEIT 10 verdammten JAHREN megathema... nur nicht bei uns.

:motz::wand::wand::wand::wand:
 
wenn es nicht so traurig wäre. imo setzen sie die wirtschaftliche zukunft unseres landes massiv aufs spiel, wenn nicht schnell(!!!) etwas passiert.

aber wir reden ja immer noch über breitbandverbindung für privathaushalte auf dem land, anstatt dafür zu sorgen, dass unternehmen in gewerbegebieten und ballungszentren ordentlich versorgt sind.
dann werden ziele ausgegeben, die nicht eingehalten werden (50mbit bis 2018) oder völlig irsinnige und unrealiastische zeitpläne haben (gigabit)... dieses unwissen und die inkompetenz machen mich echt aggressiv...
 
Da muss man imo schon etwas differenzieren. Die Gigabit Pläne sind weder unrealistisch noch irrsinnig, wenn man denn entsprechend rangehen würde. Und auch auf dem Land brauchts natürlich vernünftiges Internet.
 
Da muss man imo schon etwas differenzieren. Die Gigabit Pläne sind weder unrealistisch noch irrsinnig, wenn man denn entsprechend rangehen würde. Und auch auf dem Land brauchts natürlich vernünftiges Internet.

Ja, braucht es. Ich bin ja glücklich, dass bis spätestens Herbst 2018 bei uns 130Mbit am Start sein sollen. In der heutigen Zeit ist schnelles Internet einfach eine Grundvoraussetzung. Und man sollte ja auch nicht vergessen, dass auch da für viele Unternehmen Gewinne dran hängen. 4k-Streaming-Angebote kann ich keine nutzen. Entertain? Kann mir die Telekom nicht andrehen...

Eine ganz andere Sache ist, dass unheimlich viele Menschen "auf's Land" ziehen möchten, aber welcher Städter bezahlt teils horrende Grundstückspreise, wenn er nichtmals vernünftiges Internet hat?
 
Da muss man imo schon etwas differenzieren. Die Gigabit Pläne sind weder unrealistisch noch irrsinnig, wenn man denn entsprechend rangehen würde. Und auch auf dem Land brauchts natürlich vernünftiges Internet.
natürlich sind sie das. sie haben nichtmal 50 mbit geschafft. die kosten, das flächendeckend in der zeit hochzuziehen wäre enorm. das trägt doch kein mensch...

und was das land angeht: ganz ehrlich, es gibt aktuell einfach dringenders, als jedes pupsdorf mit breitband zu versorgen. wenn ich als privatperson aufs land ziehe gibt es nunmal nachteile. dafür kostet es halt auch weniger. und solange es u.a. im ruhrgebiet probleme gibt unternehmen (in gewerbegebieten!) vernünftig zu versorgen, brauche ich mir um dörfer mit ein paar hundert oder wenigen tausend einwohner eigentlich keine gedanken machen.
 
Ist das mit den Unternehmen bei euch wirklich so ein Problem?

Bei uns lassen sich die Firmen das in den ländlichen Regionen einfach verlegen und das sind keine Ableger von Konzernen, sondern 70 Mann Unternehmen, die das tun.
 
Ist das mit den Unternehmen bei euch wirklich so ein Problem?

Bei uns lassen sich die Firmen das in den ländlichen Regionen einfach verlegen und das sind keine Ableger von Konzernen, sondern 70 Mann Unternehmen, die das tun.
ja, das ist so ein problem. wenn ich meinen laden nehme mal als beispiel. wir sind kein IT-unternehmen im eigentlich sinne, haben aber datenverarbeitung und müssen nicht unerhebliche datenmengen durch die gegend schieben. dafür bieten wir u.a. einen ftp-server für unsere kunden mit an. als leitung benutzen wir einen herkömmlichen VDSL50 anschluss der telekom, weil es hier einfach nichts anderes/besseres gibt. (versatel konnte mir mal ne 6mbit synchrone standleitung anbieten... ist klar) immerhin haben wir ne feste IP bekommen, aber wirklich befriedigend ist das nicht. wir sitzen übrigens in einem gewerbegebiet in essen an der A40 und um die ecke ist die aldi-zentrale...

ein bekannter von mir arbeitet für einen IT-dienstleister in bochum. die einzig habwegs vernünftige internet-option ist ein unitymedia business anschluss. das haben alle anderen unternehmen in deren gewerbegebiet aber auch erkannt und da sitzen in summe mindestens 3 weitere IT-dienstleister. denen geht in unregelmäßigen abständen das netz in die knie, was für ihn bedeutet, dass er heim fährt und von dort arbeitet, weil es anders einfach nicht geht...
usw usf.

ich seh das echt aus unternehmersicht, das ist mir klar. würde ich selber auf dem land leben und es mich betreffen, würde ich auch breitband haben wollen und die landversorgung als wichtig erachten. aber das weiß ich ja meist vorher (analog: flughäfen) und ich bin dann doch fan davon, erstmal das wichtigste zu erledigen, anstatt eine 100%-lösung zu erzwingen. und wenn wir den unternehmen nicht dahingehend helfen, dann ist es vollkommen wumpe, was auf dem land abgeht, weil in absehbarer zeit unsere wirtschaft am ende ist.
 
Ist das mit den Unternehmen bei euch wirklich so ein Problem?

Bei uns lassen sich die Firmen das in den ländlichen Regionen einfach verlegen und das sind keine Ableger von Konzernen, sondern 70 Mann Unternehmen, die das tun.
Bochum Harpen. Wir sitzen hier neben Bosch, Nagel, Bizerba und einen Global Player für Arzneimitteln und haben ne 6Mbit SDSL für 3 Sparten.... Pi mal Daumen 50-60 MA. Mehr geht nicht.
 
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