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:fp: Alter Schwede. Das wäre zum lachen wenn es nicht so traurig wäre. Genauso stelle ich mir einen Wahlsieg der afd vor.
 
Meine Fresse haben die Briten ein Ei am wandern, was die da jetzt für einen Schlangenkurs fahren. Die Londoner wollen eigenständig werden, um in der EU zu bleiben, gleiches gilt für Schottland. Nordirland will sich mit Irland vereinen. Die Brexit-Befürworter sind plötzlich kleinlaut als hätten sie verloren.

Man hat das Gefühl, dass Boris Johnson am Ende nur David Cameron anzählen wollte durch ein denkbar knappes Referendum, um dann selbst für den Parteichef und Premier zu kandidieren und nie wirklich vorhatte, aus der EU auszutreten. Vor den Austrittsverhandlungen scheinen ja alle Schiss zu haben auf britischer Seite. Mit dem Druck, den die EU jetzt macht, hat wohl keine dort gerechnet.
 
Und mir erscheint Merkel als eine der letzten Vernünftigen Europas.

So ändern sich die Zeiten und Wahrnehmungen.

So isses, hätt mir das vor einigen Jahren einer erzählt, hätte ich gelacht bis die Zähne klappern. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich christdemokratische Politik ab sofort super finde. Sind die diversen Krisen überstanden wird da sicherlich schnell wieder Alltag einkehren.
 
So isses, hätt mir das vor einigen Jahren einer erzählt, hätte ich gelacht bis die Zähne klappern. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich christdemokratische Politik ab sofort super finde. Sind die diversen Krisen überstanden wird da sicherlich schnell wieder Alltag einkehren.
So ist es, innenpolitisch stimme ich mit ihr weiterhin in wenigen Punkten überein und eigentlich hab ich sie während ihrer Kanzlerschaft nur kritisiert.
Aber wie sie die Flüchtlingskrise und die Krise um Europa handled, ist aller Ehren wert (immer im Vergleich zu anderen Politikern bzw. Vorschlägen, die so kursieren. Und gegen die Widerstände, gegen die sie innerparteilich und in fast ganz Europa ankommen muss).

Wählen würde ich sie bzw. ihre Partei trotzdem nie im Leben.
 
Was hat sie denn gehandled? Sie hat jede Krise der letzten Jahre lediglich aufgeschoben und ausgesessen und sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt. Und diese Nicht-Lösung wird uns später noch um die Ohren fliegen, wenn sie schon lange nicht mehr da ist. Sei es die Unfähigkeit Griechenlands, jemals die Schulden zurückzuzahlen, der Investitionsstau in Europa nach dem Spardiktat, ihr nicht abgesprochenes Agieren in der Flüchtlingskrise, wodurch sie direkt mitverantwortlich für den Erfolg der Populisten in ganz Europa ist. Von den innenpolitischen Baustellen wie Steuerreform, Wirtschaftsreformen, die seit einem Jahrzehnt brachliegen usw. mal ganz zu schweigen. Und jetzt vielleicht noch Appeasement-Politik gegenüber UK, womit sie Europa den endgültigen Todesstoß geben könnte.
 
Was hat sie denn gehandled? Sie hat jede Krise der letzten Jahre lediglich aufgeschoben und ausgesessen und sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt. Und diese Nicht-Lösung wird uns später noch um die Ohren fliegen, wenn sie schon lange nicht mehr da ist. Sei es die Unfähigkeit Griechenlands, jemals die Schulden zurückzuzahlen, der Investitionsstau in Europa nach dem Spardiktat, ihr nicht abgesprochenes Agieren in der Flüchtlingskrise, wodurch sie direkt mitverantwortlich für den Erfolg der Populisten in ganz Europa ist. Von den innenpolitischen Baustellen wie Steuerreform, Wirtschaftsreformen, die seit einem Jahrzehnt brachliegen usw. mal ganz zu schweigen. Und jetzt vielleicht noch Appeasement-Politik gegenüber UK, womit sie Europa den endgültigen Todesstoß geben könnte.


Bei allem was man Merkel vorwerfen kann, ist der Punkt einfach Unsinn. Merkel hat Ewigkeiten versucht, ne europäische Lösung zu finden. Da kam aber einfach nix, also musste sie irgendwann einfach selbst ran - oder alternativ direkt die Grenzen schließen und Griechenland versauern lassen. Dass das letztlich alles nicht gerade toll gelaufen ist, hängt meiner Ansicht nach an ganz vielen Akteuren, aber am allerwenigsten an Merkel.
Auch die "Appeasement" Politik gegenüber UK ist doch Stand jetzt als Kritik vollkommener Quatsch. Das Referendum ist nen paar Tage her, die sind auf der Insel einfach planlos und fügen sich damit selbst den allergrößten Schaden zu.
 
Sie hat jede Krise der letzten Jahre lediglich aufgeschoben und ausgesessen und sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt.
Und auch wenn das Viele nicht glauben werden, es ist die beste Lösung gewesen! Daß die "Nicht-Lösungen" uns um die Ohren fliegen werden, hört man von den üblichen Verdächtigen schon seit Jahren, leider ohne echte Argumente und auch ohne echte Alternativen. Ist im Prinzip das Gleiche wie mit dem Brexit: lieber radikale Lösungen, damit man "sieht, daß ertwas passiert". Joah, hat man ja jetzt schön gesehen, was da rauskommt...

Ich bin wirklich kein Merkelfreund, aber soweit muß ich ihr schon Respekt zollen.
 
Ich denke nicht, dass Merkels Agieren in der Flüchtlingskrise die Rechtspopulisten europaweit überhaupt erst gestärkt hat. Die haben auch schon vorher mit der Angst gespielt, das Dummvolk mobilisiert und Zäune gebaut. Es ist eine Mär, dass der Ausländerhass auch in weiten Kreisen der Gesellschaft eine plötzliche Entstehung ist.

Ihre einzige Äußerung zu UK, die ich nun auf die Schnelle finden konnte ist, dass UK ein wichtiger Partner bleiben wird, egal was passiert. Das wird sicherlich stimmen. Ob man Großbrittannien nun nach erfolgtem EU-Austritt noch den Arsch pudern sollte ist fraglich, aber wenn, dann hätte es die EU insgesamt zu verantworten, nicht Merkel. Auch anderen Ländern den EU-Austritt schmackhaft zu machen wird sicherlich nicht passieren.

Und nu haste ja noch gefühlt zwanzig andere Beispiele aufgezählt, auch brach liegendes, die alle das Ergebnis christdemokratischer Politik sind (und das sag ich bewusst trotz jahrelanger GroKo), obwohl ich eigentlich deutlich gesagt hatte, dass mir jetzt nicht plötzlich die CDU gefällt. Mir gings lediglich darum, dass sie nicht am Rumrennen im derzeit aufgescheuchten Hühnerhaufen teilnimmt und grad in der Flüchtlingskrise nahezu allein auf Europas Regierungsebene (wenn man Seehofer und all die anderen innerparteilichen Schwachmachten noch mit reinrechnet, die sich vom Merkelbashing-Kuchen was abschneiden wollten, dann sogar nahezu allein in ihrer Partei) die Werte, die uns angeblich erst noch verloren gehen sollen, hochgehalten hat, obwohl sie wohl nahezu schon niemand mehr kennt. Wieviele Parteien sich im Ausland allerdings auch das C für Christ in den Parteinamen schreiben ist mir jetzt nicht bekannt :)
 
Wo ist das denn bitte die beste Lösung gewesen? In der Währungskrise waren so ziemlich alle Ökonomen der Ansicht, dass es Wahnsinn sei, ohne Anpassung der Investitionen auf reinem Einsparen zu beharren. Das gleiche beim Thema Griechenland. Dann die brachliegende Innenpolitik - abgesehen von einer unrealistischen absoluten Mehrheit gibt es keine bessere Option als eine GroKo, um die wichtigen Themen anzugehen und umzusetzen. Bei der Flüchtlingskrise kann man sicherlich geteilter Meinung sein, ich denke sie ist durch ihr unbedachtes Handeln direkt mitverantwortlich für die Eskalation gewesen. Zumal ihr das Thema auf einmal völlig egal war, sobald der Druck auf deutsche Grenzen abgenommen hatte.
 
Tja, Griechenland ist immer noch dabei und weder ist die EU untergegangen, noch der Euro zerstört, in Griechenland herrscht kein Bürgerkrieg und die Welt ist auch noch nicht untergegangen. So falsch kann es nicht gewesen sein. Und das ist ein großer Verdienst der "Nicht-Politik". Bei der Flüchtlingskrise das Gleiche: wenn die Grenzen nicht aufgemacht worden wären, hätte es damals eine humanitäre Katastrophe gegeben. Ist jetzt auch weit weg von optimal, aber es ist wenigstens halbwegs zu handhaben, weil man die Zeit gehabt hat, um etwas auszuhandeln. Man muß (und sollte) die aktuelle Situation nicht gutheißen oder sich darüber freuen, aber mit einer harten Linie, wie so viel fordern, wären wir alle viel übler dran!
 
Ich denke nachwievor, sie hat in der Flüchtlingskrise überhaupt erst auf die Eskalation reagiert. Die Bilder aus Budapest habe ich nicht wirklich vergessen.

Aber ehrlich, ich wollte jetzt auch nicht über Angela Merkel persönlich diskutieren. Das läuft schon überall sonst im Internet so, selbst wenn das Thema "Schwerer Unfall: Trecker übersieht VW Bus" lautet ;)
 
Die Aussage von Angie, dass man den Briten genug Zeit einräumt bis sie mal ihren Arsch hochkriegen finde ich aber alles andere als gut und für die EU passend.

Schulz sagt genau das Gegenteil und jetzt hat man wieder den Salat, dass Deutschland der EU die Richtung vorschreiben möchte...
 
Die Aussage von Angie, dass man den Briten genug Zeit einräumt bis sie mal ihren Arsch hochkriegen finde ich aber alles andere als gut und für die EU passend.

Schulz sagt genau das Gegenteil und jetzt hat man wieder den Salat, dass Deutschland der EU die Richtung vorschreiben möchte...

Schon mal dran gedacht, dass die vielleicht einfach "good cop - bad cop" spielen? :D
 
Die Aussage von Angie, dass man den Briten genug Zeit einräumt bis sie mal ihren Arsch hochkriegen finde ich aber alles andere als gut und für die EU passend.

Aber das ist doch nur realistisch. Die EU hat überhaupt kein Druckmittel, weil der Mitgliedsstaat den Austritt beantragen muss. Bisher gibt es ein rechtlich nicht bindendes Referendum. Diese Zweijahresfrist läuft erst, ab dem Moment, in dem der Austritt beantragt wird. Die Briten haben jetzt alle Zeit der Welt. Was will man sich da großartig schönreden? Rumposen und die eigene Machtlosigkeit noch deutlicher unterstreichen?
 
Aber das ist doch nur realistisch. Die EU hat überhaupt kein Druckmittel, weil der Mitgliedsstaat den Austritt beantragen muss. Bisher gibt es ein rechtlich nicht bindendes Referendum. Diese Zweijahresfrist läuft erst, ab dem Moment, in dem der Austritt beantragt wird. Die Briten haben jetzt alle Zeit der Welt. Was will man sich da großartig schönreden? Rumposen und die eigene Machtlosigkeit noch deutlicher unterstreichen?
Naja, wenn man jetzt so wie Angie kommt werden die Briten erst recht nicht auf irgendwas eingehen.

Wenn man überspitzt nach zwei Jahren immer noch keinen Antrag stellt, dann kann man sich ja immer noch auf Angie berufen, denn Gut Ding will Weile haben.

So hat man sich unnötigerweise die schlechteste Position überhaupt gegeben. Wir warten. Und irgendwann erbarmen sich die Briten und reichen mit irgendwelchen Forderungen den Antrag ein.
 
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