Und da kommt halt wieder die rosa Brille zu tragen, sorry. Dem ist nun mal nicht so. Was spricht dagegen vermehrt Gegenstimmen aus dem Islam zu hören? Stolz? Doch nicht so sehr abgeneigt? (bewusst provokant formuliert).
Vielen haben noch die Bilder der "normalen" Muslime im Kopf die nach 9/11 Ami Flaggen verbrannt haben. Über die Rolle der Amis in der ganzen Geschichten müssen wir jetzt aber nicht diskutieren.
Und wie haben die Amis gejubelt, als bin Laden getötet wurde...
Da unterscheiden sich unsere Meinungen einfach. Für mich muss sich niemand von etwas distanzieren, was er nicht verbrochen oder zu verantworten hat.
Ich weiß, Gegenbeispiele gefallen dir nicht (obwohl du selbst welche bringst

), aber sollten sich Christen aus Amerika von Breivik distanzieren? Nein, eben nicht.
Warum imemr Gegenbeispiele. Dieses "die sind aber auch scheisse" relativiert doch genau nichts. Dir ist es egal wenn jemand mit augenscheinlichem Einfluss solchen "Bullshit" erzählt. Ich kann das nicht nachvollziehen.
Das soll ja auch nicht relativieren, das erklärt nur vieles in einem anderen Kontext. Wie gesagt, tausche Islamisten durch NSU aus und es deckt sich oft erstaunlich.
Und warum ist das in der Praxis nicht so einfach? Wenn doch eh 99,99999% aller Muslime den Koran friedlich auslegen und mit Terrorismus nichts zu tun haben wollen. Wo liegt die Hürde, dass nicht alle aus der Moschee zu den Behörden laufen wenn radikale Predigen gehalten werden (die es ja nachweislich gibt). Oder zumidnest einer, würde ja reichen.
Zu deinem Gegenbeispiel: was ändert das an der Tatsache? Ja, auch ausserhalb der Islamdebatte passiert und passierte viel scheisse. Und weiter? Ändert genau nix an der Problematik.
Und da bin ich bei dem Artikel, den ich vorhin gepostet hab. Manches lässt sich einfach nicht verhindern, wer jemanden töten will, der wird das auch in Zukunft schaffen. Die Vorstellung eines Neo-NS-Regimes hat den NSU angetrieben. Haben deren Morde das geschafft? Nein.
Die islamistischen Terroristen mag eine Vorstellung eines Kalifats hier antreiben. Schaffen sie es durch Bomben? Nein
Auch hier, ich möchte nichts relativieren, ich bin nur dafür, nicht gleich in Panik zu verfallen.
Auch dazu der letzte Artikel, den ich gepostet habe.
Und du meinst dein Beispiel ist das einzig gültig? Bei mir im Viertel wird auf der Straße so gut wie gar nicht mehr deutsch gesprochen, der vorhin angesprochene Angeklagte der zum Kampf im IS aufgerufen hat hat das nicht mal 5 Gehminuten von mir entfernt getan. Wähl ich deswegen FPÖ? Nein. Verurteil ich deswegen alle Moslems als potentielle Attentäter? Nein. Aber seh ich ein Problem, dass nicht nur von einer Seite geschaffen und gelöst wurde? Ja, und zwar ein massives. Und ich kann gewisse Ängste verstehen und nachvollziehen ohne diese Menschen als dumm abzustempeln. Und ich rede da nicht von den widerlichen Individuen die sich auf Straches FB Seite tummeln, da gibts genug die ich als Bodensatz der Gesellschaft einordne: Genauso wie ich niemanden verstehe der bei den Kundgebungen der FPÖ mitgröhlt (ich war letztens live dabei, zufällig, und ich hätte den paar hundert Leuten jedem einzeln vor die Füße kotzen können).
Auch da unterscheiden wir uns wohl, mich stört es nicht, wenn es Straßen gibt, in denen kein Deutsch mehr gesprochen wird. Oder anders gesagt, es macht mir keine Angst und ich kann gewisse Ängste und Sorgen auch einfach nicht nachvollziehen, muss ich auch nicht.
Man muss nicht jede dumme Meinung verstehen. Ich verstehe nicht den islamistischen Hassprediger, der alle Ungläubigen in die Hölle wünscht und gerne im Mittelalter leben würde und ich verstehe nicht den besorgten Bürger, der Ausländer raus ruft und alle Schuld bei Ausländern/Flüchtlingen sucht.
An und für sich bin ich da wohl relaxter, bei uns gab es früher auch einen, der meinte, am 20.4. die Reichsflagge zu hissen und als Fußballtrainer auf die Kids einzureden und seine Propaganda zu verbreiten.
Meinst du, die Eltern haben damals was gemacht? Jeder wusste Bescheid und keiner hat was gesagt.
Erst, als auch einige Nicht-Deutsche Kids kamen und die stark benachteiligt wurden, hat der Verein gehandelt.
Sind die Eltern deswegen Nazis? Mitnichten, aber warum sind sie nicht eingeschritten?
Und genau da sind wir an dem Punkt. Da will man Konflikte vermeiden, kennt den Kerl eigentlich schon seit zig Jahren und so ist er ja ganz nett, ist ein guter Trainer und die Kids lernen fußballerisch viel bei ihm etc. pp.
So, ich bin dann mal wieder raus.
Nicht, weil ich nicht diskutieren will, sondern weil ich mir jetzt gepflegt die Kante geb.