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Dark Souls - Prepare to Die Edition (PC)
Oder: Die Lust am Sterben.
Denn man stirbt oft, sehr oft. Manchmal unverdient, meistens verdient. Ok, eigentlich stirbt man nur verdient.
Sterben könnte bei dem ein oder anderen (je nach Rage-Potenzial) auch das Gamepad, oder der Monitor oder man selbst durch einen Herzinfarkt, weil man einfach wieder kein Land sieht, zum xten Mal die selbe Stelle probiert und es nicht gebacken bekommt, man ab und zu einfach keinen Ausweg weiß und sich am Liebsten in die selige Kindheit zurücksehnt, um sich in Mamas warmen Schoß kuscheln zu können um den Schmerz und die Wut, die Dark Souls in einem erzeugt zu vergessen.
Dieses "Problem" (welches keines ist, sondern essentieller Bestandteil) löst sich aber von selbst, wenn man sich auf diese Mechanik einlässt.
Noch nie habe ich mich in ein Spiel so verbissen und mich versucht zu verbessern, Gegner zu beobachten, mich selber zu beobachten um daraus dann Schlüsse zu ziehen.
Ist der Gegner gegen etwas anfällig, wie kann ich die Umgebung nutzen, welches Muster lässt sich erkennen und wie reagiere ich am Besten darauf um am Ende als glorreicher Sieger vom Felde zu ziehen.
Und daraus zieht das Spiel seine Magie und seinen Zauber. Es ist einfach nur lustvoll (und wie), nach zig versuchen einen Gegner zu legen, jederzeit zu spüren, wie stark (oder schwach) man ist oder zu denken glaubt.
Diesen Schub an Glücks- und Erfolgsgefühlen konnte mir bis dato kein Spiel so wirklich bieten (von kompetitiven Sportspielen mal ausgenommen).
Natürlich weiß ich, dass ich hier nichts neues erzähle, so viele haben Dark Souls gespielt und kennen sich bestens damit aus.
Mir geht es genau um die Leute, die bisher vor Dark Souls zurückschreckten, so wie ich einst.
Ich fand die Mechanik und die Formel eigentlich recht interessant, das (Art-)Design sowieso, nur der Schwierigkeitsgrad und der Frust haben immer dazu geführt, es sein zu lassen.
Tut es. Kauft euch das Spiel und probiert es aus.
Denn das für mich entscheidende an Dark Souls ist, dass es fair ist.
Ich konnte zu keiner Sekunde dem Spiel die Schuld geben für mein Versagen, es war immer ich, der unvorsichtig war, nicht richtig überlegt hat oder einfach unkonzentriert an einen Gegner ran ging.
Und dann fällt es (zumindest mir) nicht schwer, konsequent zu "arbeiten" und mich zu verbessern, es macht trotz allem einen riesen Spaß.
Das merkt man spätestens bei einem erneuten Run, in dem man die ersten zwei, drei Bosse ohne große Mühen im ersten Versuch legt und sich durch Gegner nur so easy durchschnetzelt. Man merkt den Fortschritt und das besser Werden, einfach großartig.
9/10
Ganz vergessen, wer sich mehr dafür interessiert, dass Dark Souls genau so sein muss, wie es ist, empfehle ich folgendes Video: