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du hörst auch da auf, wo es dir argumentativ passt oder?



edit: übrigens eine gewagte theorie, der eine durchgeführte studie zu grunde liegt. was hast du zu bieten?

Zitat Wikipedia:

Der Anteil der Ausländer an den rechtskräftig Verurteilten betrug 2006 bundesweit 23 Prozent.[23] Auch unter den Strafgefangenen sind Ausländer deutlich überrepräsentiert: Der Anteil der Gefangenen ausländischer Staatsangehörigkeit an der Gesamtbelegung der Justizvollzugsanstalten des Landes Nordrhein-Westfalen beträgt rund 28 Prozent.[24]

Unter Berücksichtigung der methodischen Einschränkungen ist festzustellen, dass der einzige Teil der ausländischen Wohnbevölkerung, der tatsächlich unbestrittenermaßen eine höhere Neigung zu kriminellen Handlungen als die deutsche Vergleichsgruppe hat, im Bereich der Jugendkriminalität liegt; insbesondere sind hier 14- bis 17-Jährige Ausländer betroffen.

Selbst wenn man berichtigende Faktoren einrechnet, muss man wahrscheinlich einen Kurs für kreatives Rechnen belegen, um aus 25-33% Anteil Ausländerkriminalität (in diesem Fall sogar ohne die mit Migrationshintergrund und deutschem Pass) bei schweren Straftaten auf einen Wert zu kommen, der dem der übrigen Bevölkerung angeglichen ist. Die oben erwähnten Sudien sind in meinen Augen absolut nicht schlüssig.
 
Es gibt aber auch keine belegbare offizielle Quelle zu diesen Zahlen.

Vielleicht äußert sich die taz ja noch dazu. Ich sag ja, zum "Relativieren" würden auch die dann angeblich "richtigen" Zahlen reichen. Nur glaube ich nicht, dass eine Feministin das überhaupt wollte. Gewalt gegen Frauen wird für die immer ein wichtiges Thema sein, nur erkennen sie sicherlich das politische Ausschlachten auf dem Rücken der Opfer.
 
Ich denke niemand sagt, dass es keine Straftaten oder Missbräuche gäbe, wenn sie nicht hier wären. Fakt ist aber auch, dass es niemals vorher Zusammenrottungen von hunderten oder gar tausenden deutschen Männern gab, um in Gruppen Straftaten wie Diebstähle oder Gewalt gegen Frauen zu begehen. Fakt ist auch, dass die Kriminalitätsrate unter Mitbürgern mit Migrationshintergrund (und damit meine ich jetzt nicht zwangsläufig aktuelle Flüchtlinge, sondern eher die, die schon länger hier leben) signifikant höher ist als im Rest der Bevölkerung. Man muss nur mal am Wochenende über den Kiez laufen, um zu verstehen, warum die meisten Mädels den Weg von der Sbahn bis zum nächsten Club hassen... Das ist als Kerl teilweise schon unerträglich bei den ganzen aggressiven Spacken.

Da erinnere ich mich gerne einige Jahre zurück, als ein ein Muslimen Verein sich darüber beschwerte das die Polizei in Köln(NRW?) die Statistiken der Straftaten getrennt hat nach Deutschen, Migranten etc.
Und was wurde gemacht? Es wurde zusammengefasst, so das man keine Rückschlüsse mehr ziehen konnte.
 
Scheint sich eh schon was zu tun, selbst Merkel verschärft nun den Ton:

Deutschland erwarte von Flüchtlingen den Willen zur Integration. "Wenn Straftaten begangen werden und Menschen sich außerhalb des Rechts stellen, dann muss das Folgen für die Asylanträge und die Anträge zum Aufenthaltsstatus haben.

Das Recht auf einen Aufenthaltsstatus und ein Asylverfahren kann verwirkt werden, wenn Strafen ausgesprochen werden, sei es auf Bewährung oder seien es Freiheitsstrafen", so Merkel.


http://www.focus.de/politik/deutsch...die-haerte-des-rechts-spueren_id_5199111.html
 
Zitat Wikipedia:



Selbst wenn man berichtigende Faktoren einrechnet, muss man wahrscheinlich einen Kurs für kreatives Rechnen belegen, um aus 25-33% Anteil Ausländerkriminalität (in diesem Fall sogar ohne die mit Migrationshintergrund und deutschem Pass) bei schweren Straftaten auf einen Wert zu kommen, der dem der übrigen Bevölkerung angeglichen ist. Die oben erwähnten Sudien sind in meinen Augen absolut nicht schlüssig.
25%-33%? wo holtst du das denn her? schwere straftaten?

bei deinem beispiel (aus wiki) handelt sich um das land NRW. in NRW gibt es verhältnismäßig viele menschen mit migrationshintergrund und ausländer. dass dann am ende 28% der gefängnisinsassen ausländer sind ist jetzt nicht unbedingt eine sensation. und es geht ja eben um ausländer, ob sie überhaupt in deutschland leben geht daraus doch gar nicht hervor. und zu guter letzt kann das genauso die konsequenz der von dir abgelehnten these sein, dass menschen mit migrationshintergrund häufiger angezeigt werden. und in dem von dir gewählten wiki-zitat wird doch sogar noch darauf hingewiesen, dass man nur im jugenstrafbereich über unterschiede sprechen kann. und da ist die von spon.de zitierte studie etwas aktueller, wenn ich mich nicht täusche. immerhin sind die statistischen zahlen von wikipedia spätestens von 2002 und die sonstigen quellen für deutschland von 2008.

die studie zeigt doch sogar, dass der einfluss von bildung deutlich wichtiger ist, als herkunft. dass z.b. grade im ruhrgebiet migranten nicht grade in den besten gegenden leben und die besten chancen besitzen ist doch auch nix neues. das geht vergleichbaren deutschen aber doch nicht anders.

ich finde es faszinierend, eine studie/untersuchung abzulehnen, weil man sie subjektiv nicht nachvollziehen kann. einen wirklich beleg für deine aussagen/thesen hast du aber "leider" nicht dagegen.
 
Scheint sich eh schon was zu tun, selbst Merkel verschärft nun den Ton:

Deutschland erwarte von Flüchtlingen den Willen zur Integration. "Wenn Straftaten begangen werden und Menschen sich außerhalb des Rechts stellen, dann muss das Folgen für die Asylanträge und die Anträge zum Aufenthaltsstatus haben.

Das Recht auf einen Aufenthaltsstatus und ein Asylverfahren kann verwirkt werden, wenn Strafen ausgesprochen werden, sei es auf Bewährung oder seien es Freiheitsstrafen", so Merkel.


http://www.focus.de/politik/deutsch...die-haerte-des-rechts-spueren_id_5199111.html
Eh zu spät.
 
Wenn dem so wäre, warum sitzen dann in Deutschland nur 0,08% der Bevölkerung im Gefängnis, während es in den USA 2,2% sind, und das obwohl dir dort teils für Drogenbesitz für den Eigenkonsum schon ellenlange Haftstrafen drohen, was in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit ist. Um nur mal ein Beispiel zu nennen. Todesstrafe, mehrfach lebenslänglich etc. Die US-Strafen sind ungleich härter als die deutschen.


Ich habe ja viele geschrieben, sicherlich längst nicht alle und wohl auch nich die Mehrzahl.

In den USA spielt die soziale Struktur und andere Determinanten eine rolle die dazu führen dass dort prozentual mehr Menschen in Gefängnis sitzen sowie die von dir bereits angesprochene andere Beurteilung was zur Haftstrafe führen kann.
 
Aber man kann auch durchaus annehmen, dass die Rassismusproblematik in den USA mit Schwarzen und Latinos ihren Teil zu den hohen Haftquoten beiträgt.
 
die studie zeigt doch sogar, dass der einfluss von bildung deutlich wichtiger ist, als herkunft. dass z.b. grade im ruhrgebiet migranten nicht grade in den besten gegenden leben und die besten chancen besitzen ist doch auch nix neues. das geht vergleichbaren deutschen aber doch nicht anders.

Das ist sicherlich richtig, allerdings steht Bildung (und vor allem die Annahme von Bildung hier) auch wiederum in direktem Zusammenhang mit Herkunft und kulturellem Hintergrund.
 
Zu den vielen Straftätern trotz hoher Strafen in den USA möchte ich noch einen Gedanken hinzufügen:

Man darf nicht vergessen dass in den USA viele Menschen weit unterhalb der Armutsgrenze leben... in vielen Ghettos in fast jeder Großstadt und ebenso in vielen ländlichen Gebieten. Meist ohne Bildung, ohne Aussicht auf einen Job, absolut perspektivenlos ohne einen Cent in der Tasche. Da gibt es nur einen einzigen Weg: Die Kriminalität. Hohe Strafen schrecken da einfach nicht ab, es fehlt die Alternative. Ganz im Gegenteil, grad innerhalb von Gangs gehört Knasterfahrung zum guten Ton. Und durch die Masse der Kriminalität gibts auch immer genug die lange damit durchkommen. Das wirkt zusätzlich als Anreiz.
Beschreibt ja recht gut, wie sich auch viele Ausländer hier fühlen. Nur hier soll auf einmal alles anders sein?
Hier kann ich genauso unterstellen, dass absolut relativiert wird.
Würde mir wünschen, dass die gleichen Erklärungsversuche für Kriminalität hier auch angewendet werden und nicht, weil es Flüchtlinge, Araber oder sonst was sind.
Du schreibst ja auch nicht explizit Afro-Amerikaner, obwohl es einen Großteil betrifft, weil du eben zwischen Mensch und Straftat unterscheidest. Und das fehlt mir in unserer Diskussion eben, dass immer unterstrichen werden muss, WER eine Straftat begangen hat.

Das ganze lässt sich in keinster Weise auf Deutschland übertragen. Es muss hier niemand, aber wirklich niemand hungern und auf der Straße leben. Unser Sozialsystem verhindert das sehr gut. Klar kann man sich auch hier über die Höhe und die Leistungen streiten, und wirklich gut lässt es sich evtl. nur mit Hartz4 auch nicht leben... aber man kann leben... man ist nicht darauf angewiesen kriminell zu sein.
Das ist kein gutes Argument, da Armut, Perspektivlosigkeit etc. auch sehr subjektive empfinden sind. Vom Gefühl her wird es recht ähnlich sein. Denn ich kann genauso sagen, dass ein armer Amerikaner im Ghetto immer noch deutlich mehr hat, als ein im Slum lebender Inder. Und das könnte man wieder weiterspinnen.
Du siehst, dass das Argument also so nicht greift im Sinne von: "Dein Leben könnte beschissener sein, also sei demütig und verhalte dich so".
Warum muss dann der Multimillionär noch Steuern hinterziehen? Gleiche Kerbe...

Von daher stimme ich zu dass höhere Strafen durchaus Sinn machen würden. a) zur Abschreckung und b) um einfach die Leute aus dem Verkehr zu ziehen.

Beispiel: Ich arbeite als Sozialarbeiter und betreue gerade einen 21 jährigen NeoNazi... seit er 15 ist begeht er Straftaten: Volksverhetzung, Körperverletzung, Bildung einer kriminellen Organisation ect. ect.. Im Moment laufen z.B. 8 Verfahren gegen ihn. Bisher ist er einfach nach dem Jugendstrafrecht immer mit Warnungen davongekommen... nix ernstes, und das bleibt auch erstmal so, weil das Jugendstrafrecht in seinem Falle wohl auch noch weiter angewandt wird. Das ist schlicht lächerlich...

Das lässt sich auf so ziemlich alle jugendlichen Straftäter, egal ob Deutsche, Ausländer oder Flüchtlinge so sehen... die deutsche Justiz ist da einfach viel zu sanft. Klar kann ich nicht einen Jugendlichen der mal Mist baut gleich wegsperren, aber spätestens wenn da mehrere Sachen auflaufen muss hart zugegriffen werden... anders nimmt das niemand mehr ernst... 2 Wochen Jugendarrest, Sozialstunden... das ist absolut Lachhaft.
Auch da mag das subjektive Empfinden so sein, dass höhere und härtere Strafen etwas bewirken. Hier verweise ich nochmal auf die von mir verlinkte Studie zu genau diesem Thema, bitte lesen.
Und woher will man wissen, ob der Nazi im Gefängnis "besser" geworden wäre? Vielleicht wäre er noch radikaler rausgekommen und wie sieht es dann mit der Sicherheit der Gesellschaft aus?
Viele, die wegen Kleinigkeiten eingesperrt worden sind bzw. Ersttäter sind nach ihrem Gefängnisaufenthalt erst zu richtigen Kriminellen geworden. Es ist doch lang und breit erwiesen, dass Gefängnis wenig bis keinen Nutzen hat. Wichtig sind Therapien, Resozialisierungsprogramme etc. pp.
Auch die Jugendgefängnisse sind total überfüllt, in Bayern ist so gut wie jedes voll, es wird neu gebaut und einige müssen auch in den Erwachsenenvollzug, da die Jugendstrafanstalten überfüllt sind.
Diese Strategie verfolgen eher z.B. die skandinavischen Staaten und dort gibt es eine geringere Anzahl an Gefängnisinsassen und Straftaten. Muss also doch was dran sein.
 
Gefängnisse bringen zum Großteil sicherlich eher wenig bei der Resozialisierung und wir sollten froh sein, dass wir keine amerikanischen oder britischen Verhältnisse haben. Auf der anderen Seite kann es aber auch nicht sein, dass Intensivtäter teils ein halbes Dutzend mal ungeschoren davonkommen, bis sie im Knast landen. Dass Ersttäter bei schweren Straftaten wie Köprerverletzung oder jetzt den Diebstählen und der sexuellen Belästigung teils so gut wie garnicht belangt werden, sondern grinsend aus dem Gericht spazieren. Härtere Strafen heißt nicht automatisch Gefängnis, sondern in vielen Fällen überhaupt erst mal irgendeine Form von Strafe.
 
Gefängnisse bringen zum Großteil sicherlich eher wenig bei der Resozialisierung und wir sollten froh sein, dass wir keine amerikanischen oder britischen Verhältnisse haben. Auf der anderen Seite kann es aber auch nicht sein, dass Intensivtäter teils ein halbes Dutzend mal ungeschoren davonkommen, bis sie im Knast landen. Dass Ersttäter bei schweren Straftaten wie Köprerverletzung oder jetzt den Diebstählen und der sexuellen Belästigung teils so gut wie garnicht belangt werden, sondern grinsend aus dem Gericht spazieren. Härtere Strafen heißt nicht automatisch Gefängnis, sondern in vielen Fällen überhaupt erst mal irgendeine Form von Strafe.
Das ist doch Humbug, auch Ersttäter kommen zu genüge ins Gefängnis.
Das diese fast gar nicht belangt werden ist einfach nur falsch.
Auch dieses grinsend das Gericht verlassen ist doch ein Mythos, der vielleicht bei jedem Hundertsten mal vorkommt.
Keine Ahnung, wie dieses Bild immer entsteht, aber es ist einfach nur falsch.
Scheint wohl einfach der Empörungsreflex zu sein.
Und bitte, bitte bring mir keine Einzelfälle, sonst muss ich auch welche bringen und das bringt einfach nichts.
 
Und woher nimmst du deine Erkenntnis? Ich kenne aus meinen Job dann doch einige "Einzelfälle".
Du schreibst das ist einfach nur falsch, Humbug und Mythos. Beleg das doch dann bitte mal.
 
Und woher nimmst du deine Erkenntnis? Ich kenne aus meinen Job dann doch einige "Einzelfälle".
Du schreibst das ist einfach nur falsch, Humbug und Mythos. Beleg das doch dann bitte mal.
Zum einen die von mir verlinkte Studie, auf die ich mittlerweile fast in jedem Post hinweise:
http://www.uni-konstanz.de/rtf/kis/Heinz_Mehr_und_haertere_Strafen_he306.pdf

Dann gerade für dich als Sozialarbeiter interessant, sollte dich zum Nachdenken anregen:
http://www.dw.com/de/schreckgespenst-jugendknast/a-17200215

Und noch ein paar weitere interessante Links:
http://www.spiegel.de/panorama/just...ner-erzaehlt-vom-alltag-in-haft-a-869733.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/...tizminister-suchen-nach-alternativen-1.636232
 
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