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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Nope, da hast du Recht. Ein funktionierender Rechtsstaat bedeutet, bestehende Gesetze und Strafmaße anzuwenden und das wird viel zu selten getan.
Irgendein hoher Staatsanwalt kam auch noch zu Wort und bezeichnete es als Farce.....
Lest euch das Ganze mal durch oder schaut euch den Bericht an. Dann versteht ihr das Unverständnis von Snowmans und meiner Seite.
mir ist nicht ganz klar, wieso du der meinung bist das besser beurteilen zu können, als studierte richter, die die details der fälle kennen.
 
Die Urteilsbegründung wurde gezeigt oder einzelne Sätze daraus, die evtl. aus dem Kontext gerissen wurden, denen seitenlange Ausführungen vorangingen?

Wie gesagt: Ich schreibe das wertfrei, da mich der Fall nicht tangiert. Es kann natürlich vorkommen, dass ein Richter den Fall so auslegt, dass er zu einem lascheren Urteil kommt als ein Kollege. Und natürlich treffen Richter auch Fehlentscheidungen. Es geht mir nur darum, nicht einen vermutlich komplex gelagerten Fall, in dem etliche Experten und Zeugen gehört wurden, durch einen Beitrag in einem sehr tendenziösen Boulevard-Magazin zu beurteilen und daraus gleich allgemein Rückschlüsse auf einen vermeintlich defizitäre Rechtsstaat zu ziehen.

Und zum Konsum: Das ist eben keine Straftat. Das Konsumieren von Rauschgiften steht in Deutschland nicht unter Strafe, sondern nur der Besitz, Verkauf, Herstellung etc. Der Konsum ist absichtlich ausgenommen.
 
Die Urteilsbegründung wurde gezeigt oder einzelne Sätze daraus, die evtl. aus dem Kontext gerissen wurden, denen seitenlange Ausführungen vorangingen?

Wie gesagt: Ich schreibe das wertfrei, da mich der Fall nicht tangiert. Es kann natürlich vorkommen, dass ein Richter den Fall so auslegt, dass er zu einem lascheren Urteil kommt als ein Kollege. Und natürlich treffen Richter auch Fehlentscheidungen. Es geht mir nur darum, nicht einen vermutlich komplex gelagerten Fall, in dem etliche Experten und Zeugen gehört wurden, durch einen Beitrag in einem sehr tendenziösen Boulevard-Magazin zu beurteilen und daraus gleich allgemein Rückschlüsse auf einen vermeintlich defizitäre Rechtsstaat zu ziehen.

Und zum Konsum: Das ist eben keine Straftat. Das Konsumieren von Rauschgiften steht in Deutschland nicht unter Strafe, sondern nur der Besitz, Verkauf, Herstellung etc. Der Konsum ist absichtlich ausgenommen.
Exakt.
Völlig losgelöst von dem Fall finde ich es nicht gut, dass ein Drogenkonsument ein schlechter Mensch sein soll, der bei Straftaten deswegen höher bestraft werden soll. Nur aus dem Grund, da er Drogen konsumiert.
 
http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Bewaehrungsstrafe-fuer-Todesfahrer-_arid,1354450.html

lest es selbst, schaut den Beitrag, aber was sollen wir hier diskutieren wenn ihr völlig blind reinredet?
Ja, den Artikel hab ich gelesen. Den AKTE-Beitrag schau ich mir definitiv nicht an, Gründe stehen oben.

Und der Artikel berichtet sehr nüchtern und sachlich über einen Kerl, der aufgrund unangepasster Fahrweise eine Frau getötet hat und dafür verurteilt wurde. Und ich bin kein Richter und habe sicher nicht die Fachkompetenz dafür, zu beurteilen, ob er objektiv (!!) und nach geltender Rechtslage (!!) korrekt geurteilt hat, Emotionen ganz ausgenommen, da die in einem Gerichtsurteil nix verloren haben.

Und nochmal: Es geht mir (und ich denke auch den anderen) darum, dass es Schwachsinn ist, aus einem durch den Boulevard emotionalisierten Einzelfall das gesamte Rechtssystem unseres Staates zu diskreditieren.
 
http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Bewaehrungsstrafe-fuer-Todesfahrer-_arid,1354450.html

lest es selbst, schaut den Beitrag, aber was sollen wir hier diskutieren wenn ihr völlig blind reinredet?
du behauptest allgemein, dass bestehende gesetze und strafmaße in diesem land viel zu selten angewendet würden. dafür brauche ich mir diesen einzelfall nicht anzusehen, um deine qualifikation das entsprechend beruteilen zu können in frage zu stellen.

versteh das nicht falsch, ich will dir weder was böses, noch dich angreifen. ich verstehe auch, dass es durchaus fälle gibt, die einem als zu lasch beruteilt vorkommen. aber wir sind nunmal alle keine fachleute. um das aufzuarbeiten gibt es richter, anwälte und sachverständige. liegen die immer richtig? nein, das wäre schön, wenn wenigstens die keine fehler machen würden. am ende sind sie auch nur menschen. für mich gibt es aber keinen grund, das ganze rechtssystem in frage zu stellen, ihnen zu misstrauen und gleich vorschreiben zu wollen, wie sie ihren job zu machen haben. dafür bin ich schlicht nicht qualifiziert.
 
Ja, den Beitrag hab ich gelesen. Den AKTE-Beitrag schau ich mir definitiv nicht an, Gründe stehen oben.

Und der Beitrag berichtet sehr nüchtern und sachlich über einen Kerl, der aufgrund unangepasster Fahrweise eine Frau getötet hat und dafür verurteilt wurde. Und ich bin kein Richter und habe sicher nicht die Fachkompetenz dafür, zu beurteilen, ob er objektiv (!!) und nach geltender Rechtslage (!!) korrekt geurteilt hat, Emotionen ganz ausgenommen, da die in einem Gerichtsurteil nix verloren haben.

Und nochmal: Es geht mir (und ich denke auch den anderen) darum, dass es Schwachsinn ist, aus einem durch den Boulevard emotionalisierten Einzelfall das gesamte Rechtssystem unseres Staates zu diskreditieren.

Nunja, die Gerichtssprecherin hat bestätigt das die Verhandlung aus genannten Gründen mehrmals verschoben werden musste. Das steht z.b. nicht in dem Beitrag. Boulevard hin oder her, das ist nunmal Fakt.
 
Nunja, die Gerichtssprecherin hat bestätigt das die Verhandlung aus genannten Gründen mehrmals verschoben werden musste. Das steht z.b. nicht in dem Beitrag. Boulevard hin oder her, das ist nunmal Fakt.
Ja, und weiter? Natürlich ist das ein Fakt^^
Macht Sinn, dass man einen Gerichtstermin nicht durchführt, wenn der Angeklagte gerade nicht fähig ist, der Verhandlung beizuwohnen, oder?
Das macht den Konsum von Kokain aber immer noch nicht strafbewehrt und hat auch immer noch nix mit dem Delikt an sich zu tun, für das das Urteil gesprochen wurde.

Wie gesagt: Evtl. gabs dafür ein Bußgeld. Aber das ist keine Straftat und ist auch vom zu verhandelnden Fall losgelöst zu betrachten. Denn ob er Jahre nach der Tat Kokain konsumiert, hat keinerlei Einfluss darauf, wie hart die Strafe für den Tötungsdelikt zu sein hat.

Und ich wills nochmal betonen: Mir geht es nicht um Schönrederei oder Täterschutz oder was auch sonst immer in den Raum geworfen wird. Mir geht es nur um eine objektive Betrachtung des Falles und darum, von Einzelfällen nicht gleich auf den Rechtsstaat an sich einzukloppen.

Das der Täter ein Arschloch ist, steht wohl nicht zur Debatte. In meinen Augen ist JEDER ein Arschloch, der mit 90 durch ne 50er-Zone rast. Aber Arschlochsein steht eben auch nicht unter Strafe.
 
und falls ihm seine tat so nahe geht, dass er sich nur mit betäubung zu helfen weiß, dann sieht man zumindest reue und dass ihm das nicht scheißegal ist. das ist dann möglicherweise sogar förderlich für die sozialprognose.
 
Ja, und weiter? Natürlich ist das ein Fakt^^
Macht Sinn, dass man einen Gerichtstermin nicht durchführt, wenn der Angeklagte gerade nicht fähig ist, der Verhandlung beizuwohnen, oder?
Das macht den Konsum von Kokain aber immer noch nicht strafbewehrt und hat auch immer noch nix mit dem Delikt an sich zu tun, für das das Urteil gesprochen wurde.

Wie gesagt: Evtl. gabs dafür ein Bußgeld. Aber das ist keine Straftat und ist auch vom zu verhandelnden Fall losgelöst zu betrachten. Denn ob er Jahre nach der Tat Kokain konsumiert, hat keinerlei Einfluss darauf, wie hart die Strafe für den Tötungsdelikt zu sein hat.

Und ich wills nochmal betonen: Mir geht es nicht um Schönrederei oder Täterschutz oder was auch sonst immer in den Raum geworfen wird. Mir geht es nur um eine objektive Betrachtung des Falles und darum, von Einzelfällen nicht gleich auf den Rechtsstaat an sich einzukloppen.

Das der Täter ein Arschloch ist, steht wohl nicht zur Debatte. In meinen Augen ist JEDER ein Arschloch, der mit 90 durch ne 50er-Zone rast. Aber Arschlochsein steht eben auch nicht unter Strafe.

Anscheinend lenkt die Justiz aber selbst ein und merkt das die Urteile zu lasch sind.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/raser-prozesse-wenn-das-auto-zur-mordwaffe-wird-1.3296447

Also scheint ja doch etwas schief zu laufen, was sich Gott sei Dank langsam zu korrigieren scheint. Ändert aber nichts daran, das dieses "Die Justiz wird schon Recht haben" immer leicht zu sagen ist.
 
und falls ihm seine tat so nahe geht, dass er sich nur mit betäubung zu helfen weiß, dann sieht man zumindest reue und dass ihm das nicht scheißegal ist. das ist dann möglicherweise sogar förderlich für die sozialprognose.

Anscheinend wars auch förderlich, das er seinen Führerschein wieder bekommt.... noch so ne Farce. Bei jedem Mückenschiss kann einem die Eignung zum Fahren eines PKW aberkannt werden aber Kokainkonsum gehört anscheinend nicht dazu.
 
Es besteht natürlich ein Zusammenhang. Wenn das Volk immer mehr nach härteren Strafen ruft, wird es irgendwann auch härtere Strafen geben. Ist nur die Frage, wem das (mehr) nützt.
 
Anscheinend lenkt die Justiz aber selbst ein und merkt das die Urteile zu lasch sind.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/raser-prozesse-wenn-das-auto-zur-mordwaffe-wird-1.3296447

Also scheint ja doch etwas schief zu laufen, was sich Gott sei Dank langsam zu korrigieren scheint. Ändert aber nichts daran, das dieses "Die Justiz wird schon Recht haben" immer leicht zu sagen ist.
Niemand sagt hier "die Justiz wird schon Recht haben" :skep:
Sondern nur, dass wir hier alle sicherlich nicht geeigneter sind als ein Richter, um den Sachverhalt zu beurteilen und dass es Aufgabe der Justiz ist, frei von Emotionen zu urteilen. Und wie gesagt sind Boulevardmedien der Springerpresse wie AKTE sicherlich NICHT frei von Emotionen und Tendenzen...

Und in dem Artikel steht was davon, dass das Strafrecht für solche Fälle verschärft werden soll (bzw. es gibt Forderungen) und nicht, dass die Justiz einlenkt... Würd ich aber auch begrüßen, da imo jede Menge Vergehen im Straßenverkehr mit zu laschen Strafen/Bußgeldern bewehrt sind.
Aber solange das nicht passiert ist, muss sich die Justiz an die JETZT geltenden Vorschriften halten und nicht einfach härter durchgreifen. Gewaltenteilung zwischen Judikative und Legislative und so...
 
Gib doch mal einen Link zu der Sendung, man hat ja auch gar keine Quelle angegeben.

hab ich doch hier:

Die Urteilsbegründung wurde ja auch gezeigt. Eben das eine positive Prognose vorliegt weil er seit 3 Jahren nicht mehr straffällig in Erscheinung getreten ist, eben bis auf den Kokainkonsum :ugly:

könnt ihr euch ja gerne mal hier ansehen.

http://www.sat1.de/tv/akte/video/20...des-raser-keine-gerechtigkeit-fuer-jenny-clip
 
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