AVALON - SPIEL UM DEIN LEBEN
In naher Zukunft:
Das illegale, weil das Gehirn des Spielers angreifende, Virtual-Reality Kriegsspiel Avalon ist der Hit bei allen Zockern,
um dem tristen Alltag zu entfliehen.
Wer gut genug ist, kann Geld mit seinen im Spiel erreichten Punkten verdienen, so dass sich auch Teams gebildet haben,
die ausschließlich darauf aus sind, ganze Levels zu beherrschen und gegnerische Spieler zu töten.
Ash, eine junge Einzelspielerin, erfährt von dem geheimen Level "Special A" im Spiel, den sie unbedingt erreichen will-
obwohl man sagt, dass noch kein Spieler von dort zurückgekommen ist.
Im laufe des weiteren Spiels geschehen seltsame Dinge-
es beginnt mit einer Zeitverschiebung, die den Tod von Ash's Spielfigur zur folge hat,
und als sie sich wieder einloggt weiß bald keiner mehr, ob Ash nun im Spiel, in der Realität-
oder nur in einer Halluzination,
von einem Hirnschaden durch die Reizüberflutung des Spiels hervorgerufen, steckt...
Ist Avalon wirklich nur ein Spiel- oder steckt mehr dahinter?
Dieser polnische Film, 2001 gedreht vom japanischem Regisseur Mamoru Oshii,
welcher bis dahin lediglich Erfahrungen mit Animes gemacht hat,
kommt völlig ohne bekannte Schauspieler aus, allerdings wurden alle Figuren gut ausgewählt und passen in ihre Rollen.
Hinzu kommt eine unverbrauchte Grundstory, die sich zwar diverser anderer Filme und Bücher bedient,
aber doch insgesamt eigenständig und einfach anders daherkommt.
Auch der durchgehend verwaschene, dreckig-braune Look des Films passt zur trostlosen Zukunftsvision,
die man hier vorgesetzt bekommt, ebenso der passende Soundtrack.
Technisch gesehen kann man hier nicht meckern, was logischerweise auch daran liegt,
dass die Digital eingefügten Kampfszenen nun mal ein Teil des virtuellen Spieles sind.
Wenn man sich auf den recht eigenwilligen Look des Films einlassen will,
und zudem vielleicht noch Interesse an Computergames hat, sollte man ruhig mal ein Auge riskieren.
Man darf nur keinen reinen Actionfilm erwarten, die Story steht hier überraschenderweise klar im Vordergrund.
8/10
ASSAULT GIRLS
Das Virtual Reality-Spiel "Avalon" wurde über die Jahre weiterentwickelt, und ist mittlerweile in Stufe "F" angekommen.
Hier spielen aktuell 4 Einzelgänger, 3 Frauen und 1 Mann, in einer Endzeitwelt gegen riesige Monsterwürmer in einer Wüste.
Der letzte Gegner, ein deutlich stärkerer Sandwurm, ist allerdings alleine nicht zu schlagen- so dass sich die drei Spielerinnen verbünden.
Dummerweise hat der "Jäger", der einzige Mann im Spiel, die stärkste Waffe von allen.
Können die drei "Assault Girls" den von sich selbst überzeugten "Jäger" überreden ihnen zu helfen?
Mamoru Oshii hat 2009 eine Quasi-Fortsetzung zu seinem Avalon gedreht, welche ebenfalls dort spielt- allerdings im Nachfolger "Avalon F".
Wie schon im Vorgänger hat man auch hier auf eher unbekannte Gesichter gesetzt, welche aber überzeugend rüberkommen.
Allerdings hat man den eh schon ruhigen Erzählstil von Avalon hier auf die Spitze getrieben, Actionszenen gibt es eher selten.
Übertrieben lange Kamerafahrten, und lange Szenen ohne Dialoge oder Kampfhandlungen bestimmen große Teile des Films.
Die Digitalen Tricks erfüllen ihren Zweck, sollen ja auch ein Spiel darstellen- und nicht die Realität.
In "Avalon F" regieren allerdings generell eher hellere und vor allem Blautöne,
der dreckig-braune Stil von "Avalon" ist weitgehend verschwunden.
Trotz der sehr kurzen Laufzeit von nur knapp über einer Stunde kommt der Film einem länger, weil streckenweise langweilig vor-
und das mehr oder weniger offene Ende (samt lächerlich kurzem Showdown-Kampf gegen den Endgegner-Sandwurm)
lässt den Zuschauer erst recht unbefriedigt zurück.
"Assault Girls" Kann man sich mal ansehen, kommt aber bei weitem nicht an den Vorgänger heran. Schade.
4/10