Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich kann dir ganz deutlich sagen: Der Personenkreis, der gar nicht arbeiten will, will vom Amt immer bloß Bargeld und nicht umsonst in den Zoo.
Beim Zoo ging es auch um Kinder und Jugendliche. Bitte nicht verwechseln.
@BitByter
Deswegen ja auch die Forderung von mir beim ÖPNV entweder alle oder keiner kann kostenlos/vergünstigt fahren. Von mir aus wird ab Arbeitslosigkeit 1 Jahr ein Ticket gewährt und danach muss man dann zusehen, es sich selber leisten zu können. Die alleinerziehende Mutter, die noch arbeiten geht, muss auch den vollen Preis zahlen, um zur Arbeit zu kommen. Ich zahle für innerorts im Monat 48€ für Ticket 1000 ab 9 Uhr. Aber fahr mal 2 Städte weiter, da liegst du direkt bei 120€ und mehr. Das zahlt auch nicht jeder locker.

Und noch was. Wieso muss ich um einen Job zu finden, ein kostenloses Ticket haben? Sobald derjenige in Arbeit ist, muss er eh fürs Ticket löhnen
 
Beim Zoo ging es auch um Kinder und Jugendliche. Bitte nicht verwechseln.
@BitByter
Deswegen ja auch die Forderung von mir beim ÖPNV entweder alle oder keiner kann kostenlos/vergünstigt fahren. Von mir aus wird ab Arbeitslosigkeit 1 Jahr ein Ticket gewährt und danach muss man dann zusehen, es sich selber leisten zu können. Die alleinerziehende Mutter, die noch arbeiten geht, muss auch den vollen Preis zahlen, um zur Arbeit zu kommen. Ich zahle für innerorts im Monat 48€ für Ticket 1000 ab 9 Uhr. Aber fahr mal 2 Städte weiter, da liegst du direkt bei 120€ und mehr. Das zahlt auch nicht jeder locker.
tut mir leid, in diesem fall ist mir diese "gleiches recht für alle"-denke ziemlich fremd.

edit: insbesondere diese einstellung als würde einem was vorenthalten oder gar weggenommen. wir reden hier von menschen die bevorteilt werden, weil sie praktisch nichts haben und sich mobilität nicht leisten könnten. deine einstellung oder aussagen ist/sind mir da zutiefst zuwider.

allerdings halte ich generellen kostenlosen ÖPNV und den ausbau des ÖPNV für sehr, sehr sinnvoll. bin da ganz bei @Mingo
 
Seehofer: "Heute Abend wird alles klar sein"

Eine Eilmeldung versetzt alle in Aufregung: Gibt Seehofer wirklich sein Amt auf? Schnell folgt das offizielle Dementi. Der bayerische Regierungschef führt jetzt Einzelgespräche - und will sich danach zu seiner Zukunft äußern.

[...]
Er werde nun den Landtagsabgeordneten "über den Stand der Dinge in Berlin" berichten, sagt Seehofer ruhig, auch über seine gestrigen Termine mit dem Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin. Dann werde er im Laufe des Nachmittags "noch einige Gespräche" mit Parteifreunden führen - auch mit Finanzminister Markus Söder, seinem großen Rivalen, der es kaum erwarten kann, seinen Thron zu besteigen. Was das jetzt für die beiden Spitzenämter heiße, wird Seehofer gefragt. Das sei für ihn "ein offener Prozess, der erst heute Abend kurz vor dem Vorstand zu Ende geht". Um 18 Uhr hat Seehofer den nächsten Rapport-Termin, dann kommt in der Parteizentrale der CSU-Vorstand zusammen. Seehofer sagt: "Heute Abend wird alles klar sein."

Manche Beobachter halten so viel Ungewissheit offenbar nicht aus, kurz nach Seehofers Medien-Audienz schlägt eine Eilmeldung des Bayerischen Rundfunks ein: Seehofer wolle Parteichef bleiben, trete aber das Amt des Ministerpräsidenten an Markus Söder ab. Helle Aufregung im Landtag, in der CSU, in den Zeitungsredaktionen. Kann das sein? Hatte es nicht aus Seehofers Umfeld geheißen, er werde an diesem Donnerstag noch keine Namen nennen? Als wahrscheinlich hatte nur gegolten, dass er den Verzicht auf einen seiner beiden Posten erklärt, um Druck aus dem Kessel zu lassen, um der Partei ein Ventil zu geben für den Unmut, der sich seit der Wahl aufgestaut hatte.
[...]
http://www.sueddeutsche.de/bayern/m...er-heute-abend-wird-alles-klar-sein-1.3762977

Da bin ich ja wirklich mal gespannt, was man um 18 Uhr hören wird.
Söder wird so oder so irgendwann Ministerpräsident. Es bleibt trotzdem eine Vorstellung zum Gruseln.
 
Beim Zoo ging es auch um Kinder und Jugendliche. Bitte nicht verwechseln.
@BitByter
Deswegen ja auch die Forderung von mir beim ÖPNV entweder alle oder keiner kann kostenlos/vergünstigt fahren. Von mir aus wird ab Arbeitslosigkeit 1 Jahr ein Ticket gewährt und danach muss man dann zusehen, es sich selber leisten zu können. Die alleinerziehende Mutter, die noch arbeiten geht, muss auch den vollen Preis zahlen, um zur Arbeit zu kommen. Ich zahle für innerorts im Monat 48€ für Ticket 1000 ab 9 Uhr. Aber fahr mal 2 Städte weiter, da liegst du direkt bei 120€ und mehr. Das zahlt auch nicht jeder locker.

Und noch was. Wieso muss ich um einen Job zu finden, ein kostenloses Ticket haben? Sobald derjenige in Arbeit ist, muss er eh fürs Ticket löhnen

Ich glaub du denkst da aber auch in zu großen Sphären und strickst dir selbst einen Sozialneid auf etwas, dass eigentlich nicht beneidenswert ist. Leb mal von 409€ Regelsatz (davon muss Strom und Telefon noch selbst bezahlt werden). Da gibt es keinen Anreiz arbeitslos zu bleiben, weil man ein Busticket günstiger bekommt. So oft kannste gar nicht ins Schwimmbad oder in den Zoo gehen. Theater- und Museumsbesuche sind jetzt auch nicht unbedingt der Alltag des Durchschnitssdeutschen. Und vergünstigt bedeutet ja nicht unbedingt kostenlos. Sämtliche Lebensmittel haste immer noch nicht gekauft.

Ein paar Sachen sind gerade für Kinder und Jugendliche gut, weil den Eltern kein Bargeld in die Hand gedrückt wird, das anderweitig draufgehen könnte. Vereinsbeiträge und sowas. Alles andere ist meilenweit entfernt von easy going.
 
Also die Nummer vom ZPS, mit dem Mahnmalnachbau ist so mit das grandioseste, was seit langem gegen die AfD getan wurde. Die schäumen vor Wut! Endlich konnte mal jemand die Berufsprovokateure aus der Reserve locken!
 
Genau das meine ich.
Es fehlt der Wille und die Solidarität.

Aber kleiner Denkanstoß: Wie stehst du zur PKW-Maut? So wie es jetzt ist zahlen nämlich alle für die Autobahnen, egal ob sie diese nutzen oder nicht...

Und noch die kleine Edith hinterher: Wir würden uns als Gesellschaft imo zukunftssicherer aufstellen, wenn wir den ÖPNV so gut es geht ausbauen und so weit es geht kostenlos zur Verfügung stellen. Davon würden unter dem Strich auch Leute profitieren, die den ÖPNV heute quasi nicht nutzen.
Und wie @BitByter schon richtig festgestellt hat, ist der kostengünstige Zugang zum ÖPNV auch ganz Eng mit der sozialen Frage verknüpft. Mobilität muss man sich leisten können und Immobilität ist eine Hürde zu gesellschaftlicher Teilhabe.

Sorry das ich erst jetzt zum Antworten komme, war noch gestern noch unterwegs und Abends ziemlich platt...

Auch die Maut, so wie sie kommen soll, finde ich nicht in Ordnung. Warum nicht die Zahlen lassen, die die Autobahn auch nutzen. Denn nur diese Sorgen ja auch für den Verschleiß der Bahn. Ob das jetzt technisch umsetzbar ist, ist natürlich eine andere Frage.

Ist halt irgendwie schwierig das ganze. Krankenversicherung ist ja auch eine Leistung, die vom Kollektiv finanziert wird. Aber im Gegensatz zum ÖPV, den viele, gerade auf dem Lang, nie wirklich nutzen wird jeder mal krank. Und sei es nur die halbjährliche Kontrolle beim Zahnartz oder der Augenarztbesuch. Daher sehe ich diese auch als sinnvoll an.
 
Sehr schöner Kommentar zur politischen Lage auf SpOn:

Der Traum von einem Parlament

Je länger ich darüber nachdenke, desto angetaner wäre ich auch von einer Minderheitenregierung. Eine Regierung, die für Vorhaben kämpfen muss, bei der es wieder auf das gesamte Parlament ankommt und nicht nur Merkel.
Bei der auch mal Regierungsvorhaben scheitern, aber das Land durch die zwangsweise härteren Debatten gewinnt.

Keine Ahnung ob es so kommen würde oder ob wir ein Parlament hätten, das sich fünf Jahre lang lähmt, gar nix auf die Kette bekommt und jede Fraktion die andere sabotieren will. Aber die Idee fände ich attraktiv.
 
Nur Mut, SPD!

Nach langem Nein möchten die Sozialdemokraten nun doch über eine Regierungsbeteiligung reden. Das ist kein Umfallen, sondern eine kluge Antwort auf die Lage.

Es ist so verständlich. Es ist so gut nachvollziehbar, dass Martin Schulz nach dem Wahlergebnis Nein rief. Dass er und die allermeisten Sozialdemokraten einfach keinen Sinn mehr darin sahen, gleich noch einmal für eine Große Koalition die Hand zu reichen. Zwanzig Prozent für die SPD am Wahlabend - das ist schwer zu verdauen gewesen.

Trotzdem ist es kein Umfallen, sondern richtig, wenn die SPD nun nach inneren Kämpfen signalisiert, sie sei doch bereit, mit anderen Parteien zu sprechen. Es ist frei nach Noch-Justizminister Heiko Maas die Entscheidung, sich "nicht wie ein trotziges Kind zu verhalten". Einfach weiter starr auf der Linie zu beharren, wäre falsch gewesen. Es hätte endgültig den Eindruck vermittelt, der SPD sei die Opposition wichtiger als das Regieren. Dabei geht es nicht um die Lust auf Dienstwagen. Es geht um den Anspruch, das Land zum Besseren zu verändern. Wenn die SPD diesen Anspruch aufgibt, wird es für sie erst richtig gefährlich.
[...]
Nicht minder problematisch und deshalb falsch wäre die Tolerierung einer Minderheitsregierung. Das klingt intellektuell spannend. Aber in der Lage, in der sich Deutschland befindet, auch in der Rolle, die Deutschland in Europa zufällt, ist es nicht vorstellbar, dass eine Regierung bei jeder schwierigen Entscheidung gleich wieder um die Zustimmung im eigenen Parlament fürchten müsste.

Noch wichtiger ist der Verzicht auf solcherlei Experimente für die SPD selber. Bei einer Tolerierung würde sie Dinge mittragen, die als Erfolg der Regierung durchgingen. Sie würde aber weder mit eigenen Projekten noch mit eigenen Ministern kenntlich machen, was ihre Leistung in so einem Bündnis wäre. Wasch mich, aber mach mich nicht nass - das ist keine Grundlage, um in dieser Situation Deutschland in die Zukunft zu führen. Selbstbewusst verhandeln und das Ergebnis mutig der Basis anbieten - anders geht's nicht.
http://www.sueddeutsche.de/politik/krise-in-berlin-nur-mut-spd-1.3763932

Steinmeier hat die Parteichefs von CDU, CSU und SPD für Anfang nächster Woche ins Schloss Bellevue eingeladen.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...r-und-schulz-zu-gemeinsamem-treffen-1.3764114
 
Sie würde aber weder mit eigenen Projekten noch mit eigenen Ministern kenntlich machen, was ihre Leistung in so einem Bündnis wäre
also quasi wie in der GroKo auch.

Bin da echt zwiegespalten. Etwas von vornerein ablehnen ist prinzipiell erstmal nie der richtige Weg.
Auf der anderen Seite hat die SPD dank der GroKo unter Merkel (und ihrer eigenen Unfähigkeit, Erfolge kenntlich zu machen) den Status als Volkspartei verloren. Klar, dass man da die Schnauze voll hat. Besonders wenn man jetzt die Notlösung spielen soll, weil Lindner meint auf den AFD Zug aufspringen zu müssen und es "denen da oben" zu zeigen, dass man nicht alles mit sich machen lässt.

Aber der Deutsche sehnt sich halt nach Stabilität. Mal was neues ausprobieren? Nee, lass mal. Umstände finden sich immer, wegen denen man "Angst" haben müsste. Und 4 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Gefühlt mindestens 40. Dann doch lieber so weitermachen wie bisher. Die Rechtspopulisten werden schon nicht allzu stark werden. Und wenn doch gibts halt in 4 Jahren die nächste GroKo. Die wird ja wohl hoffentlich reichen. So sieht Fortschritt aus.
 
also quasi wie in der GroKo auch.
Dort kann man es aber wenigstens versuchen, sich die Erfolge anrechnen zu lassen.
Liegt z.T. natürlich auch am Wähler selbst, wenn er das nicht erkennen will bzw. die Erfolge nicht in Stimmen honoriert.
Aus der letzten Opposition kam die SPD auch nicht allzu stark hervor.

Aber der Deutsche sehnt sich halt nach Stabilität. Mal was neues ausprobieren? Nee, lass mal. Umstände finden sich immer, wegen denen man "Angst" haben müsste. Und 4 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Gefühlt mindestens 40. Dann doch lieber so weitermachen wie bisher. Die Rechtspopulisten werden schon nicht allzu stark werden. Und wenn doch gibts halt in 4 Jahren die nächste GroKo. Die wird ja wohl hoffentlich reichen. So sieht Fortschritt aus.
Was per se erstmal nichts Verwerfliches ist.
Deutschland gilt einfach als extrem stabiles (politisches) Land, die internationalen Gazetten waren ja schon in heller Aufregung wegen Jamaika bzw. wegen des Scheiterns der Verhandlungen.
Und wenn ich mir so ansehe, wie es in Frankreich, Spanien, Italien, UK etc. politisch zugeht, wo die Wähler bzw. die Parteien auch mal "experimentieren". Weiß ich nicht, ob ich das hier brauche.

Am Ende des Tages bin ich aber auch recht zwiegespalten. Wenn ich die Pro- und Contra-Argumente durchgehe, schwanke ich schon sehr.
 
23755801_1444575928996237_3738110058904923008_n.jpg


:lachweg::lachweg::lachweg:
 
Eine Schwarz/Grüne Minderheitsregierung unter Duldung der SPD wäre doch zur Zeit das praktikabelste. Da müssten sich halt alle zusammenreißen und Delivery, OK, könnte schnell kritisch werden, aber warum nicht?
 
Ich hätte wetten sollen.
Nach der Wahl hab ich hier noch gesschrieben, die werden am Ende dann doch in eine GroKo gehen.

Find ich jetzt erstmal gar nicht so schlecht, wenn die SPD jetzt richtig Profil zeigt, und Merkel auch zu Zugeständnissen zwingt.
Im Grunde ist die SPD jetzt in einer echt komfortablen Situation. Die Merkle wird denen sicher fast alles zugestehen, wenn sie nur Neuwahlen verhindern kann.
 
Ich finde es erstaunlich, wie die SPD jetzt in die Rolle des Retters gedrängt wird. Letztendlich bin ich weiterhin absolut gegen eine weitere GroKo.

Eine Minderheitsregierung unter der Akzeptanz der SPD ist für mich die einzig akzeptable Lösung.
Abgesehen davon müssen sich die Parteien zukünftig sowieso miteinander arrangieren. Aufgrund der AfD wird es einfach nicht mehr zu 2 Parteien-Regierung reichen.

Was ich als Chance für Rot-Rot-Grün sehe.

btw: Schöne Beiträge von @Mingo @BitByter und @JohnnyWohlfahrt auf den letzten Seiten. Eine vernünftige Sozialpolitik ist unerlässlich. Und Schwarz-Gelb in NRW hat gezeigt, dass sie dafür nicht stehen. Was aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Gegenden des einwohnerstärksten Bundeslandes ein Armutszeugnis ist. Ein klares Zeichen, dass die Regierung all die Menschen nicht mitnehmen möchte.
 
Schulz: SPD-Mitglieder entscheiden über Regierungsbeteiligung

  • SPD-Chef Martin Schulz hat angekündigt, dass seine Partei an den Gesprächen mit der Union teilnehmen werde, zu denen der Bundespräsident eingeladen hat. Das bedeute aber "keinen Automatismus in irgendeine Richtung".
  • Über eine Regierungsbeteiligung "in welcher Form auch immer" werde er die Mitglieder abstimmen lassen.
  • In der SPD waren zuletzt verschiedene Parteivertreter etwas vom "Nein" der Partei zur großen Koalition abgerückt.
http://www.sueddeutsche.de/politik/...moegliche-spd-regierungsbeteiligung-1.3764537

Na ein Glück, dass ich immer noch Mitglied bei den Jusos bin. :lol:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben