American Ultra
Der ständig bekiffte Mike (Jesse Eisenberg) arbeitet in einem Minimarkt irgendwo in der amerikanischen Pampa. Er hat mit Phoebe (Kristen Stewart) eine Freundin, die er verehrt und die er am liebsten heiraten möchte. Den Ring hat er schon mal gekauft und wartet jetzt nur noch auf den besten Zeitpunkt. Doch alle Hochzeitspläne werden zur Nebensache, als eine sonnenbrillentragende Frau eines Nachts in Mikes Minimarkt kommt und ihm eine Reihe Wörter aufsagt und danach den Laden wieder verlässt. Was Mike noch nicht weiss: Diese Wörter haben ihn "aktiviert".
Denn Mike ist ein von der CIA topausgebildeter Killer. Seine aktivierten Fähigkeiten kann er wenig später unter Beweis stellen, als zwei düstere Gestalten sich an seinem Auto zu schaffen machen. Mit der Hilfe eines Löffels tötet Mike die beiden Männer ohne Probleme. Er dreht daraufhin völlig ab und hat keinen Plan, was mit ihm während den Handgreiflichkeiten passiert ist. Zusammen mit Phoebe versucht er Antworten zu finden, während die CIA unter der Führung von Adrian Yates (Topher Grace) den beiden jede Menge neue Gegner auf den Hals schickt.
Der Film hat nicht wirklich viele Lacher, die Actionszenen sind ok und die Story ist 08/15. Man hätte einiges mehr rausholen können. Aber die Gags zünden dafür zu wenig. Bourne für Arme. Kann man sich mal geben, aber naja. Habe mehr erwartet.
5/10
Männer die auf Ziegen starren
Der eher erfolglose Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) wird von seiner Ehefrau für seinen Vorgesetzten sitzengelassen. Um sie zurückzuerobern, macht Bob sich auf die Suche nach dem ultimativen Scoop, mit dem er ihr beweisen kann, was für ein toller Kerl er ist. Also reist er in den Irak, wo er hofft, eine Geschichte zu schreiben, mit der er berühmt werden kann.
Unterwegs begegnet er dem rätselhaften Lyn Cassady (George Clooney), der sich als Angehöriger einer extrem geheimen Einheit des amerikanischen Militärs herausstellt. Die Mitglieder der "New Earth Army", wie sich die Abteilung nennt, verfügen über besondere übersinnliche Kräfte, die es ihnen ermöglichen, Unglaubliches zu tun. Sogar Ziegen können sie durch blosses Anstarren töten. Bob glaubt, seinen preisträchtigen Artikel gefunden zu haben und folgt Lyn auf seiner Suche nach dem verschwundenen Bill Django (Jeff Bridges), dem Gründer und Leiter der "New Earth Army". Doch was passiert, wenn ein scheinbar Irrer und ein Journalist sich auf Reisen begeben...?
Hatte den Film schon lange auf der Liste. Letzthin habe ich nun endlich mal gesehen. Toller Film, abstruse Story, coole Darsteller und ein guter Soundtrack. Der Film macht jetzt nichts bahnbrechend neu, es gibt keinen grossen Aufhänger oder ein Riesenhighlight, aber er macht einfach die ganze Zeit über Spass. Die Dialoge sind wirklich klasse und die Stars sind in bester Spiellaune. Klasse.
9/10
Elizabethtown
Wenn Drew (Orlando Bloom) schon scheitert, dann richtig. Sein vermeintlich revolutionäres Schuhmodell, in dessen Entwicklung er acht Jahre investiert hat, ist ein Riesenflopp und wird die Firma 972 Millionen Dollar kosten. Schon auf der Reise per Heli ins Firmenzentrum, kündet sich daher an, was unvermeidlich ist. Beim Aussteigen warnt ihn der Pilot vor den bedrohlich surrenden Rotorblättern: "Pass auf deinen Kopf auf!". Und der Kopf, der rollt tatsächlich, denn so ist das Business nun einmal. Entweder du bist erfolgreich oder das Spiel ist aus.
Drew, der ausschliesslich für seine Arbeit gelebt hat, versucht sich auf unkonventionelle Art umzubringen, wird aber von einem Anruf seiner Schwester unterbrochen. Ihr Vater sei gestorben, erzählt sie ihm. Nun hat er endgültig andere Probleme, als seinen Suizid zu planen, denn er soll sich um das Begräbnis seines Vaters im fernen Kentucky kümmern. Auf dem Weg ins ländliche Elizabethtown, wo seine ganze Verwandtschaft wohnt, lernt er die hübsche und überaus gesprächige Stewardess Claire (Kirsten Dunst) kennen, an der aber nicht sonderlich interessiert ist. Das soll sich im Laufe der Geschichte jedoch ändern, ihre Nummer hat er ja zum Glück.
Ein weiterer Film, denn ich mir schon lange mal ansehen wollte. Der war vor 10 Jahren ziemlich gross in den Medien. Genauso sind auch meine Erwartungen gewesen. Der Film ist aber ziemlich mies. Es hat keinen roten Faden. Man weiss nie um was es nun wirklich geht. Wieso dieser Charakter jetzt wieder kommt, warum der Hauptdarsteller das nun unternimmt etc. Alles wirkt zusammenhangslos. Dazu kommen die nervenden Hauptdarsteller. Kirsten Dunst ist eigentlich ein Schatz, aber in diesen Film nervt sie schon nach 20 Sekunden. Immerhin ist der Soundtrack gut.
Als ich mich ein wenig über den Film schlau machte, sah ich welche Filme der Regisseur sonst noch gemacht hatte... Einer war Aloha. Da erstaunt mich nichts mehr. Dort gibt es die genau
gleichen Kritikpunkte. Wenn ich meinen Bericht so durchlese, hätte ich auch den einfach kopieren können (habe diesen geschrieben, bevor ich das alte Review las).
4/10
Ich und Earl und das Mädchen
Greg (Thomas Mann) mag sich nicht besonders und findet, dass er ein Gesicht wie ein Biber hat. Nicht weiter verwunderlich also, dass er in der Schule seine Kameraden und die verschiedenen Cliquen meidet, um nicht aufzufallen. Er glaubt nicht an Freundschaft und geht sogar soweit, seinen besten Freund Earl (Ronald Cyler II) als Arbeitskollegen zu bezeichnen. Mit ihm dreht er seit Jahren kultverdächtige Kurzparodien von Filmklassikern, die sie aber niemandem zeigen. Greg umgeht so gekonnt jeglichen sozialen Kontakt, der ihm Probleme bereiten oder zu nahe gehen könnte.
Dies bis zum Ende des Senior Years so durchzuziehen wäre auch sein Plan. Bis er eines Tages von seiner Mutter (Connie Bitton) gezwungen wird, Zeit mit seiner Schulkameradin Rachel (Olivia Cooke) zu verbringen, weil bei dieser soeben Leukämie diagnostiziert worden ist. Obwohl keiner der Teenager begeistert darüber ist, den jeweils anderen um sich zu haben, beginnen sie sich regelmässig zu treffen. Doch was ist nun mit Gregs Selbstschutzprogramm?
Den hatte ich absolut nicht auf dem Radar. Toller Film mit einer schon x-mal dagewesenen Geschichte, die aber sehr gut erzählt wird und vom tollen Hauptdarsteller getragen wird. Ist zwar vieles in einem ironischen Ton und fast ein wenig zu cool, aber alles in allem ein schöner Coming-of-Age Film.
7/10