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MOVIE Der-zuletzt-gesehen-Thread!

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Doch, ein paar. Hat mir gereicht :grins:

giphy.gif
 
Der New Yorker bringt es für mich ganz gut rüber.

Die letzten Sätze, fast schon böse, aber passend.
There’s nothing in the film to indicate that Andrew has any originality in his music. What he has, and what he ultimately expresses, is chutzpah. That may be very helpful in readying Andrew for a job on television. “Whiplash” honors neither jazz nor cinema; it’s a work of petty didacticism that shows off petty mastery, and it feeds the sort of minor celebrity that Andrew aspires to. Buddy Rich. Buddy fucking Rich.
 
Tut mir wirklich leid, dass manche den Film (zurecht) einfach nicht gut und völlig flach und unrealistisch finden.
Wenn er anderen sehr gut gefällt, ist das doch wunderbar. Alles cool. :)
 
Whiplash eben beendet.

Puh, wirklich überzeugen konnte mich der Film keineswegs, die Lobeshymnen hier im Forum kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen.

Ich komme erstmal zu den positiven Dingen.
Die Bild- und Tonsprache ist sehr schön umgesetzt. Blut und Schweiß als Metapher zur harten und aufopferungsvollen Arbeit zieht sich durch den kompletten Film. Der Musik kann ich sowieso viel abgewinnen, auch wenn es sich auf wenig abwechselndes und nichts außergewöhnliches oder besonders spannendes beschränkte.
Verständlich aber, fürs Massenpublikum muss noch alles im Rahmen bleiben und nicht überfordernd sein.
Die schauspielerische Leistung war absolut ok, nichts zum Fremdschämen und nicht auf der kompletten overacting-Schiene.

Was mich aber sehr gestört hat ist die absolut vorhersehbare Geschichte, leider kann sich auch Chazelle nicht von der altbekannten Hollywood-Formel lösen. Sehr schade.
Wir haben klassischerweise unseren Protagonisten (Andrew) und unseren Antagonisten (Fletcher).
Der eine klein, der andere groß. Der Kleine wird größer, der größere sieht darin Bewunderung/Bedrohung.
Der Große scheitert in Teilen, der Kleine scheitert in Teilen, doch strebt nach Großem, um natürlich den Größeren zu übertrumpfen.
Der Große und der Kleine finden eine gemeinsame Basis.
Der Kleine versucht den Großen auszutricksen, der Große gelingt ein guter Konter, doch der Kleine weiß sich am Ende durchzusetzen.
Und eine kleine Romanze darf natürlich auch nicht fehlen.
Ich habe noch kurz überlegt, direkter auf die Story einzugehen, aber ich merke beim Schreiben gerade selber, dass dies absolut unnötig ist.

Hier gäbe es so viel Spielraum, mit dem Drehbuch und Dingen zu spielen und zu experimentieren.
Vergebens, es wurde die klassische Drehbuchformel benutzt, die zu fast 100% im Hollywood-Kino zu finden ist.
Das macht den Film vorhersehbar, langweilig, es fehlt der Kitzel, der tiefere Sinn und allgemeine tiefe in der Handlung.

5/10

Man kann die Handlung wirklich relativ exakt auf diese Drehbuch-Formel runterbrechen.
Ich habe ja verzweifelt nach "mehr" gesucht, irgendeiner Tiefe, an die ich mich klammern könnte, aber da kam einfach nichts.

Das ist ja nicht mal schlecht, aber für meinen persönlichen Geschmack einfach langweilig und ermüdend.

Man kann deine Beiträge wirklich relativ exakt auf diese Gif-Formel runterbrechen:

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Zuletzt bearbeitet:
Man kann die Handlung wirklich relativ exakt auf diese Drehbuch-Formel runterbrechen.
Ich habe ja verzweifelt nach "mehr" gesucht, irgendeiner Tiefe, an die ich mich klammern könnte, aber da kam einfach nichts.

Das ist ja nicht mal schlecht, aber für meinen persönlichen Geschmack einfach langweilig und ermüdend.

Sorry, aber nein.

Der eine klein, der andere groß. Der Kleine wird größer, der größere sieht darin Bewunderung/Bedrohung.

Worin sieht Fletcher denn eine Bedrohung?
Es geht doch gar nicht um den Kampf der beiden gegeneinander.
Es geht um
einen jungen Mann, dessen Ziel es ist, einer der größten Jazz-Schlagzeuger überhaupt zu werden. Der darin immer besessener wird, zum Arschloch mutiert, seine Freundin abschießt, weil sie ihn irgendwann in der Zukunft ja doch nur bremsen würde, der keinerlei Rücksicht auf irgendwas mehr nimmt. Nicht mal die eigene Gesundheit. Im Grunde alles Menschliche an und in sich verleugnet. Um "es" zu schaffen.
Fletcher ist der gnadenlose Antreiber, davon besessen, ein neues Jazz-Wunder, einen neuen Charlie Parker zu finden. Und dazu ist ihm wiederum jedes Mittel recht. Bei Andrew und allen anderen sieht er dieses absolute Ausnahmetalent nicht. Zumindest nicht genug. Also reizt er seine Schüler (nicht nur Andrew übrigens. Alle.) im wahrsten Sinne des Wortes bis aufs Blut. Mit heftigsten Methoden, die beim einen oder anderen bitterste Konsequenzen hatten bzw. haben.
Fletchers Besessenheit wird diesem letztlich zum Verhängnis, er verliert seinen Job durch Andrews Aussage, was er diesem im Showdown dann heimzahlen will. Doch nach der erfolgreichen Demütigung dreht Andrew den Spieß um. Und jetzt, im fulminanten Finale, sieht auch Fletcher die Genialität seines Spiels.

Im Grunde also geht es darum, was man alles tut und was man alles bereit ist aufzugeben, um sein Ziel zu verwirklichen. Es geht um Besessenheit, um menschliche Abgründe, um Zerstörung und Selbstzerstörung.

Das ist so vieles mehr als Drehbuch nach Schema F.

Edit: Und klar kannst du den Film scheiße finden. Geschmäcker sind verschieden.

Du hast nur den Inhalt in einer Art wiedergegeben, die Whiplash meiner bescheidenen Meinung nach in keinster Weide gerecht wird.
 
Doch, der Film ist klassisches Schema F und nach der Lehre von Syd Field.
Eine grobe Skizze dieses Schema lässt sich hier finden. Deckt sich ziemlich und funktioniert natürlich einfach, deswegen wird diese Formel seit so vielen Jahren verwendet bei den Produktionen aller größeren Studios.
Ohne diese Formel wird ein eingereichtes Drehbuch sofort abgelehnt.

Gerade das, was du in deinem Spoiler schreibst, lässt sich darauf anwenden.

Und ohne großartig darauf eingehen zu wollen: Ja, ich finde das durchaus langweilig.
Nicht nur aus dem Grund heraus, dass es relativ realitätsfern ist und das setze ich bei einem derartigen Film einfach voraus, da will ich keine Kompromisse eingehen und nur aus filmischen Kniffs heraus und der Dramaturgie wegen mit Nonsens gefüttert werden.
Ach EdgeWalther ist doch nur "dagegen" weil der Film ansonsten soviel Lob hier kassiert.

Ist doch nix Neues. :)
Schwachsinn, ich hype und feiere genügend Sachen, die in aller Munde sind und sich allgemeiner Begeisterung erfreuen.

Ich sage doch sogar selber, dass wenn einem die Struktur des Hollywood-Drehbuchs zusagt und man mit nicht unbedingt akkurater Umsetzung zufrieden ist, mag der Film super sein.
Das sind eben Dinge, die ich bei jedem Film anprangern würde (und auch tue, deswegen schaue ich auch kam Filme, da diese alle nach diesem Muster gestrickt sind und mir nicht gefallen), glücklicherweise gibt es das Theater und die vielen kleinen, unabhängigen Filme, die nicht diesem Zwang unterworfen sind.

tl;dr

Am Ende soll ein Film a) unterhalten und/oder b) Neues ergründen und intellektuell herausfordern.
Und das hat der Film (für mich!) nicht getan.
 
Da sehe ich bei Whiplash gleich mehrere Punkte der "Reise", die nicht typisch in dieses Schema passen.
Aber sei's drum, da kommen wir auch nicht zusammen.
Mein Kritikpunkt lag nicht darin, dass du ein gewisses Schema kritisierst, sondern dass du die Handlung, das, worum es im Film geht, völlig falsch wiedergegeben hast.

Der Kleine wird größer, der größere sieht darin Bewunderung/Bedrohung.
Der Große scheitert in Teilen, der Kleine scheitert in Teilen, doch strebt nach Großem, um natürlich den Größeren zu übertrumpfen.
Der Große und der Kleine finden eine gemeinsame Basis.
Der Kleine versucht den Großen auszutricksen, der Große gelingt ein guter Konter, doch der Kleine weiß sich am Ende durchzusetzen.

DAS mag was auch immer sein.
Es ist jedenfalls nicht die Handlung von Whiplash.
 
Der eine klein, der andere groß. Recht offensichtlich, Andrew als kleiner, schmächtiger Student im 1. Semester mit wenig Selbstvertrauen. Fletcher mit jahrzehntelanger Erfahrung, jeder hat Angst vor ihm, er steht über allem, persönlich, musikalisch, keiner kommt an ihn heran.

Der Kleine wird größer, der größere sieht darin Bewunderung/Bedrohung. Fletcher erkennt Andrews Talent und erkennt für sich die Chance, sein "Werk", einen großen Ausnahmemusiker zu schaffen. Andrew steigt auf, vom Backup der 2. Besetzung zum Stammschlagzeuger in der 1. Besetzung. Sein Selbstbewusstsein nimmt zu (er fragt Nicole nach einem Date, wirkt selbstsicherer), er übt unnachgiebig, um sein Ziel zu erreiche und den Ansprüchen Fletchers zu genügen.

Der Große scheitert in Teilen, der Kleine scheitert in Teilen, doch strebt nach Großem, um natürlich den Größeren zu übertrumpfen. Der Große und der Kleine finden eine gemeinsame Basis. Fletchers Methoden fallen auf ihn zurück und zerstören seine Karriere an der Musikschule. Andrew trennt sich, wird später exmatrikuliert, seine Persönlichkeit fällt sehr ins Extreme, er überschreitet Grenzen und stellt sein Ziel über alles. Dennoch scheitert er. Zufälligerweise treffen sie sich in einer Bar, man erkennt, dass man eigentlich viel gemeinsam hat und es nochmal gemeinsam probieren sollte, die gegenseitige Bewunderung ist gegenwärtig. In Andrew keimt wieder die Hoffnung, einer der Größten der Großen zu werden.

Der Kleine versucht den Großen auszutricksen, der Große gelingt ein guter Konter, doch der Kleine weiß sich am Ende durchzusetzen.
Und eine kleine Romanze darf natürlich auch nicht fehlen. Klassische Szenerie, Andrew will seine Chance wahrnehmen, doch Fletcher schockt ihn mit der Information, er wisse, dass Andrew ihn verpfiffen hat. Fletcher will Andrew zerstören, so wie Andrew Fletcher zerstört hat. Doch Fletcher bekommt es mit dem "Genie" zu tun, dass er mehr oder weniger selber geschaffen hat. Andrew trickst Fletcher nicht nur aus, nein, er gibt sogar nun den Ton an, er dirigiert, er leitet, Fletcher rückt in den Hintergrund, lässt das Solo geschehen, schreitet zu keiner Zeit an, er wartet auf die Zeichen von Andrew und wird dann Teil von Andrews Band. Klassischer Rollentausch.

Natürlich nicht zu 100% akkurat, das wird es in der Realität nie sein und mein skriptmäßiges Herunterschreiben war weniger nur auf den Film bezogen, als einfach mal nur dieses Skript wiederzugeben.
Mich persönlich ödet dieser Verlauf einfach nur an, da er komplett austauschbar ist.
Damit ein Film dennoch hervorsticht aus der Masse, sollte er entweder komplett akkurat sein (was Whiplash absolut nicht ist) oder einen tieferen, intellektuellen Nerv treffen, was er für mich auch nicht tut.

Aber sei es drum, wäre ja lachhaft, hätten wir alle den gleichen Geschmack und die selben Vorlieben.
Es gibt genügend Dinge, die ich super finde und das halbe Forum sich nur kopfschüttelnd denkt, was falsch bei mir ist. :D
 
Snitch
The Rock ist einfach super, Film hat mir gut gefallen.

World War Z

Okay, absolut generischer Zombie Film, vollkommen vorhersehbar und langweilig! Hätte ich mir sparen können.. und Brad Pitt wirkt in so vielen Filmen einfach komplett deplatziert, diesem hier auch.
 
maxresdefault.jpg


Kann den Hate nicht wirklich verstehen :D Gestern gesehen und für solide "Hirn-aus-Action" befunden. Harley ist ein traum, Will macht eine gute Figur, der Pyromann ist nice und der Rest ist zweckdienlich. Habe nichts erwartet und 2 Stunden tolle Unterhaltung bekommen.

Lediglich die Ausrichtung des Jokers konnte mich nicht überzeugen, was aber zu verschmerzen ist, da diese eh keine Screentime hat. :lol:

8/10 :popcorn:
 
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