Naja, nee, mir ging es nicht darum Sexualisierung in Fallout zu haben, da verdrehst du mir die Worte...Es geht aber auch ums Setting und den Gesamt-Tonus. Wenn ich ein Mad Max sehe, dann geht es um rabiate Aspekte, ein wenig Erotik kann da gerne reingestreut werden, aber durchgehend die Brüste ins Gesicht gehalten zu bekommen, passt einfach nicht.
Aber wenn du bei einem Mad Max über eine bewusst überzogene Gewalt lachen kannst (obwohl da imo Mad Max nicht wirklich krass war, aber gut, dein Beispiel) kann es ja im Falle von Sexualisierung nicht daran liegen, dass man als Mensch selbst ein Spießer ist.
Also:
nein, rechtfertigen muss er sich nicht dafür. Aber mich interessiert ernsthaft der Grund dafür, nennen muss er den nicht, aber es verwirrt mich halt stark, dass er sich sagt "lustige Gewalt=ok, hab ich kein Problem mit", aber dann "lustige Sexualität=nein, überhaupt nix für mich".Aktuell drehst du den Spieß ja auch gewaltig um. Plötzlich muss man sich dafür rechtfertigen, dass man etwas nicht mag. Es ist doch absolute Geschmackssache und schlechtesten Fall kann man das nicht einmal argumentativ gut untermauern. Wenn ich ein Spiel spiele, dann tue ich mich echt schwer damit, wenn es zu sehr sexualisiert wird, auch wenn es in einem humoristischen Unterton passiert. Aus demselben Grund gucke ich mir entsprechende Animes nicht an.
Da er ja generell nicht so spießig ist, dass er über unsauberen Humor nicht lachen kann, muss es irgendeine persönliche Überzeugung oder Situation geben, die dass für ihn unlustig macht. Ein Vergleich:
Wenn ich sagen würde, Strategiespiele sind für mich schnarchlangweilig, und du damit nicht übereinstimmen würdest und fragst, wieso ich gerne Shooter, Rennspiele und co. spiele, aber Probleme mit Strategiespielen habe, könnte ich antworten, dass ich einen langweiligen monotonen Bürojob habe und deswegen viel Action in meinen Spielen brauche und mir deswegen Strategiespiele zu langsam sind.
Das hilft dir in dem Punkt nicht, dass ich Strategiespiele immer noch nicht mag, aber du kannst meinen Standpunkt immerhin nachvollziehen...
Das ist das, was mich interessiert. Ihn umstimmen oder eine Rechtfertigung erwarte ich gar nicht (kann ich auch gar nicht), aber mich interessiert, was der Auslöser bei ihm für so eine Haltung ist...

Dann spar ich mir die Diskussion aber auch. Jetzt driftet es nämlich in Richtung ab, die ich überheblich finde. Stichwort: "Denk mal drüber nach."