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Der "Ich könnte kotzen" Thread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ey was soll ich auch tun? Bekommt man hier nicht und wenn, dann nur irgendein China Knock Off, welches vermutlich nach zwei Minuten Dauerbetrieb Feuer fängt.
 
Wie du ja schon schriebst, kommt die politikwissenschaftliche Forschung eben nicht mehr zu dem Ergebnis, dass die Wähler rechtspopulistischer Parteien (oder Personen, siehe auch Trump) sich in erster Linie aus Modernisierungsverlierern zusammensetzen, sondern dass ihre Wähler oftmals eine Wahrnehmung relativer Deprivation erfahren, also eine subjektiv wahrgenommene Benachteiligung gegenüber anderen Gesellschaftsgruppen.

Und genau dieses Gefühl der relativen Deprivation ist es, welche den Antriebsmotor sämtlicher rechtspopulistischer Bewegungen darstellt. Im letzten Jahr habe ich bei einer der großen politischen Stiftungen verschiedene Wochenendseminare als Tagungsleiter begleitet. Die Seminarteilnehmer waren zumeist mittleren bis fortgeschrittenen Alters und beruflich und sozial besser gestellt. Vom Chef des mittelständischen Unternehmens und dem Lobbyisten in Brüssel bis zum Handwerker war alles dabei. In den zahlreichen persönlichen Gesprächen mit den Teilnehmern fiel allerdings auf, dass gerade auch im Milieu der vermeintlich besser gestellten überproportional die Angst vor sozialökonomischem Abstieg regiert und viele der Teilnehmer gerade deshalb die AfD als vermeintliche Alternative zu den etablierten Parteien sahen. Diese Menschen fassen den schnellen gesellschaftlichen Wandel oftmals als Bedrohung auf und wünschen sich die vermeintlich stabilen Verhältnisse der Vergangenheit zurück. Zudem haben sie Angst davor, dass gesellschaftliche Randgruppen, welche in den letzten Jahrzehnten eine Stimme bekamen, ihren Wohlstand bedrohen. Dass das Programm der AfD keine wirklich praktikablen Lösungen anbietet ist für diese Leute sekundär, da es sich letztendlich um ein Gefühl handelt, welches von der AfD am Besten ausgenutzt wird.

Auch wenn es wahrscheinlich niemanden interessiert:
Die AfD in ihrer Gesamtheit als "Nazis" zu bezeichnen ist falsch. Der Nationalsozialismus zeichnet sich, wie der Kommunismus dadurch aus, dass er weltanschaulich geschlossen ist, also auf sämtliche Fragen der menschlichen Existenz gewisse Antworten zu haben scheint.
Rechtspopulistische Parteien wie die AfD dagegen sind ein Sammelsurium unterschiedlichster Meinungen und Haltungen, welche gelegentlich mit ideologischen Versatzstücken gekoppelt werden, ohne aber jemals eine weltanschauliche Geschlossenheit zu erreichen. Das Stichwort in der Fachliteratur ist "thin-centred-ideology". Der Link von @Cloud Strife verdeutlicht dies, da dort schön aufgezeigt wird, dass es nationalsozialistische, verschwöungstheoretische und klimaskeptische Strömungen in der zukünftigen AfD-Bundestagsfraktion gibt.

Wirtschaftliche Abstiegsangst oder Angst vor Benachteiligung ist mit ziemlicher Sicherheit nicht der Hauptgrund, warum sie AFD wählen. Schon gar nicht bei den gutsituierten Wählern. Deswegen würde eine andere Sozialpolitik auch gar nichts bringen. Diese Leute aus Mittel- oder Oberschicht wählen die AFD weil ihnen eine gefühlte oder tatsächliche Überfremdung zum Hals raushängt und sie die Kultur des Islams nicht leiden können.
 
Wirtschaftliche Abstiegsangst oder Angst vor Benachteiligung ist mit ziemlicher Sicherheit nicht der Hauptgrund, warum sie AFD wählen. Schon gar nicht bei den gutsituierten Wählern. Deswegen würde eine andere Sozialpolitik auch gar nichts bringen. Diese Leute aus Mittel- oder Oberschicht wählen die AFD weil ihnen eine gefühlte oder tatsächliche Überfremdung zum Hals raushängt und sie die Kultur des Islams nicht leiden können.

Sollte es sich darum handeln (obwohl es mir in dieser Kürze stark vereinfacht erscheint), dann ist dies durchaus auch ein Fall von relativer Deprivation.
Es stellt sich allerdings schon die Frage, inwiefern man z. B. in Sachsen auch nur das Gefühl von "muslimischer Überfremdung" bekommen kann, bei einem muslimischen Bevölkerungsanteil von unter 0,5%.
 
Wirtschaftliche Abstiegsangst oder Angst vor Benachteiligung ist mit ziemlicher Sicherheit nicht der Hauptgrund, warum sie AFD wählen. Schon gar nicht bei den gutsituierten Wählern. Deswegen würde eine andere Sozialpolitik auch gar nichts bringen. Diese Leute aus Mittel- oder Oberschicht wählen die AFD weil ihnen eine gefühlte oder tatsächliche Überfremdung zum Hals raushängt und sie die Kultur des Islams nicht leiden können.

Und weil sie Angst haben, dass ihnen was weggenommen wird.
 
Sollte es sich darum handeln (obwohl es mir in dieser Kürze stark vereinfacht erscheint), dann ist dies durchaus auch ein Fall von relativer Deprivation.
Es stellt sich allerdings schon die Frage, inwiefern man z. B. in Sachsen auch nur das Gefühl von "muslimischer Überfremdung" bekommen kann, bei einem muslimischen Bevölkerungsanteil von unter 0,5%.

In Sachsen bzw. Ostdeutschland allgemein dürften auch eher die wirtschaftlich nicht überdurchschnittlichen Wähler sitzen.
 
Sollte es sich darum handeln (obwohl es mir in dieser Kürze stark vereinfacht erscheint), dann ist dies durchaus auch ein Fall von relativer Deprivation.
Es stellt sich allerdings schon die Frage, inwiefern man z. B. in Sachsen auch nur das Gefühl von "muslimischer Überfremdung" bekommen kann, bei einem muslimischen Bevölkerungsanteil von unter 0,5%.
Hatte ich erwähnt, dass ich deren Wähler für dumm halte? :grins:
 
Wollte gerade nochmal Halo 5 auf der One starten...muss aber erst ein Update laden! 32,5GB Update!?
giphy.gif
 
Finger an einer Dose bis fast auf den Knochen eingeschnitten. Hab aber sowas von kein Bock schon wieder in die Klinik zu rennen. War heute mittag, blutet immer noch. Ist halt ausgerechnet der Zeigefinger. Na hoffentlich legt sich das jetzt wenn der Kleine im Bett liegt und nichts mehr zu tun ist...
 
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