[...]Der Angeklagte war bei der Tat stark betrunken. Er war von einer Silvesterfeier gekommen und hatte an dem Bahnhof rumgeschrien. Als der 57-Jährige ihn ansprach und ihm sogar noch ein gutes neues Jahr wünschte, kam es zum Streit und der 49-Jährige schubste den Mann ins Gleisbett. Danach verhinderte er, dass der 57-Jährige wieder auf den Bahnsteig kletterte, etwa indem er in Richtung seines Kopfes oder seiner Finger trat.
Als die Polizei den Angeklagten am Tatort festnahm, sagte er Sätze wie: "Ich hasse alle Juden" oder "Ich habe das gemacht, weil er ein Jude ist. Das nächste Mal mache ich es richtig." Bei einer späteren Kontrolle wurden bei ihm immer noch mehr als zwei Promille Alkohol im Blut festgestellt.