Ich glaube, manchmal behandeln gerade die, die den Islam als besonders hart angegangen sehen und gerade ihn deshalb für die Sache der Religionsfreiheit in Schutz nehmen wollen, ihn im Ergebnis eben ungleich.
Ich glaube genau das ist der Eindruck der Dir auch entstehen
soll, dadurch wie einige Menschen mit solchen Meldungen umgehen. Meinte ich ja schon bei dem Mord an dem 15-jährigen Mädchen. Jeder, der "nicht mal bei einem Mord" jetzt endlich die Mistforken gegen alle Flüchtlinge schwingt wirkt empathielos, was natürlich Quatsch ist, da man einfach nur jeden Mord verabscheuungswürdig findet, sogar egal hinter welcher Grenze er ausgeführt wird. Und egal ob begangen von deutschem Nazi, syrischem Islamisten, deutschen Islamisten, ehemaligen Rapper-Islamisten, Rentner, besitzergreifender eifersüchtiger Ex-Partner, Drogendealer und und und. Leute, die dem Fitnessstudiopersonal jetzt deswegen mit Mord drohen kommen natürlich nicht in den Mörderbeutel, aber in den Dummbeutel direkt daneben.
Die Frage ist doch, ob die Begründung hinter einer Satzung versteckter Rassismus ist, oder ob dieses angebliche allgemeine Religionsverbot wirklich konsequent umgesetzt wird. Hier bei uns gibt es zum Beispiel Ordensschwestern, die Nachmittagsbetreuung für Schülerinnen und Schüler durchführen. Hätte man die rausgeworfen? Ich denke nein. Einen Juden mit Kipa? Ich weiß nicht. Natürlich ist das Geschrei immer groß, weil Kopftuch ja eindeutig immer und ausnahmslos Unterdrückung durch Männer bedeutet und nichts anderes, aber es gibt halt Hausordnung und Diskriminierung. Parteiwerbung verbieten? Okay! Jemand den Zutritt verwehren, weil jemand NPD-Mitglied ist? Okay (gerichtlich bestätigt)! Weil jemand schwarz weiß, behindert, Frau, Mann, schwul, lesbisch, Christ, Jude oder Muslim ist? Nein. Und wenn man sich schon dieses Falles annimmt, dann gilt es zu klären, ob eine Diskriminierung der freien Religionsausübung schwerwiegender ist, als das Trainierende ihre Haare nicht sehen können.
Würde sie in den Räumlichkeiten den Koran verteilen wollen, sähe die Sache sicherlich grundlegend anders aus.