kam von keinem was, aber mir ist dennoch noch was dazu eingefallen
kann es sein, dass manche einfach per se Religion _nie_ was Schlechtes andichten würden? So aus Prinzip? Und dann sei es immer nur Machtgier, Geldgier, instrumentalieren sie nur instrumentalisierend die Instrumentalisierung?
Positive Sachen werden aber natürlich im Handumdrehen direkt zugeschrieben?
na, dann will ich mal.
ich halte selber nicht viel von religion. bin auch aus der kirche ausgetreten und halte das alles für firlefanz. trotzallem würde ich über niemanden urteilen, nur weil er einer (bestimmten) religion angehört. ja, es werden schandtaten in namen der religionen verübt. aber in namen von jeder: "die buddhisten" verfolgen moslems (myanmar), "die christen" homosexuelle (afrika), "die moslems" alle anderen (arabischer raum), usw usf...
von der religion darauf zu schließen, wie ein mensch charakterlich ist, ist imo einfach falsch und hat letztlich rassistische tendenzen. wir reden hier außerdem über menschen, die vor tod und terror fliehen, die ihnen von einer extremistischen religiösen gruppe angerichtet wird. warum die dann genauso schlimm sein sollen erschließt sich mich nicht.
natürlich gibt es kulturelle unterschiede zwischen islamisch geprägten ländern und unserem christlich geprägten westen. das müssen migranten auch lernen. aber wie immer gilt: dafür gibt es gesetze und die haben sie, wie alle anderen auch, einzuhalten. tun sie es nicht, werden sie vor gericht gestellt. eben wie alle anderen auch. allerdings ist eine integration keine einbahnstraße. wir müssen ihnen auch die möglichkeit dazu geben.
in der bibel heißt es "auge um auge, zahn um zahn". im koran gibt es ähnliche passagen. der unterschied liegt imo darin, dass in unserer gesellschaft der wohlstand vorhanden ist, denn andere länder gerne hätten. wenn dazu ein mangel an bildung (und aufklärung) herrscht, können extremisten da leicht rein und leute manipulieren. die religion ist da nur ein deckmantel. die art der religion (in dem falle der islam) umso mehr. christliche sekten die durchgeknallt sind gibt es auch immer mal, trotzdem greift niemand das christentum allgemein an.
alles in allem greift also eine schuldzuweisung gegenüber dem islam viel zu kurz und ist viel zu einfach. für mich hat es immer den beigeschmack dessen, dass man generell niemand "fremden" hier haben will und die religion sich als eindeutiges erkennungsmerkmal einfach anbietet. das halte ich für problematisch denn sind wir doch mal ehrlich: es sind in den vergangenen 2 jahren ca ne million flüchtlinge in unserer land gekommen und trotz aller panik zu beginn ist nicht so wahnsinnig viel passiert (ich bin gespannt, wer jetzt als erst wieder irgendwelche einzelfälle bringt, die das gegenteil bezeugen sollen) und es geht doch niemandem von "uns" wirklich schlechter. wenn dann kommt, dass "die moslems" uns islamisieren werden kann man schon mal dagegegn argumentieren. zumal die zahlen das überhaupt nicht hergeben: 11% in 2050 werden hier nicht die macht an sich reißen können und "unsere kultur" einschneidend verändern. zumal das ja nichtmal die kompletten 11% wollen. auch in der türkei sind etwa 50% der menschen dagegen, was erdogan tut. und selbst wenn man davon ausgeht, dass die möglichkeit besteht, haben wir schon heute die chance, etwas dagegen zu tun. die menschen säkularisieren, das demokratiebewusstsein stärken (das können übrigens auch deutsche gut gebrauchen) und den nähborden für extremisten entziehen.