Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Politiktalk - immer aktuell informiert...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Das ist falsch, früher gab es in Afrika weniger Menschen und trotzdem haben mehr an Unterernährung gelitten.
Die Sterblichkeitsrate ist geringer, die Bildung besser und viele Regionen in Afrika boomen extrem.

Es ist nur alarmierend, dass eben immer noch so viele Menschen an Hunger sterben und keine Chance im Leben bekommen.
Das liegt zu einem nicht geringem Teil an der Politik in den Staaten selbst, richtig.
Aber auch unsere Politik ist nicht immer hilfreich und zumindest wir sollten so informiert sein, dass wir auch selbst unseren Teil dazu Beitragen können.

Ich nehme gerne jeden Monat einen Betrag in die Hand und spende ihn.
Oder verschenke nicht mehr die zehnte Krawatte oder Parfum, sondern verschenke eine Spende (kann dann schön gekoppelt werden an verschiedene Hilfsprojekte) oder eine Patenschaft oder werde selbst Pate.

Alles ist besser, als untätig zu sein oder (ich weiß, dass es böser klingt, als du es meinst) den Menschen zu sagen, sie sollen halt keine Kinder mehr bekommen.

du hast aber auch die Zahlen gelesen, wie enorm Afrika in Zukunft wachsen wird?
und klar soll man nicht untätig sein aber es muss ja auch mal ein Plan entwickelt werden was auf Lange Sicht getan werden kann.
Ich will (und kann) ja auch kein verbieten Kinder zu bekommen, ich hab ja gesagt, ich versteh es nur nicht. Das ist auch absolut nicht böse gemeint (hast du mir ja auch nicht unterstellt, ich wollts nur unterstreichen).
 
@CandleWaltz Mal ein Beispiel:
Südafrika ist sicher eines der Länder, denen es besser geht und hat trotzdem extreme Probleme in Sachen Bildung und Arbeitslosigkeit. Auch dort gibt es starke stimmen, die kritisieren, dass man viel zu viele Kinder in die Welt setzt, für die Möglichkeiten, die man dort hat.

Es wird bspw. Geplant, im Tourismus 1 Mio Arbeitsplätze in 10 Jahren zu schaffen. Dummerweise wächst die Bevölkerung in diesen Zeitraum aber so stark an, dass man eigentlich 1,5 mios bräuchte.
 
ich hab das nicht als Vorwurf ausgedrückt, ich verstehe es nur einfach nicht.
Ich denke, dass kann keiner von uns.
Der Mensch wird aber nie aufs Kinderkriegen verzichten, Reproduktion ist (wenn man es runterbricht) der einzige wirkliche (biologische) Sinn des Lebens, bei jedem Lebewesen.
Ob es nun in armen Regionen der Welt ist, in Kriegsgebieten oder sonst wo, der Mensch wird sich immer fortpflanzen.
du hast aber auch die Zahlen gelesen, wie enorm Afrika in Zukunft wachsen wird?
und klar soll man nicht untätig sein aber es muss ja auch mal ein Plan entwickelt werden was auf Lange Sicht getan werden kann.
Ich will (und kann) ja auch kein verbieten Kinder zu bekommen, ich hab ja gesagt, ich versteh es nur nicht. Das ist auch absolut nicht böse gemeint (hast du mir ja auch nicht unterstellt, ich wollts nur unterstreichen).
Eben, da müsste man ansetzen. Hilfen verbessern, unsere Politik verbessern, die Etats für Entwicklungshilfe erhöhen etc.
Da gehen halt auch bei mir alle Lichter aus, wenn ich Äußerungen von Trump lese ("Wir müssen die Afrikaner loswerden, wenn ich Präsident werde"; "Die sind überall. Warum können sie nicht zuhause bleiben? Sie klauen ehrlichen, hart arbeitenden Amerikanern die Jobs, und ihre Regierungen sind alle korrupt!") und er gleichzeitig die Hilfen kürzen will, gerade in einer Situation, wo wieder Hunderttausende von einer Dürre bedroht sind.
 
@CandleWaltz Mal ein Beispiel:
Südafrika ist sicher eines der Länder, denen es besser geht und hat trotzdem extreme Probleme in Sachen Bildung und Arbeitslosigkeit. Auch dort gibt es starke stimmen, die kritisieren, dass man viel zu viele Kinder in die Welt setzt, für die Möglichkeiten, die man dort hat.

Es wird bspw. Geplant, im Tourismus 1 Mio Arbeitsplätze in 10 Jahren zu schaffen. Dummerweise wächst die Bevölkerung in diesen Zeitraum aber so stark an, dass man eigentlich 1,5 mios bräuchte.
Und was soll man machen? Wir bekommen zu wenige Kinder.
Ich sage ja nicht, dass das kein Problem ist, natürlich ist Überbevölkerung problematisch.

In erster Linie ging es mir ja aber darum zu zeigen, dass es im Jahr 2017 einfach widerwärtig ist, wenn Hunderttausende vom Tod bedroht sind und man aus den Jahren zuvor (2011 z.B.) nur wenig gelernt hat, obwohl Hilfe theoretisch mit relativ wenig Mitteln gewährleistet werden könnte.
 
Und was soll man machen? Wir bekommen zu wenige Kinder.
Ich sage ja nicht, dass das kein Problem ist, natürlich ist Überbevölkerung problematisch.

In erster Linie ging es mir ja aber darum zu zeigen, dass es im Jahr 2017 einfach widerwärtig ist, wenn Hunderttausende vom Tod bedroht sind und man aus den Jahren zuvor (2011 z.B.) nur wenig gelernt hat, obwohl Hilfe theoretisch mit relativ wenig Mitteln gewährleistet werden könnte.
Ich glaube du missverstehst mich. Ich will die gar nicht entgegen argumentieren, sondern nur darlegen, dass das Thema Bevölkerung auch ihn den reicheren/besseren Ländern ein Problem ist und da noch viel passieren muss.

Allen voran müssen eben auch dort die Korruption bekämpft und die Bildung gefördert werden. Und da sind ( und da bin ich voll auf deiner Linie) eben auch wir als westliche Wohlstandsländer gefragt.
 
Ich denke, dass kann keiner von uns.
Der Mensch wird aber nie aufs Kinderkriegen verzichten, Reproduktion ist (wenn man es runterbricht) der einzige wirkliche (biologische) Sinn des Lebens, bei jedem Lebewesen.
Ob es nun in armen Regionen der Welt ist, in Kriegsgebieten oder sonst wo, der Mensch wird sich immer fortpflanzen.
Eben, da müsste man ansetzen. Hilfen verbessern, unsere Politik verbessern, die Etats für Entwicklungshilfe erhöhen etc.
Da gehen halt auch bei mir alle Lichter aus, wenn ich Äußerungen von Trump lese ("Wir müssen die Afrikaner loswerden, wenn ich Präsident werde"; "Die sind überall. Warum können sie nicht zuhause bleiben? Sie klauen ehrlichen, hart arbeitenden Amerikanern die Jobs, und ihre Regierungen sind alle korrupt!") und er gleichzeitig die Hilfen kürzen will, gerade in einer Situation, wo wieder Hunderttausende von einer Dürre bedroht sind.

Klar muss man die Hilfen verbessern aber selbst den Ländern denen es ja wirklich ganz gut ging und die auf einem guten Weg waren (Somalia, Kongo, etc.) sind nun größtenteils wieder GANZ unten.
Ich glaub den Kontinent kann man einfach nicht retten....
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar muss man die Hilfen verbessern aber selbst den Ländern denen es ja wirklich ganz gut ging und die auf einem guten Weg waren (Somalia, Kongo, etc.) sind nun größtenteils wieder GANZ unten.
Ich glaub den Kontinent kann man einfach nicht retten....
So schwarzmalerisch würde ich das ganze nicht sehen, der Kontinent war schon wesentlich schlechter dran.
Europa als Kontinent der Kriege hat es ja auch irgendwann hinbekommen, sich nicht ständig gegenseitig die Köpfe einzuschlagen.

Patentrezepte kann ich natürlich nicht liefern, dazu hab ich viel zu wenig Kenntnisse über die Vielschichtigkeit der Probleme der einzelnen Staaten und Regionen und auch der Politik dort.
Ich kann nur fordern und dazu aufrufen, was z.B. Hilfsorganisationen fordern und umgesetzt sehen wollen oder selbst umsetzen und dafür werben, auch im Kleinen was dafür zu tun.

Ein paar Leute konnte ich schon davon überzeugen, Spenden zu verschenken und wenn nur einem Menschen oder einem Tier dadurch geholfen ist, hat es sich schon gelohnt.
 
Es ist ja immer noch so, dass viele Hilfsorganisationen die Afrikaner zu einem Leben des Bettelns erziehen. Lebensmittellieferungen bringen mal gar nix, weil das dann einfach ein Fass ohne Boden ist. Und Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert nicht, weil es keine richtigen staatlichen Strukturen gibt. Aber Bevölkerungsprobleme lösen sich irgendwann immer von selbst, auf die eine oder die andere Art.
 
Gerade in den ärmsten Regionen Afrikas müssen doch quasi Kinder in die Welt gesetzt werden, damit eine Familie überhaupt überleben kann.

Das Einkommen des Vaters ist eh gering, oftmals wird ihm ein Teil des Lohns entweder durch den Arbeitgeber selbst oder durch andere "Institutionen" wieder abgenommen. Kinder werden bereits im frühen Alter arbeiten geschickt. Mädchen werden oftmals zur Prostitution gezwungen oder gleich ganz verkauft. Da darf man sich halt nicht fragen, warum Kinder in die Welt gesetzt werden.

Ich hab da mal eine lange Reportage darüber gesehen. Teilweise (war es zumindest mal so) werden in Afrika europäische Lebensmittel günstiger angeboten als einheimische Bauern es anbieten können. Dadurch entfallen da Einnahmen. Aber da verdienen hier halt Firmen dran.

Ganz allgemein hängt wohl an ziemlich vielen Produkten afrikanisches Kinderblut.
 
http://www.faz.net/aktuell/gesellsc...swachstum-in-afrika-wird-es-eng-13725733.html
Die Projektionen der UN fußen auf der Annahme, dass die durchschnittliche Fertilität in den Entwicklungsländern von heute 2,5 Kindern pro Frau auf zwei Kinder im Jahr 2100 sinkt. Das geschieht jedoch nur, wenn Frauen und Jugendliche in den Entwicklungsländern besseren Zugang zu sexueller Aufklärung und freiwilliger Familienplanung erhalten. Das sei keineswegs garantiert, sagte Bähr: „Jedes Jahr werden nach wie vor 74 Millionen Frauen und Mädchen in den Entwicklungsländern ungewollt schwanger - unter anderem, weil sie nicht verhüten können.“ Familienplanung sei aber ein Menschenrecht und gleichzeitig ein wirksames Instrument zur Linderung der Armut. Es würde 9,4 Milliarden Dollar kosten, den Mädchen und Frauen in den Entwicklungsländern Verhütung zu ermöglichen - zur Zeit werde aber nicht einmal die Hälfte in Verhütungsmittel, Personal und Gesundheitssysteme investiert. „Auch die Bundesregierung muss sich hier stärker finanziell einbringen“, sagte Bähr.
 
Kann mir mal einer erklären, welchen Sinn diese starren 2% Rüstungsetat gemessen am BIP haben sollen?

Ich meine, was das für ein Land wie Deutschland an Mehrausgaben für Kriegsgerät bedeuten würde (und was vor allem unsere Nachbarn darüber denken könnten, wenn Deutschland massiv in Aufrüstung investieren würde...) hat man ja gehört. Unrealistisch.

Aber welcher Zweck soll in Europa dahinter stecken? Sind wir Europäer nicht ein Zusammenschluss von Staaten, auch um unsere Stärken und Kräfte zu bündeln? Es wird doch nie einen Krieg Deutschland vs. Russland geben. Oder Frankreich vs. China.

Würde es im Sinne der NATO nicht viel mehr Sinn ergeben, wenn jedes europäische Land Kernkompetenzen zugeordnet bekämme (für den NATO-Fall) und die gewährleistet sein müssen?

Deutschland macht Aufklärung und meinetwegen Panzer, Frankreich stellt Jets zur Verfügung, und so weiter.

Ich meine, dass Trump keine Ahnung davon hat, ist mir klar. Aber es ist doch nicht im Sinne der NATO, wenn jedes Land einfach nur eine %-Zahl X an Geld investiert. :?
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben