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Such dir mal ein Land das es SO schonmal hinbekommen hat....

Das altbekannte "die anderen sind nicht besser also müssen wir es auch nicht sein". In meinen Augen hat man aus verschiedensten Gründen viel zu viele Täter unbestraft gelassen. Und damit meine ich nicht das ganze deutsche Volk sondern schlichtweg Leute in höheren Positionen, seien es Politiker, Richter oder hochrangige Millitärs. Und das schlimme ist, diese haben die Aufarbeitung im Nachkriegsdeutschland entschieden mit behindert wo es nur ging [die Studentenproteste der 68er sind bspw. eine Reaktion darauf]. Natürlich wurde dennoch viel getan, und im Vergleich zu manch anderer Nation bedeutend mehr, aber mir reicht das leider nicht. Wem es reicht, der soll damit seinen Frieden machen.
 
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Mutmaßliche IS-Zelle gesprengt
Details zu Anschlagsplänen in Düsseldorf veröffentlicht

...
"Die Planung der Tat war bereits weit fortgeschritten", heißt es darin. Demnach hatten die vier syrischen Beschuldigten bereits festgelegt, dass der Anschlag an einem Freitag oder Samstag verübt werden sollte, "weil die Düsseldorfer Altstadt an diesen Tagen regelmäßig besonders belebt ist".

Nach der Darstellung in dem BGH-Beschluss sah der Plan vor, dass sich zunächst zwei Selbstmordattentäter im Stadtzentrum in parallel zueinander verlaufenden Straßen in die Luft sprengten. An den vier Ausgängen der Altstadt sollten sich je zwei Terroristen mit Kalaschnikows postieren. "Sie sollten möglichst viele flüchtende Menschen erschießen und sich nach der Entleerung ihrer Magazine schließlich ebenfalls selbst in die Luft sprengen."
...

focus.de

Erschreckender neuer Bericht des BGH, der sicherlich die politische Sicherheitsdiskussion verschärfen wird.
 
die Nürnberger Prozesse haben das im Groben schon geregelt
Bitte was?!? Die Nürnberger Prozesse waren historisch immens bedeutsam, da sie auf deutschem Boden, in der Stadt von Hitlers Reichsparteitagen, aller Öffentlichkeit Rechtsstaatlichkeit demonstriert haben.
Aber zu sagen, damit wäre der deutschen Schuld "im Groben" schon Genüge getan (juristisch, moralisch,...) ist ja der Euphemismus des Jahrhunderts.
Rückwirkend vielleicht gar ein Problem dieser Prozesse, weil alle nachfolgenden (oder auch nicht nachfolgenden) Prozesse von Nürnberg in den (historischen) Schatten gedrängt wurden.
 
Wie man Schuld richtig sühnt hat man ja nach dem 1.WK gesehen.... man sollte sowas immer in Relationen sehen, wer glaubt das nach einem Krieg jeder vor Gericht gestellt wird und es danach Gerechtigkeit für alle gibt (und wie sinnvoll das ist), der kann gerne weiter in diesem glauben bleiben.
 
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das was bit sagt. Verstehe jetzt auch nicht, wieso das eine Diskussion verschärfen sollte. Eigentlich genau das Gegenteil. Es wird nie und niemals für nichts eine 100% Sicherheit geben, aber solche Meldungen zeigen doch, dass es eben doch auch gute Polizei\Behördenarbeit gibt, wenn vorhandene Gesetze oder Mittel konsequent richtig genutzt werden.

und auch bei mehr Überwachung würden dann und wann auch falsche Entscheidungen getroffen werden, die gewisse Ereignisse leider nicht verhindern werden.
 
dabei sind die aufgeflogen und es ist nichts passiert. zeigt doch nur: sicherheitsdiskussion unnötig, vorhandene mittel reichen aus.
Wollte ich grade schreiben.
Wenn doch die Sicherheitsmechanismen auch ohne verschärfte Überwachung funktionieren, ist doch alles wunderbar.

Kriminelle Subjekte gibts immer, und unser Staat scheint ja eine recht gute Figur zu machen, wenns darum geht, die potenziellen Terroristen rechtzeitig ausfindig zu machen.

EDIT: "Erzählt das mal den Berlinern".
Erstens ging da massives Behördenversagen voraus, der Kerl war bekannt, also haben auch hier die Mechanismen zur Ausfindigmachung funktioniert. Eine Verschärfung dessen hätte bei gleichem Behördenversagen exakt nichts gebracht.
Und zweitens kann kein Polizei- und Sicherheitssystem, das gleichzeitig die Freiheit des Einzelnen genügend achtet, ALLE Gefahren bannen. Es wird immer zu Anschlägen kommen. Daher ist es imo gefährlich, das als Argument zu benutzen, um Angst zu generieren und am Ende mehr Überwachung zu fordern.
 
Wie man Schuld richtig sühnt hat man ja nach dem 1.WK gesehen....

Der Vergleich passt schon deshalb nicht weil nach dem 1. Weltkrieg der deutsche Staat mit seinen Grundstrukturen weiter existierte, nach dem 2. Weltkrieg gab es ihn nicht mehr. Oder auch weil die NS-Verbrechen aka Holocaust eine ganze andere Dimension hatten. Und ja, die Siegermächte haben aus den Nachwirkungen des 1. Weltkrieges gelernt und Dinge besser gemacht, und viele deutsche Täter haben diese Dinge ausgenutzt um ungesühnt zu bleiben respektive sogar wieder Karriere zu machen.

Höcke, Augstein und das „Denkmal der Schande“ [uebermedien.de]
 
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Sehr schön, dass Bundesverfassungsgericht hat quasi eine Hintertür im Urteil offen gelassen, mit dem der Gesetzgeber der NPD die staatlichen Mittel entziehen könnte. Wäre wünschenswert, würde man diesen Schritt gehen.
[...]Kommt nun, was immer mal wieder gefordert und genauso oft verworfen wurde: das Ende der staatlichen Parteienfinanzierung für extremistische Parteien wie die NPD? Tatsächlich lässt sich die entsprechende Passage im Urteil als ausdrückliches Angebot des Bundesverfassungsgerichts an den Gesetzgeber verstehen: Wir konnten die NPD nicht verbieten, aber ihr könnt sie finanziell austrocknen.[...]
http://www.sueddeutsche.de/politik/...-npd-doch-noch-verschwinden-koennte-1.3338642
 
Ich bin echt gespannt, wie er heute abend seine Präsidentschaft beginnt.

Mein Tipp: Sehr unpräsidial mit einer Rede, die aus nicht viel mehr als "great", "tremendous" und USA besteht.
Dann gibts ein paar schnelle Executive Orders, mit denen er anfängt Obamacare abzubauen und dann tweetet er fünf schwachsinnige Tweets.

Zum Besseren wird sich die Welt mit ihm als US-Präsident aber sicher nicht ändern.
 
Und ein Historiker hat sich mal die Mühe gemacht, einen Absatz der Rede Höckes zu korrigieren.
Wenig verwunderlich, strotzte dir Rede nur so von Fehlern, aber hey, who cares about reality.

Anhang anzeigen 57667

https://www.vice.com/de/article/dieser-historiker-zerlegt-bjoern-hoecke


Die Rede von Höcke war schon ziemlich daneben. Trotzdem sollte man schon bei der Wahrheit bleiben und auch sagen das dieser Moritz Hoffmann ihn hier nicht in allen Punkten "zerlegt" hat. Als 2 Beispiele:

1)Moritz Hoffmann behauptet das Mitte 1945 der 2te Weltkrieg in Europa noch nicht entschieden gewesen wäre. Das ist imho doch recht daneben. Man sehe sich mal eine Karte der Frontverläufe dieser Zeit an:
http://www.spiegel.de/einestages/2-weltkrieg-frontverlaeufe-1945-a-1027785.html
Und unter welchem "Eindruck" standen wohl die Westmächte 3 Wochen nach der letzten deutschen Offensive ? Die sahen das die Wehrmacht ihre Panzer stehenlassen musste weil der Treibstoff ausging.

2)Moritz Hoffmann behauptet weiterhin das Dresden eine Kriegswichtige Stadt gewesen wäre. Das stützt sich maximal darauf das hier ein Verkehrsknotenpunkt lag. Ansonsten lesen wir mal dazu was das Lebendige Museum für Geschichte von der Stiftung Haus der Geschichte schreibt. Verfasser ist Arnuf Scriba vom Deutschem Historischem Museum.

"..Bis August 1944 war Dresden als einzige deutsche Großstadt weitgehend von alliierten Bombenangriffen verschont geblieben und auch zu Jahresbeginn 1945 noch nahezu unbeschädigt, obwohl es einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen Prag, Berlin, Leipzig, Nürnberg und Warschau darstellte. Neben kleineren Rüstungsbetrieben existierten mit der Zeiß-Ikon AG, der Paul Märksch AG oder den Flugzeugwerken in Dresden-Klotzsche auch größere Industrieanlagen. Allerdings waren diese Angriffsziele angesichts mangelnden Rohstoffs und zunehmender Desorganisation der militärischen Nachschubwege Anfang 1945 keine kriegswichtigen Verkehrs- und Industrieanlagen. Da Dresden zudem außerhalb des Kampfgebiets lag waren mit den vom Oberbefehlshaber des britischen Bomberkommandos Arthur Harris (1892-1984) angeordneten Luftangriffen kaum militärische Ziele verbunden. Die Zerstörung Dresdens war der Höhepunkt gezielter Flächenbombardements der Alliierten gegen die deutsche Zivilbevölkerung, um deren Moral zu brechen.."

Nunja, so "Kriegswichtig" erscheint mir dieses Großbombardement nicht gewesen zu sein.


Aber wie du in einem späteren Beitrag ja selber schreibst.

..Und ja, ich vertraue einem Historiker, der selber auf diesem Gebiet lehrt und forscht..

Dieser Moritz Hoffmann lehrt aber auf diesem Gebiet gar nicht an einer Hochschule. Aktuell lehrt er wohl gar nichts sondern verfasst "Twitterprojekte".
 
Dieser Moritz Hoffmann lehrt aber auf diesem Gebiet gar nicht an einer Hochschule. Aktuell lehrt er wohl gar nichts sondern verfasst "Twitterprojekte".
Darauf muss ich doch kurz eingehen, wenn du schon einen hohen Standard an den Tag legst, dann recherchiere auch richtig.
Er ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich "Geschichte der Landesministerien in Baden und Württemberg in der Zeit des Nationalsozialismus" an der Uni Heidelberg.

Masterarbeit über Holocaustleugnung, Forschungsinteressen in Antisemitismus und Antizionismus, Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945, Kulturpolitik im Dritten Reich und Geschichtsvermittlung in den neuen Medien.

Was du lapidar mit Twitterprojekt abtust, ist in Wirklichkeit dahingehend gelagert, da er sich schon länger mit diesem Medium auseinandersetzt (Vorträge: Oktober 2014: Tweeting the Past – Reinforcing the Idea of History in 140 Characters im (Konferenz "Public History in a Digital World: The Revolution Reconsidered" International Federation of Public History , Universität Amsterdam); gemeinsam mit Cord Arendes;
März 2014: Twitter and History: Utilizing a New Type of Medium (Konferenz "The Media in History and History in the Media, Sidney Sussex College Universität Cambridge)
Veröffentlichungen: Twitter – Medium der Geschichtskultur. Zum Beispiel @9Nov38 (Akteursperspektive), in: Public History Weekly 1 2013, DOI: http://dx.doi.org/10.1515/phw-2013-779 (gemeinsam mit Charlotte Jahnz und Michael Schmalenstroer)).

Und ich weiß immer noch nicht, wieso krampfhaft versucht wird, ihn irgendwie zu widerlegen.
Kann man nicht einfach akzeptieren, dass Höcke Schwachsinn geschrieben hat und Hoffmann alles mit ein, maximal zwei Sätzen (also natürlich grob und auf das wesentlichste beschränkt) korrigiert hat?

Und ja, am Ende vertraue ich solch einer Person mehr, als z.B. dir, der sich schnell die Frontverläufe auf Spiegel.de ansieht und daraus ableitet, wie es dir eben persönlich "erscheint".
 
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