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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Naja wobei die AfD ja jetzt auch nicht die NSDAP ist und eine Diktatur wollen.
Rechts heisst ja nun auch nicht Abschaffung der Demokratie und Arbeitslager bauen, deshalb ist der Hinweis auf die frühere Geschichte immer so ein Keulenschlag. Hmm.
Dass die natürlich auch rechte in der Partei haben ist offensichtlich und auch worauf die abzielen.
Das hört man ja auch an allen Aussagen, die da getroffen werden von Gauland und Co.
Und ich will das auch gar nicht gut und schön reden, ich mag weder die AfD noch deren Denkweise.
Aber man sieht dadurch, dass wir eben Probleme im Land haben und ein gewisses Konfliktpotenzial und dem müssen wir uns stellen.
Da hilft imho aber auch nur die Zeit und Aufklärung, wenn man das alles nur in einer einfach Handbewegung wegwischt wirds nicht besser imho.
 
Aber man sieht dadurch, dass wir eben Probleme im Land haben und ein gewisses Konfliktpotenzial und dem müssen wir uns stellen.
Da hilft imho aber auch nur die Zeit und Aufklärung, wenn man das alles nur in einer einfach Handbewegung wegwischt wirds nicht besser imho.
Danke für den Hinweis
Mit Aussagen wie "Alles Deppen" und "sollen was gescheites lernen" wirds auch nicht besser
 
Danke für den Hinweis
Mit Aussagen wie "Alles Deppen" und "sollen was gescheites lernen" wirds auch nicht besser
Damit sollte man die AfDler auch nicht abtun, sondern man sollte das ernster denn je betrachten und entsprechend agieren. Mit besserer Bildung z. B., klarer Kommunikation, sozialer Politik. Und nicht einfach straight über die Köpfe der ganzen Nation hinweg regieren.
 
Darum geht es ja,wenn man AfD Wähler nicht vom besseren überzeugt wirds auch nicht besser, sonst enden wir wie die Amerikaner wo das Land tief gespalten ist.
Wenn die Schere immer grösser wird wird auch die Anzahl der Frustwähler grösser und am Ende haben wir die Nazis an der Macht und meine Frau in einem ihrer Lager,ich danke jetzt schon mal.
 

Warten wir erstmal ab. Holocaust Leugner klingt natürlich nicht so gut. Aber wir wissen doch noch gar nicht, welchen Holocaust sie leugnen. Ich jedenfalls brauche da deutlich mehr Informationen, um mir eine Meinung zu bilden.



edit:

Deutschland den Deutschen. Endlich mal ein Urdeutscher, der es ausspricht. Danke Dubr...Dbrbr...Dubravko Mandic :skep:
 
Zuletzt bearbeitet:
Aiaiaiai, da tut einem beim Lesen der Schädel weh...
Neben dem ganzen üblichen Nazi-Scheiß find ich das hier besonders toll:

Michael Limburg (geb. 1940, Ingenieur)

Gilt innerhalb der AfD als Experte für Energiepolitik. Leugnet in Interviews den menschengemachten Klimawandel. Sagt: „Es gibt kein Klimaproblem.“ CO2-Emissionen sollten nicht sanktioniert, sondern im Gegenteil belohnt werden: „Jeder, der CO2 ausstößt, müsste noch Geld dazu bekommen.“ Schließlich sei die chemische Verbindung gut für Pflanzen. Kandidiert auf der Landesliste Brandenburg.

Na, wenn das der Experte für Energiepolitik ist, haben sie ja die wichtigen Themen abseits der FLüchtlingswelle wunderbarst besetzt.
 
Naja wobei die AfD ja jetzt auch nicht die NSDAP ist und eine Diktatur wollen.
Rechts heisst ja nun auch nicht Abschaffung der Demokratie und Arbeitslager bauen, deshalb ist der Hinweis auf die frühere Geschichte immer so ein Keulenschlag. Hmm.
Geschichte wiederholt sich auch nicht.
Die Parallelen sind aber frappierend.

Die ganzen Parolen kennt mittlerweile jeder zur Genüge, die Leute, die für die AfD in den Bundestag einziehen werden, kennt man auch. Selbst die stramme Petry verlässt die Fraktion, weil es ihr zu rechts wird.

Man muss auch nicht gleich mit KZ und Holocaust kommen, natürlich nicht, dafür ist die AfD zu schwach und keine Person hat einen entscheidenden Posten inne.
Was sie aber unverhohlen zugeben: Sie wollen eine umstrukturierte Gesellschaft, Medienlandschaft, Wirtschaft und internationale Zusammenarbeit.

Und ja, da brauche ich nur eins und eins zusammenzählen und lande in den 20er/30er Jahren.
Das Ermächtigungsgesetz, der Arierparagraph, die Bücherverbrennungen, das Gesetz zur Verhütung erbranken Nachwuchses, das Führerprinzip, die Zerschlagung der Gewerkschaften, die Auflösung der Parteien, das Gleichschalten der Gesellschaft etc.

All das kennen wir. All das kann kein human denkender Mensch unterstützen. All das war bis vor kurzem noch undenkbar. All das bekommt durch die AfD wieder ein reales Gesicht, die Masken fallen.

Und ja, all das macht mir wirklich Angst und ich werde mich dem weiterhin entgegenstellen.
Sei es hier im Forum, in meinem Alltag, im Freundeskreis, an der Uni, egal wo.

Oder um mal meine halb demente Oma zu zitieren: "So viele Menschen im Fernsehen haben gestern gesprochen wie damals am Volksempfänger, haben wir denn nichts gelernt?"
 
So ist es ja auch differenziert genug dass ich da mitgehen kann.
Wie gesagt mir geht es ja ÜBERHAUPT nicht darum diese Partei in irgendeiner Art und Weise in Schutz zu nehmen oder deren gefährliche Ansätze herabzuspielen.
Sondern einzig und allein um dieses...alle AfD Wähler sind dumm und so. Das ist nicht so, das kann man für sich so empfinden, wenn man aber guckt wer die wählt, dann ist das eben nicht der Bodensatz der Gesellschaft.
Und das Übel kriegst Du halt nur entwurzelt, wenn man das klar und offen angeht und das thematisiert und anspricht.
Ich denke und hoffe, dass die AfD dann nur so eine kurzzeitige Blase ist, wie das die Piratenpartei mal war.
 
So ist es ja auch differenziert genug dass ich da mitgehen kann.
Wie gesagt mir geht es ja ÜBERHAUPT nicht darum diese Partei in irgendeiner Art und Weise in Schutz zu nehmen oder deren gefährliche Ansätze herabzuspielen.
Sondern einzig und allein um dieses...alle AfD Wähler sind dumm und so. Das ist nicht so, das kann man für sich so empfinden, wenn man aber guckt wer die wählt, dann ist das eben nicht der Bodensatz der Gesellschaft.
Und das Übel kriegst Du halt nur entwurzelt, wenn man das klar und offen angeht und das thematisiert und anspricht.
Ich denke und hoffe, dass die AfD dann nur so eine kurzzeitige Blase ist, wie das die Piratenpartei mal war.
Das ist absolut richtig, die Wählerschaft der AfD ist bunt gemischt (no pun intended).

Dein letzter Satz in Gottes/Allahs/Spaghettimonsters Ohr.
 
Nach deiner Auffassung also Wahlpflicht und wahrscheinlich Verbot bestimmter Parteien. Keine Ahnung, wie man diese Regierungsform nennt, aber Demokratie mit Sicherheit nicht. Der größte Fehler, den man machen kann, Ist den Erfolg der AfD mit "deren Wähler sind eh alles Idioten" abzutun anstatt sich mit den Gründen auseinander zu setzen. Aber wie gesagt. Das ist schwer und kompliziert, wie die Welt und die Politik nun mal sind. "Alles rechte Idioten" ist wunderschön einfach.

Was ist an einer Wahlpflicht verkehrt? Das halt mehr Leute mal alle 4 (besser alle 5 Jahre) mal ihren Hintern hochbekommen und ein Kreuzchen machen müssen.

Man könnte das auch (auch bei bei Landtagswahlen ) darüber lösen das die gültigen Stimmen mindestens 75% der wahlberechtigten Stimmen sein müssen. Ansonsten wird nochmal gewählt.

1972 gab es übrigens mal eine Wahlbeteiligung von 91,1% bei uns!

Ich fände es auch sinnig die Regierungs/Kanzlerzeit auf 2 x 5 Jahre zu begrenzen.

Wo habe ich denn was von Verbot geschrieben?

Allerdings sehe ich auch wirklich keinen Verlust für die Demokratie wenn eine Partei wie die NPD verboten wird!
Das Argument das wenn die NPD verboten wird die Anhängerschaft im "Untergrund" wächst greift auch nicht.
Dafür sind die viel zu doof und unorganisiert!

Die NPD ist NICHT verboten bzw. spielt ja zum Glück auch keine Rolle mehr - ABER die meisten der NPD (-Wähler) sind doch sowieso schon "lange" bei der AFD untergekommen...
 
So ist es ja auch differenziert genug dass ich da mitgehen kann.
Wie gesagt mir geht es ja ÜBERHAUPT nicht darum diese Partei in irgendeiner Art und Weise in Schutz zu nehmen oder deren gefährliche Ansätze herabzuspielen.
Sondern einzig und allein um dieses...alle AfD Wähler sind dumm und so. Das ist nicht so, das kann man für sich so empfinden, wenn man aber guckt wer die wählt, dann ist das eben nicht der Bodensatz der Gesellschaft.
Und das Übel kriegst Du halt nur entwurzelt, wenn man das klar und offen angeht und das thematisiert und anspricht.
Ich denke und hoffe, dass die AfD dann nur so eine kurzzeitige Blase ist, wie das die Piratenpartei mal war.
Dumm heißt in diesem Zusammenhang nicht, dass sie nicht studiert haben könnten.
 
Wollte eben was bei Amazon für 19 Euro bestellen. Endlich nen Händler gefunden, der in die Schweiz liefert und was sehe ich dann in der Abrechnung? Versandkosten von 65 Euro. :lol:

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Trotzdem bestellt.
 
Natürlich kann man sie deswegen kritisieren. Jedoch zu glauben, dass alle AfD-Wähler dumm sind, halte ich wiederum für dumm. Und was heißt nicht zielführend? Ich denke, dass das Ziel für viele war, den großen Volksparteien weh zu tun, zum nachdenken zu bringen und dieses Ziel haben sie erreicht. Früher haben die Leute dafür die Linken gewählt, heute die AfD.

Die Linken haben aber keine Nazis in der Partei(führung)!

Da gibt es doch überhaupt nichts zu diskutieren.

Eine Partei wo die Führung spricht von:

"Stolz auf die Leistung der deutschen Soldaten im 2. Weltkrieg sein"
"Mischvölker verhindern"
"Denkmal der Schande"

Die die Ausländerbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özuguz "in Anatolien entsorgen "will.
u.v.m.

ist einfach unwählbar!!!
 
Mittlerweile gibt es ja erste Untersuchungen zu den Wählern der AfD.

Die Wähler der AfD sind in erster Linie gar nicht wirtschaftlich abgehängt oder das, was man wohl als "kleine Leute" bezeichnet.
Sie sind, oder besser, fühlen sich kulturell abgehängt.

Veränderte Arbeitsbedingungen, Globalisierung, eine vielschichtigere Medienlandschaft, mehr Ausländer/Flüchtlinge, Digitalisierung etc.

Und das betrifft Menschen in allen Bevölkerungsschichten.


Dagegen ist auch erstmal nichts zu sagen, für subjektive Ängste/Sorgen/Empfindungen kann eine Person erstmal nichts.

Die Frage ist nur, was diese Person dann daraus macht: Informieren, um sich selbst diese Ängste und Sorgen zu nehmen? Sich abkapseln? Links wählen? Rechts wählen?

Das ist doch der Punkt. Keiner sagt etwas gegen Personen, die mit der sich stetig verändernden Gesellschaft und Welt noch nicht zurecht kommt.
Aber ich kann diese Personen kritisieren, wenn sie deswegen zu Mitteln greifen, die a) nicht zielführend sind und b) auch nichts an ihrer Situation ändern.


Wie du ja schon schriebst, kommt die politikwissenschaftliche Forschung eben nicht mehr zu dem Ergebnis, dass die Wähler rechtspopulistischer Parteien (oder Personen, siehe auch Trump) sich in erster Linie aus Modernisierungsverlierern zusammensetzen, sondern dass ihre Wähler oftmals eine Wahrnehmung relativer Deprivation erfahren, also eine subjektiv wahrgenommene Benachteiligung gegenüber anderen Gesellschaftsgruppen.

Und genau dieses Gefühl der relativen Deprivation ist es, welche den Antriebsmotor sämtlicher rechtspopulistischer Bewegungen darstellt. Im letzten Jahr habe ich bei einer der großen politischen Stiftungen verschiedene Wochenendseminare als Tagungsleiter begleitet. Die Seminarteilnehmer waren zumeist mittleren bis fortgeschrittenen Alters und beruflich und sozial besser gestellt. Vom Chef des mittelständischen Unternehmens und dem Lobbyisten in Brüssel bis zum Handwerker war alles dabei. In den zahlreichen persönlichen Gesprächen mit den Teilnehmern fiel allerdings auf, dass gerade auch im Milieu der vermeintlich besser gestellten überproportional die Angst vor sozialökonomischem Abstieg regiert und viele der Teilnehmer gerade deshalb die AfD als vermeintliche Alternative zu den etablierten Parteien sahen. Diese Menschen fassen den schnellen gesellschaftlichen Wandel oftmals als Bedrohung auf und wünschen sich die vermeintlich stabilen Verhältnisse der Vergangenheit zurück. Zudem haben sie Angst davor, dass gesellschaftliche Randgruppen, welche in den letzten Jahrzehnten eine Stimme bekamen, ihren Wohlstand bedrohen. Dass das Programm der AfD keine wirklich praktikablen Lösungen anbietet ist für diese Leute sekundär, da es sich letztendlich um ein Gefühl handelt, welches von der AfD am Besten ausgenutzt wird.

Auch wenn es wahrscheinlich niemanden interessiert:
Die AfD in ihrer Gesamtheit als "Nazis" zu bezeichnen ist falsch. Der Nationalsozialismus zeichnet sich, wie der Kommunismus dadurch aus, dass er weltanschaulich geschlossen ist, also auf sämtliche Fragen der menschlichen Existenz gewisse Antworten zu haben scheint.
Rechtspopulistische Parteien wie die AfD dagegen sind ein Sammelsurium unterschiedlichster Meinungen und Haltungen, welche gelegentlich mit ideologischen Versatzstücken gekoppelt werden, ohne aber jemals eine weltanschauliche Geschlossenheit zu erreichen. Das Stichwort in der Fachliteratur ist "thin-centred-ideology". Der Link von @Cloud Strife verdeutlicht dies, da dort schön aufgezeigt wird, dass es nationalsozialistische, verschwörungstheoretische und klimaskeptische Strömungen in der zukünftigen AfD-Bundestagsfraktion gibt.
 
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