Shinji Mikami ist back. Nach einigen Jahren Abstinenz im Horror Genre ist Shinji Mikami zurück um uns das gruseln zu lehren.
Mikami schickt gleich zu beginn seinen neuen Protagonisten Sebastian in einen wahr gewordenen Albtraum.
Sebastian hängt nur wenige Minuten nach Spielstart Kopfüber an einem Seil und muss ums nackte überleben "kämpfen". Allerdings hat man keine Chance sich zu wehren. Mikami will wohl von Anfang an verdeutlichen das wir keine Super-Bioterorristen-tötenden-Übermenschen sind.
Die Story ein einziges Puzzle
Man hat sich bei The Evil Within dafür entschieden den Spieler zum nachdenken zu animieren. Man wird einfach in die Handlung geworfen und fragt sich lange Zeit was hier überhaupt passiert.
Kapitel für Kapitel wird es immer wirrer. Man stellt sich ständig die Frage nach dem WARUM und spickt so wilde Theorien. Unterstützt wird das ganze durch Sammelobjekte in Form von Notizen, Zeitungsausschnitten und Tonaufzeichnungen.
Auch die Tagebucheinträge von Sebastian tragen ihren Teil dazu bei die Puzzlestücke eins nach dem anderen langsam zusammenzufügen.
Action oder Survival? Ein schmaler grad.
In The Evil Within ist es gelungen einen sehr guten Mix aus Action und Survival zu finden. Man fühlt sich in den Kämpfen zu keiner Zeit übermächtig und muss sich die Gegner vom Leib halten. Auch die Umgebung wird eingebunden so gibt es überall Fallen auf die man achten muss. Diese lassen sich aber auch zum eigenen Vorteil ausnutzen um Gegner munitionssparend zu eliminieren. Mit die nützlichste Waffe im Spiel ist ein harmloses Streichholz. In vielen Situationen lässt sich mit einem Streichholz mehr als nur ein Gegner töten.
Auch die Stealth-Abschnitte sind gelungen. Leider muss man sich Aufgrund des sehr eingeschränkten Sichtfeldes doppelt konzentrieren. Wahrscheinlich gewollt dennoch kann es manchmal zu Frust führen.
The Evil Within schafft es den Spieler ständig unter Strom zu halten und lässt Horror zur Panik werden. Der Mix ist gelungen und die Einbindung der Umgebung, die Fallen, die Gegner und die Schauplätze selber tragen alle ihren Teil dazu bei. Gelegentliche Übermut und kleine Ausreißer seien dem Spiel verziehen.
Besser gut geklaut als schlecht erfunden
Man merkt dem Spiel an das es seien Inspiration Quer durchs Genre gesucht hat und viele Elemente anderer großer Spiele in sich zu vereinigen. Das ganze ist auch sehr gut gelungen und wirkt zur keiner Zeit aufgesetzt oder fehl am Platz. Auch von Filmen hat Mikami sich offensichtlich stark inspirieren lassen. Dreckig wie Saw, Psychospielchen wie in Silent Hill.... etc etc
The Evil Within schafft es dabei die Leute Dinge erwarten zu lassen die eigtl. passieren müssten aber die dann doch nicht passieren. So Spielt sich ein großer Teil alleine im Kopf des Spielers ab.
Auch technisch ein Horror
Das Spiel ist leider auch technisch ein Horror. Störende Balken über die man hinwegsehen könnte wenn der Rest ordentlich laufen würde.
Leider bricht die Framerate gerne mal ein unschöne PopUps, nachladende Texturen... die Liste ist lang und empfindliche Spieler werden diese Dinge stören.
Grade hier ist wirklich der größte Kritikpunkt am Spiel zu finden. Wenn man sich allerdings einmal damit arrangiert hat findet man auch die positiven Punkte.
So ist das Spiel mit den Schatten sehr stimmig, die angewendeten Filter geben den Spiel eine schöne Note und lassen alles noch dreckiger Wirken. Man möge sich vorstellen wie das Spiel ausgesehen hätte wenn ihnen die Jungs von Naughty Dog zur Hand gegangen währen.
Fazit:
Mikami ist es gelungen das Genre wieder in die richtige Richtung zu lenken. The Evil Within ist zwar noch ein gutes Stück davon entfernt perfekt zu sein allerdings ist es in dem was es macht eines der besten Horror Game seiner Art seit vielen Jahren. Trotz recht schwacher Story, mieser Technik und gelegentlichen Ausreißern ist es The Evil Within gelungen mich sehr gut zu unterhalten. Wer ein Game dieses Genres sucht bei dem man sich wehren kann der kommt um The Evil Within nicht rum.
7,5/10
Als nächstes darf der Gute dann an einem neuen "Dino Crisis" arbeiten.
Zuletzt bearbeitet:
