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Wahlpflicht herrscht sogar in Europa in einigen Ländern, wobei in einigen Staaten nur eine formelle Wahlpflicht gibt, die nicht durchgesetzt wird.
 
Auch wenn ich mich über das Ergebnis insgesamt schon freue, ist schon komisch, wenn man sieht, dass jeder Fünfte in der Umgebung hart rechts gewählt hat. Oder an meinem Arbeitsort gleich deutlich über 30%. Da waren die Piraten als Protestpartei deutlich bequemer für das eigene Stadtbild.
 
Protestwähler sind auch so eine Nummer: wählen Protest, weil sie nicht die Politik bekommen, die sie wollen. Deswegen wählen sie mal hart links, mal hart rechts, dazwischen so plan- und substanzlose Idealisten wie die Piraten - hin und her wie ein Lämmerschwanz. Und wundern sich, daß sie immer noch nicht bekommen haben, was sie wollen :grins:
 
Wobei man hier befürchten darf, dass sich dieser rechte Protest etablieren könnte. Also ich könnte mir zumindest vorstellen, dass es hier mehr als nur ein Protest ist und sich Fremdenhass kanalisiert.
 
Mit Bildung alleine ist es wohl nicht getan. Ich denke man kann recht sicher sagen, dass in AUT keine 30% respektive 50% der Bevölkerung a) Nazis sind oder b) einfach dumm. Mit dem Schlagwort "Bildung" macht man es sich IMO zu einfach. Auch wenn ich absolut für politische Bildung als eigenes Fach bin, besteht hier eine ziemliche große Gefahr der politischen Meinungsmache (wenn auch gar nicht so bewusst seitens des Lehrenden).

Recht interessanter Artikel dazu (also nicht zu politischer Bildung sondern dem großen Zulauf):

http://diepresse.com/home/meinung/q...re-und-hysterischer-Abwehrreflexe?xtor=CS1-15

Viel wichtiger wäre dein edit, das in dem Post aber eher als Randthema rüberkommt. Ich denke es bringt nix dem Wähler reinzudrücken wie dämlich er ist und wieviel gscheiter man selbst/andere sind weil sie ein anderes, legitimes (und das sind FPÖ und AfD nunmal) politisches Spektrum unterstützen. Die Glatzen mit erhobenen rechtem Arm bei den FPÖ Veranstaltungen mal ausgeklammert.

Wenn ich aktuell in AUT mitbekommen welche Nettigkeiten sich die Koalitionsparteien über die Medien ausrichten setze ichs nicht mit Dummheit gleich wenn sich der Wähler denkt "nope, diesen Kindergarten unterstütze ich nicht". Dass er vielleicht nicht an Schwarz/Blau und die Folgen der Regierung zurückdenkt mag man kritisieren und nicht gutheissen, klar. Trotzdem bleibt es nachvollziehbar.
 
Mit Bildung alleine ist es wohl nicht getan. Ich denke man kann recht sicher sagen, dass in AUT keine 30% respektive 50% der Bevölkerung a) Nazis sind oder b) einfach dumm. Mit dem Schlagwort "Bildung" macht man es sich IMO zu einfach. Auch wenn ich absolut für politische Bildung als eigenes Fach bin, besteht hier eine ziemliche große Gefahr der politischen Meinungsmache (wenn auch gar nicht so bewusst seitens des Lehrenden).

Recht interessanter Artikel dazu (also nicht zu politischer Bildung sondern dem großen Zulauf):

http://diepresse.com/home/meinung/q...re-und-hysterischer-Abwehrreflexe?xtor=CS1-15

Viel wichtiger wäre dein edit, das in dem Post aber eher als Randthema rüberkommt. Ich denke es bringt nix dem Wähler reinzudrücken wie dämlich er ist und wieviel gscheiter man selbst/andere sind weil sie ein anderes, legitimes (und das sind FPÖ und AfD nunmal) politisches Spektrum unterstützen. Die Glatzen mit erhobenen rechtem Arm bei den FPÖ Veranstaltungen mal ausgeklammert.

Wenn ich aktuell in AUT mitbekommen welche Nettigkeiten sich die Koalitionsparteien über die Medien ausrichten setze ichs nicht mit Dummheit gleich wenn sich der Wähler denkt "nope, diesen Kindergarten unterstütze ich nicht". Dass er vielleicht nicht an Schwarz/Blau und die Folgen der Regierung zurückdenkt mag man kritisieren und nicht gutheissen, klar. Trotzdem bleibt es nachvollziehbar.
wenn ich (rechte) strömungen nicht erkenne. aussagen und programme nicht hinterfrage, polemik und plattitüden nicht wahrnehme, dann hat das extrem viel mit bildung zu tun. wenn also bspw. grade die "schwächere schicht" eine afd wählt, dann reicht ihre bildung nicht aus um zu begreifen, dass grade sie unter einer afd-regierung zu leiden hätte.
 
Ich bin schon gespannt darauf, wie das ausschaut, wenn die AfD Verantwortung übernehmen und liefern muß.

Falls die an der Macht bleiben wollen werden sie, wie alle anderen auch, schön brav eine Kröte nach der anderen schlucken und sich in internen Grabenkämpfen zerreiben, bis nichts mehr von ihrem ursprünglichen Profil übrig ist was zur Folge haben wird, daß sie so schnell wieder von der Bildfläche verschwinden wie sie gekommen sind - wetten das?!?
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn ich (rechte) strömungen nicht erkenne. aussagen und programme nicht hinterfrage, polemik und plattitüden nicht wahrnehme, dann hat das extrem viel mit bildung zu tun. wenn also bspw. grade die "schwächere schicht" eine afd wählt, dann reicht ihre bildung nicht aus um zu begreifen, dass grade sie unter einer afd-regierung zu leiden hätte.
Ich setz das nicht mit Bildung im klassichen Sinn gleich. Hier müssen die anderen Parteien die Pflicht übernehmen und die von dir aufgezählten Punkte entkräften. Wie in dem vorhin verlinkten Artikel zu lesen ist passiert das aber nicht. Im Gegenteil, man hält lieber die Füße still bis einem alles um die Ohren fliegt.
 
Ich setz das nicht mit Bildung im klassichen Sinn gleich. Hier müssen die anderen Parteien die Pflicht übernehmen und die von dir aufgezählten Punkte entkräften. Wie in dem vorhin verlinkten Artikel zu lesen ist passiert das aber nicht. Im Gegenteil, man hält lieber die Füße still bis einem alles um die Ohren fliegt.
das sehe ich fundamental anders. nur weil afd und kollegen polemiken und polulistische scheiße raushauen ist es nicht aufgabe der anderen parteien dagegen zu arbeiten. es ist die aufgabe jedes einzelnen, sich damit auseinanderzusetzen und das entsprechend zu bewerten.

der wunsch, dass "die anderen" afd-vertreter in einer talkshow mal endlich auseinandernehmen ist aber auch in mir groß. letztlich hilft das alles nix, wenn dreißigtausend "lügenpresse, lügenpresse" schreien.

die anderen parteien mögen kein großartiges bild abgeben (es ist gradezu absurd, die eigene politk an dem quatsch auszureichten, den die afd von sich gibt, weil 20% die wählen. 80% wählen die eben nicht. was ist denn mit denen?) und es nicht schaffen, diese bande von opportunisten (im negativsten sinne) bloßzustellen. dies ist aber keine ausrede dafür, dass ein nennenswerter teil der deutschen diese partei für wählbar hält. da sind wir wieder bei der bildung. ich bin mit der derzeitigen situation und dem abgebenen bild auch nciht einverstanden. mir muss aber kein spd/cdu/linker politker erklären, warum die afd scheiße und unwählbar ist.
 
Mit Bildung alleine ist es wohl nicht getan. Ich denke man kann recht sicher sagen, dass in AUT keine 30% respektive 50% der Bevölkerung a) Nazis sind oder b) einfach dumm.

Wobei man dabei fehlende Bildung nicht mit "dumm" gleichsetzen muß, zumindest nicht bei Allen. Viele wissen es einfach nicht, andere interessiert es schlicht nicht, daß sie das rechte Scheiße wählen. Das heißt nicht unbedingt, daß sie dumm sind. Nur unwissend und ignorant. Aber ein großer Teil ist auch schlichtweg dumm. Ganz einfach.
 
Welche denn? Kurvendiskussionen? AHS Abschluss? Studium? Der Begriff ist einfach extrem vage und man macht es sich in meinen Augen einfach zu leicht in immer wieder in den Raum zu werfen. Jemand der "nur" die Hauptschule macht und dann eine Lehre wählt also automatisch rechts weil er ja "weniger" Bildung genossen hat?

Bildung im klassichen Sinn hat wie gesagt IMO wenig damit zu tun. Die Politik ansich versagt einfach seit Jahren.
 
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