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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

In 5 Wochen nun zum 5ten Mal krank, wieder Gliederschmerzen, empfindliche Haut. Diesmal sogar mit roten Punkten auf der Hand. Dabei war ich gestern Abend nur ne halbe Stunde beim Martinsumzug mit der Family.
Beruflich krank ist echt heikel wegen der vielen Arbeit. Ich kotz im Strahl
 
Dann scheint die Bezahlung nicht so pralle zu sein...

Kaum vorstellbar in einer Zeitarbeitsbude.

Ungelernte Helferjobs in Vollzeit, reiner Stundenlohn (ohne Schicht, Sonn/Feierteags/Nachtzuschläge)

Beginn: 9,50€

Branche Metall:
nach 6 Wochen: 10,20€
nach 2 Monaten: 10,56€
nach 5 Monaten: 11,44€
nach 7 Monaten: 12,76€
nach 9 Monaten: 13,20€

-Nachtzuschlag ab 20:00 Uhr: 25%
-Sonn & Feiertag: 100%
-Überstunden ab der 140 Monatsstunde: 25%
-Prämienauszahlung (ermöglicht uns der Kunde): 100%
-Weihnachtsgeld als 13 Gehalt (ermöglicht uns der Kunde)
-kein Verfall des Urlaubsanspruchs
-Hilfestellung bei allen behördengängen
-Möglichkeit auf Firmenfahrzeug wenn das eigene Fahrzeug nicht einsatzbereit ist ODER Kostenübernahme der öffentlichen Verkehrsmittel bis zum einschließlich zweiten Branchensprung

Für einen ungelernten Job, der keinerlei Qualifikation oder Berufserfahrung benötigt ist das (in dieser Region) fair und liegt (weit) über den Mindestlohn.

Das man mit solcher Arbeit nicht reich wird ist mir klar, aber man kann gut davon leben WENN man arbeiten will. Uns schlechte Bezahlung nachsagen zu lassen ist nicht gerecht imo.

Die derzeitige MA Sitation ist derzeit einfach der geringen Arbeitslosigkeitsquote geschuldet.
Das was jetzt kommt kann man zu 90% vergessen. Muss man schon Glück haben wenn gerade jemand aus welchen Gründen auch immer aus seiner bisherigen Firma ausgetreten ist aber trotzdem arbeiten will.
Was auch komplett überhand nimmt ist derzeit die Häufigkeit der Krankmeldungen in der ersten Arbeitswoche UND sinnbefreite Bewerbungsaufforderungen seitens des Arbeitsamts.
Wie soll ich einem mit Bandscheibenvorfällen und einer ärztlichen Vorgabe auf 5Kg maximalbelastung auf eine offene Stelle als Lagerhelfer vermitteln können? Da zeigt einem jeder Meister einen Vogel und winkt ab.

Ist aber natürlich easy den bösen Zeitarbeitsfirmen die Schuld zu geben.
Dass wir Mitarbeiter haben die seit Jahren bei uns sind (obwohl sie schon öffter in eine Festanstellung hätten wechseln können) und dass wir wirtschaftlich unerlässlich sind ist dann natürlich wayne. Da wird nur gesehen dass WIR an unseren Zeitarbeitsnehmern verdienen! Dass JEDE andere Firma auch an seinen Mitarbeitern verdient ist dann erstmal egal.
Ich verstehe aber woher der schlechte Ruf kommt. es gibt genug schwarze Schafe die ihre MA schlecht behandeln. Wenn mir unterkommt das einer meiner Internen Externe von oben herab / respektlos beahandelt, dann wird er genau einmal ermahnt, bevor er gekündigt wird.
Wie man in den Wald rein ruft....


Edit. Vergessen: - wenn ein MA nicht aus der Region kommt, kann er den ersten Monat (bis er was eigenes gefunden hat) umsonst bei uns wohnen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ungelernte Helferjobs in Vollzeit, reiner Stundenlohn (ohne Schicht, Sonn/Feierteags/Nachtzuschläge)

Beginn: 9,50€

Branche Metall:
nach 6 Wochen: 10,20€
nach 2 Monaten: 10,56€
nach 5 Monaten: 11,44€
nach 7 Monaten: 12,76€
nach 9 Monaten: 13,20€

-Nachtzuschlag ab 20:00 Uhr: 25%
-Sonn & Feiertag: 100%
-Überstunden ab der 140 Monatsstunde: 25%
-Prämienauszahlung (ermöglicht uns der Kunde): 100%
-Weihnachtsgeld als 13 Gehalt (ermöglicht uns der Kunde)
-kein Verfall des Urlaubsanspruchs
-Hilfestellung bei allen behördengängen
-Möglichkeit auf Firmenfahrzeug wenn das eigene Fahrzeug nicht einsatzbereit ist ODER Kostenübernahme der öffentlichen Verkehrsmittel bis zum einschließlich zweiten Branchensprung

Das ist tasächlich ganz ordentlich. Ist aber lange kein Standard in der Branche, oder?
 
ist aber auch das Optimum. Mehr als IGM geht nicht. Metaller werden in der Relation zu der Tätigkeit regelrecht mit Gold überschüttet:D

Sind zu 95% in der Metallbranche tätig. Ist halt regional bedingt.

Haben auch schon Anfragen von Kunden bekommen, die den Verrechnungssatz so niedrig anssetzten, dass wir unseren Mitarbeitern kein vernünftiges Gehalt ermöglichen könnten. Solche Anfragen müssen wir leider abschlagen. Ist dann eher ein Fall für die (sehr) großen Arbeitnehmerüberlassungen die mit trickserei Dumpingpreise erziehlen können.
 
Ungelernte Helferjobs in Vollzeit, reiner Stundenlohn (ohne Schicht, Sonn/Feierteags/Nachtzuschläge)

Beginn: 9,50€

Branche Metall:
nach 6 Wochen: 10,20€
nach 2 Monaten: 10,56€
nach 5 Monaten: 11,44€
nach 7 Monaten: 12,76€
nach 9 Monaten: 13,20€

-Nachtzuschlag ab 20:00 Uhr: 25%
-Sonn & Feiertag: 100%
-Überstunden ab der 140 Monatsstunde: 25%
-Prämienauszahlung (ermöglicht uns der Kunde): 100%
-Weihnachtsgeld als 13 Gehalt (ermöglicht uns der Kunde)
-kein Verfall des Urlaubsanspruchs
-Hilfestellung bei allen behördengängen
-Möglichkeit auf Firmenfahrzeug wenn das eigene Fahrzeug nicht einsatzbereit ist ODER Kostenübernahme der öffentlichen Verkehrsmittel bis zum einschließlich zweiten Branchensprung

Für einen ungelernten Job, der keinerlei Qualifikation oder Berufserfahrung benötigt ist das (in dieser Region) fair und liegt (weit) über den Mindestlohn.

Das man mit solcher Arbeit nicht reich wird ist mir klar, aber man kann gut davon leben WENN man arbeiten will. Uns schlechte Bezahlung nachsagen zu lassen ist nicht gerecht imo.

Die derzeitige MA Sitation ist derzeit einfach der geringen Arbeitslosigkeitsquote geschuldet.
Das was jetzt kommt kann man zu 90% vergessen. Muss man schon Glück haben wenn gerade jemand aus welchen Gründen auch immer aus seiner bisherigen Firma ausgetreten ist aber trotzdem arbeiten will.
Was auch komplett überhand nimmt ist derzeit die Häufigkeit der Krankmeldungen in der ersten Arbeitswoche UND sinnbefreite Bewerbungsaufforderungen seitens des Arbeitsamts.
Wie soll ich einem mit Bandscheibenvorfällen und einer ärztlichen Vorgabe auf 5Kg maximalbelastung auf eine offene Stelle als Lagerhelfer vermitteln können? Da zeigt einem jeder Meister einen Vogel und winkt ab.

Ist aber natürlich easy den bösen Zeitarbeitsfirmen die Schuld zu geben.
Dass wir Mitarbeiter haben die seit Jahren bei uns sind (obwohl sie schon öffter in eine Festanstellung hätten wechseln können) und dass wir wirtschaftlich unerlässlich sind ist dann natürlich wayne. Da wird nur gesehen dass WIR an unseren Zeitarbeitsnehmern verdienen! Dass JEDE andere Firma auch an seinen Mitarbeitern verdient ist dann erstmal egal.
Ich verstehe aber woher der schlechte Ruf kommt. es gibt genug schwarze Schafe die ihre MA schlecht behandeln. Wenn mir unterkommt das einer meiner Internen Externe von oben herab / respektlos beahandelt, dann wird er genau einmal ermahnt, bevor er gekündigt wird.
Wie man in den Wald rein ruft....


Edit. Vergessen: - wenn ein MA nicht aus der Region kommt, kann er den ersten Monat (bis er was eigenes gefunden hat) umsonst bei uns wohnen
Das sind sehr gute Bedingungen für Ungelernte. Verstehe nicht, weshalb euch dann die Leute reihenweise abspringen.
 
Das ist tasächlich ganz ordentlich. Ist aber lange kein Standard in der Branche, oder?

Nein. Wie gesagt da gibts genug schwaze Schafe.

Hier in der Region klappt das aber ganz gut / die Firmen nehmen sich nicht viel (da gibt es mal da ein paar Cent Fahrgeld mehr, daür ein paar Cent übertarifliche Zulage weniger).

Gemein wirds dann, wenn große Arbeitnehmerüberlassungen kommen und unseren verrechnugssatz gleich um 2€ - 4€ unterbieten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sind sehr gute Bedingungen für Ungelernte. Verstehe nicht, weshalb euch dann die Leute reihenweise abspringen.

Siehe Text drunter. (hab ich erst danach hinzugefügt)

Ich verstehe es auch nicht wirklich. Die Firma in der sie eingesetzt werden ist ordentlich, sehr wenig Choleriker (bei Firmen in der größe hat man wohl immer ein paar). Habe selbst Freunde die dort schon in Festanstellung gearbeitet haben.

Die Arbeit ist körperlich anstrengend. Das wird dem MA beim Einstellungsgespräch aber auch so gesagt. Es wird ihnen sowieso genauestens gesagt wie genau die Arbeit dort aussieht. Vor arbeitsbeginn wird mit uns zusammen der Abreitsplatz angeschaut, der MA dem Meister und den Kollegen vorgestellt etc.

Wenn ich den Leuten etwas unterstellen müsste würde ich behaupten dass das einfach Leute sind die auf Grund des Drucks vom Arbeitsamt gehen müssen und dann nach einem Tag sagen, dass die Arbeit nix für sie ist. Arbeitsamt ist kurzeitig zufrieden (hat ja einen Tag gearbeitet und wollte die Stelle annehmen) und der MA hat wieder kurz seine Ruhe.
Das der MA es nicht für nötig hält, sich bei uns zu melden wenn er nicht mehr in die Arbeit geht ist aber schlicht eine Sauerei und wird auch so dem Arbeitsamt gemeldet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Andererseits ist das nix schlimmes. Einen gewissen "Ausfall" hat man immer. Aber sowas ( dass alle Neueinstellungen ein Totalausfall sind) hatte ich noch nie. V.a. weil ich zum Zeitpunkt der Eistellung ja auch überzeugt bin, dass diese neuen MA einen vernünftigen Job machen würden.
 
Erst einmal ist das ein gängiger Stundenlohn. Auch in der Logistik. Es wird halt alles getan, damit der Zeitarbeiter zur Arbeit kommt, weil er mehr wert ist als er bekommt. Ich habe auch mal bei einer studentischen Zeitarbeiterfirma gearbeitet, also als Zeitarbeiter, und uns wurde jeden Tag ein Großraumtaxi zur Arbeit (und zurück) bestellt, weil die Bahn so unzuverlässig fuhr.

Die Probleme liegen ganz wo anders.

Zum einen, und das sollte man nicht unterschätzen, liegt keine Bindung zum Unternehmen vor. Du bist halt der Zeitarbeiter für die Drecksarbeit. Du bist ungelernt und man wird auch nicht viel Geld in Schulung investieren, weil jederzeit ein anderer Zeitarbeiter kommen kann. Du bist extern und da kommt wenig Zusammengehörigkeitsgefühl.

Bei uns ist noch das Problem, dass selbst wenn man einen Zeitarbeiter übernehmen will, es der Dienstleister einen schwer macht. Wir hatten einen sehr gute, zuverlässigen Arbeiter und wollten ihn für 2h/Tag einstellen. Über die Zeitarbeiterfirma hat er bei uns 4h gearbeitet, aber nicht erheblich mehr verdient. Seine Firma hat es ihm mehr oder weniger erlaubt, war darüber aber natürlich nicht erfreut und hat dann angefangen, ihm nur noch Aufträge gegeben, die mit unserer Arbeitszeit in Konflikt standen. (Mittlerweile arbeitet er bei uns an einem anderen Standort für 20 oder 25h/Woche.)

Dann hatten wir noch einen sehr gut ausgebildeten Kaufmann. Sehr sympathischer Typ und völlig überqualifiziert für Lagerarbeit. Er kannte unsere Systeme besser als ich, aber es gab zu der Zeit keine freie Stelle. Selten hatte er andere Aufträge, aber kam halt vor. Da hat er seinen Arbeitgeber gebeten, ihn nur noch die 4h bei uns einzusetzen und ab dem Zeitpunkt, war er natürlich kaum noch bei uns. Hat dann trotzdem eine 25h-Stelle an einem anderen Standort bekommen.

Das ganze Konzept ist einfach problematisch. Die guten Leute werden natürlich gerne übernommen, aber der Personaldienstleister verdient ja gerade an denen und hat an einer Übernahme wenig Interesse.
Weil man als Arbeitgeber auch Angst hat seine Leute zu verlieren, stellt man mehr Zeitarbeiter ein, verzichtet dafür aber auf Sicherheiten bei dem Einzelnen. So wie ich das erlebt habe, ist es ein Konstrukt, von dem in erster Linie die beiden Unternehmen profitieren und nicht der Arbeitnehmer.
 
Erst einmal ist das ein gängiger Stundenlohn. Auch in der Logistik. Es wird halt alles getan, damit der Zeitarbeiter zur Arbeit kommt, weil er mehr wert ist als er bekommt. Ich habe auch mal bei einer studentischen Zeitarbeiterfirma gearbeitet, also als Zeitarbeiter, und uns wurde jeden Tag ein Großraumtaxi zur Arbeit (und zurück) bestellt, weil die Bahn so unzuverlässig fuhr.

Die Probleme liegen ganz wo anders.

Zum einen, und das sollte man nicht unterschätzen, liegt keine Bindung zum Unternehmen vor. Du bist halt der Zeitarbeiter für die Drecksarbeit. Du bist ungelernt und man wird auch nicht viel Geld in Schulung investieren, weil jederzeit ein anderer Zeitarbeiter kommen kann. Du bist extern und da kommt wenig Zusammengehörigkeitsgefühl.

Bei uns ist noch das Problem, dass selbst wenn man einen Zeitarbeiter übernehmen will, es der Dienstleister einen schwer macht. Wir hatten einen sehr gute, zuverlässigen Arbeiter und wollten ihn für 2h/Tag einstellen. Über die Zeitarbeiterfirma hat er bei uns 4h gearbeitet, aber nicht erheblich mehr verdient. Seine Firma hat es ihm mehr oder weniger erlaubt, war darüber aber natürlich nicht erfreut und hat dann angefangen, ihm nur noch Aufträge gegeben, die mit unserer Arbeitszeit in Konflikt standen. (Mittlerweile arbeitet er bei uns an einem anderen Standort für 20 oder 25h/Woche.)

Dann hatten wir noch einen sehr gut ausgebildeten Kaufmann. Sehr sympathischer Typ und völlig überqualifiziert für Lagerarbeit. Er kannte unsere Systeme besser als ich, aber es gab zu der Zeit keine freie Stelle. Selten hatte er andere Aufträge, aber kam halt vor. Da hat er seinen Arbeitgeber gebeten, ihn nur noch die 4h bei uns einzusetzen und ab dem Zeitpunkt, war er natürlich kaum noch bei uns. Hat dann trotzdem eine 25h-Stelle an einem anderen Standort bekommen.

Das ganze Konzept ist einfach problematisch. Die guten Leute werden natürlich gerne übernommen, aber der Personaldienstleister verdient ja gerade an denen und hat an einer Übernahme wenig Interesse.
Weil man als Arbeitgeber auch Angst hat seine Leute zu verlieren, stellt man mehr Zeitarbeiter ein, verzichtet dafür aber auf Sicherheiten bei dem Einzelnen. So wie ich das erlebt habe, ist es ein Konstrukt, von dem in erster Linie die beiden Unternehmen profitieren und nicht der Arbeitnehmer.


Ja die Probleme gibt es.

Drecksarbeit:

Das ein Zeitarbeiter die Drecksarbeit macht ist schlicht Quatsch. Der Mitarbeiter weiß zuvor genau welche Aufgabengebiete ihn erwarten. Wenn er dann trotzdem ständig in einem unverhältnismäßigen Ramen die undankbarsten Arbeiten machen muss, dann wird persönlich mit dem Meister geredet. Es ist ein leichtes für uns den Mitarbeiter sofort aus der Stelle zu entfehrnen. Viele Vorarbeiter / Meister versuchen das immer wieder gerne um ihre Festangestellten zu schonen. Es liegt dann aber schlicht an der Zeitarbeitsfirma das zu regeln.
Hatten auch schon mal einen Kunden, bei dem das der Fall war. Konkret eine Lackieranlage, bei der unsere Mitarbeiter dann den ganzen Tag mit Spachtel (!!) die Lackieranlage von Rückständen befreien sollten. Der kunde war genau eine Woche Kunde.

Zur Übernahme von Mitarbeitern:


Jede Firma die Zeitarbeiter beschäftigt macht mit der Zeitarbeitsfirma einen s.G. Arbeitnehmerüberlassungsvertrag in dem genau sowas geregelt sein sollte.
In unserem konkreten Fall: Helfer Kostenfrei nach dem dritten Monat. Bei Facharbeitern ist es abhängig vom Verrechnungssatz und vom Übernahmetermin. KEINE vernünftig arbeitende Arbeitnehmerüberlasssung sperrt sich gegen eine Mitarbeiterübernahme. Langfristig schadet das nur; Dem Kunden weil er sich Geld sparen kann, dem Mitarbeiter weil wir seine berufliche Zukunft verbauen (dardurch unzufrieden, dardurch schlechte Arbeit, dardurch verlässt er sowieso irgendwann unser Unternehmen) und uns selbst, weil wirs uns über kurz oder lang mit dem Kunden vergraulen. Das kann sich keiner Leisten. Von den Vorteilen ein bekanntes Gesicht in der Abteilung zu haben mit dem man auch mal sprechen kann ganz zu schweigen.
Das einem das bei Facharbeitern nicht schmeckt ist klar. Es ist halt einfach geld, das du nicht verdienst. Aber so ist es eben. Wer sich dagegen als Arbeitnehmerüberlassung sperrt hat entweder arge finanzielle probleme oder sollte keine Zeitarbeitsfirma haben.

Schnell auswechselbarer Zeitarbeiter:


Wirklich keiner hat bock / zeit ständig einen neuen MA in seine arbeit einzuweisen. Das gilt sowohl für den Helfer als auch (gerade auch) für den Facharbeiter. In wie weit beispielsweise ein CNCler oder ein Bandarbeiter weniger oder mehr ersetztbar sein sollte wie ein Festangestellter erschließt sich mir nicht? EINZIG der Wegfall der Kündigungsfrist die den Kunden nicht betrift kann man als Argument gelten lassen, wobei das eher Personaler und nicht die Abteilungsleiter interessiert.
Ein Zeitarbeitnehmer ist flexibler, aber nicht austauschbarer.

Verdienst von 2 Stunden Fest nicht wesentlich mehr wert als 4 Stunden über Zeitarbeit:

:D Da muss ich schon ein wenig lachen.
Kam die Zeitarbeitsfirma aus Rumänien und war nach 4 Tagen Insolvent? Jeder der glaubt, dass sich ein Zeitarbeitnehmenr und ein Festangestellter nicht irgendwann übers Gehalt unterhalten ist schief gewickelt. Wenn das zu sehr von ein ander abweicht, hatte man mal einen Mitarbeiter.
Blöd wirds dann, wenn der Zeitarbeiter (bedingt durch ein beim Kunden herschenden Werksvertrag VS unserer iGz) mehr verdient als ein Festangestellter. Dass ein Zeitarbeitnehmer idR weniger verdient als ein festangestellter ist kein Geheimnis. Aber die Hälfte? Never.

Wir haben übrigens recht häufig den Fall das MA beim Kunden behaupten, dass sie beispielsweise ein Prämie nicht bekommen haben oder ein vereinbarter Stundensatz nicht gezahlt wird. In solchen Fällen schicken wir betreffende abrechnungen immer zum Kunden. Darf jeder wissen was man bei uns verdient. WARUM das so gemacht wird weiß ich nicht. Mit jedem MA wird seine erste Lohnabrechnung durchgesprochen um solche Missverständnise zu vermeiden.

Überqualifizierter Kaufmann:


Natürlich schwierig zu sagen ohne die genauen Umstände zu kennen. IdR ist es so, dass der Kunde mit sehr genauen vorstellungen über die nötige Qualifikation des Wunschmitarbeiters auf uns zu kommt. Überqualifizierung ist fast immer Unterbezahlung und damit doof für jede Zeitarbeitsfirma (und natürlich auch für den Mitarbeiter). Solche fälle passieren aber. Z.B. wenn der Auftrag des Mitarbeiters unerwartet wegbricht und wir eben derzeit keine Passende Stelle haben. Ob der MA dann eine Stelle annnimmt die seiner Qualifikation nicht entsprechen ist ihm dann selbst überlassen. Oft werden die Stellen dann aber gerne genommen, bis wir oder der Mitarbeiter eine passenden neuen Arbeitsplatz haben. Dies sollte mit größter Dringlichkeit passieren - weil auch wir interesse daran haben, dass der MA entsprechend seiner Fähigkeiten eingesezt wird. Wir verdienen da schlicht besser dran.
Nicht optimal, kein Frage aber besser als keine Arbeit?

Sinn und unsinn der Zeitarbeit

Bei weitem kein Optimales Konzept. Leider bleibt den Unternehmen, im besten Fall Saison- oder Auftragsbedingt im schlechtesten Fall finanziell bedingt, oft keine andere Möglichkeit.
Das nutzen wir und so verdienen wir unser Geld. Wir sind derzeit in deutschland unerlässlich. fast kein größeres Unternhemen kann ohne Zeitarbeit überleben.
Das ein Zeitarbeitsnehmer ein Wegwerfartikel ist ist aber schon lang Geschichte. Ein Zeitarbeiter ist, unabhängig ob nun Fachpersonal oder nicht, ein Luxusgut, bei dem das Unternehmen für die eigentlich geleistete Arbeitstunde mehr Zahlen muss als für einen Festangestellten. Das passiert natürlich mit einem gewissen Kalkül. Ein Zeitarbeiter ist flexibilität, die ein Festangestellter nicht ist. Ein Zeitarbeitsfirma ist ein ein abgegebener Veraltungs, Personal und Behördenakt der jeder Firma zu schaffen macht.

Last but not least:

So wie ich das erlebt habe, ist es ein Konstrukt, von dem in erster Linie die beiden Unternehmen profitieren und nicht der Arbeitnehmer.

Das ich den Satz so nicht stehen lassen kann war ja klar :D
Jeder Einzelne unserer Mitarbeiter hat irgend ein Manko. Ein Beruf der nicht gefragt ist, verunfallt, fehlende Bildung, lange aus dem Berufsleben raus, fehlende Berufserfahrung, keine Möglichkeit auf eine langes Arbeitsverhältnis, fragwürdiger Lebenslauf, Haftstrafe, Nationalität, Sprache etc.

Kurz: Jeder Mitarbeiter hat irgendein "Problem", dass ihn für die Unternehmen uninteressant macht.

Nun hat man zwei Möglichkeiten:
1) man sagt, dass Zeitarbeitsfirmen diese Leute ausnutzen
2) man sagt, dass Zeitarbeitsfirmen diesen Leuten einen (Wieder)einstieg in einen Beruf ermöglicht, bei dem sie aus eigener Kraft keine Chance hätten.

Was richtig ist, hängt von der Zeitarbeitsfirma ab. Man sollte da mit allgemeinen Aussagen sehr vorsichtig sein imo.

Als ich noch Physiotherapeut war und gesehen habe wie Physio - Zeitarbeiter bei uns angefangen haben war ich noch von ersterem überzeugt. Heute sehe ich das anders, sonst wäre ich nach einer Woche wieder gegangen.


DAS die Zeitarbeit überhaupt nötig ist - sowohl für Unternehmen als auch für die Zeitarbeiter - dass ists was mich immer etwas stört an der ganzen Geschichte






Ganz nebenbei will ich natürlich nicht jeden deiner Punkt dementieren / rechtfertigen. Ich glaube dir, dass dir das so oder so ähnlich passiert ist und es ist schade das du (auch heute noch) solche Erfahrungen mit Zeitarbeitsfirmen machen kannst.
Ich kann dir nur versichern es gibt auch die Guten, nur fallen die Schlechten gesellschaftlich natürlich besonders übel auf und fallen auch besonders ins Gewicht.
Natürlich sagen die Schlechten von sich immer das sie die Guten sind :D

Als ehemaliger Physio war der Ruf der Zeitarbeit immer ein Problem für mich. Vom Gesellschaftshero zum Menschnhändler. Seit dem ich aber weiß wie es tatsächlich ist, ist es mir wichtig den Leuten zu Zeigen, dass es nicht immer so sein muss. Deshalb werde ich nicht müde meine Arbeit hier zu rechtfertigen.

Sorry für den Wall of Text.
 
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Ja die Probleme gibt es.

Drecksarbeit:

Das ein Zeitarbeiter die Drecksarbeit macht ist schlicht Quatsch. Der Mitarbeiter weiß zuvor genau welche Aufgabengebiete ihn erwarten. Wenn er dann trotzdem ständig in einem unverhältnismäßigen Ramen die undankbarsten Arbeiten machen muss, dann wird persönlich mit dem Meister geredet. Es ist ein leichtes für uns den Mitarbeiter sofort aus der Stelle zu entfehrnen. Viele Vorarbeiter / Meister versuchen das immer wieder gerne um ihre Festangestellten zu schonen. Es liegt dann aber schlicht an der Zeitarbeitsfirma das zu regeln.
Hatten auch schon mal einen Kunden, bei dem das der Fall war. Konkret eine Lackieranlage, bei der unsere Mitarbeiter dann den ganzen Tag mit Spachtel (!!) die Lackieranlage von Rückständen befreien sollten. Der kunde war genau eine Woche Kunde.

Zur Übernahme von Mitarbeitern:


Jede Firma die Zeitarbeiter beschäftigt macht mit der Zeitarbeitsfirma einen s.G. Arbeitnehmerüberlassungsvertrag in dem genau sowas geregelt sein sollte.
In unserem konkreten Fall: Helfer Kostenfrei nach dem dritten Monat. Bei Facharbeitern ist es abhängig vom Verrechnungssatz und vom Übernahmetermin. KEINE vernünftig arbeitende Arbeitnehmerüberlasssung sperrt sich gegen eine Mitarbeiterübernahme. Langfristig schadet das nur; Dem Kunden weil er sich Geld sparen kann, dem Mitarbeiter weil wir seine berufliche Zukunft verbauen (dardurch unzufrieden, dardurch schlechte Arbeit, dardurch verlässt er sowieso irgendwann unser Unternehmen) und uns selbst, weil wirs uns über kurz oder lang mit dem Kunden vergraulen. Das kann sich keiner Leisten. Von den Vorteilen ein bekanntes Gesicht in der Abteilung zu haben mit dem man auch mal sprechen kann ganz zu schweigen.
Das einem das bei Facharbeitern nicht schmeckt ist klar. Es ist halt einfach geld, das du nicht verdienst. Aber so ist es eben. Wer sich dagegen als Arbeitnehmerüberlassung sperrt hat entweder arge finanzielle probleme oder sollte keine Zeitarbeitsfirma haben.

Schnell auswechselbarer Zeitarbeiter:


Wirklich keiner hat bock / zeit ständig einen neuen MA in seine arbeit einzuweisen. Das gilt sowohl für den Helfer als auch (gerade auch) für den Facharbeiter. In wie weit beispielsweise ein CNCler oder ein Bandarbeiter weniger oder mehr ersetztbar sein sollte wie ein Festangestellter erschließt sich mir nicht? EINZIG der Wegfall der Kündigungsfrist die den Kunden nicht betrift kann man als Argument gelten lassen, wobei das eher Personaler und nicht die Abteilungsleiter interessiert.
Ein Zeitarbeitnehmer ist flexibler, aber nicht austauschbarer.

Verdienst von 2 Stunden Fest nicht wesentlich mehr wert als 4 Stunden über Zeitarbeit:

:D Da muss ich schon ein wenig lachen.
Kam die Zeitarbeitsfirma aus Rumänien und war nach 4 Tagen Insolvent? Jeder der glaubt, dass sich ein Zeitarbeitnehmenr und ein Festangestellter nicht irgendwann übers Gehalt unterhalten ist schief gewickelt. Wenn das zu sehr von ein ander abweicht, hatte man mal einen Mitarbeiter.
Blöd wirds dann, wenn der Zeitarbeiter (bedingt durch ein beim Kunden herschenden Werksvertrag VS unserer iGz) mehr verdient als ein Festangestellter. Dass ein Zeitarbeitnehmer idR weniger verdient als ein festangestellter ist kein Geheimnis. Aber die Hälfte? Never.

Wir haben übrigens recht häufig den Fall das MA beim Kunden behaupten, dass sie beispielsweise ein Prämie nicht bekommen haben oder ein vereinbarter Stundensatz nicht gezahlt wird. In solchen Fällen schicken wir betreffende abrechnungen immer zum Kunden. Darf jeder wissen was man bei uns verdient. WARUM das so gemacht wird weiß ich nicht. Mit jedem MA wird seine erste Lohnabrechnung durchgesprochen um solche Missverständnise zu vermeiden.

Überqualifizierter Kaufmann:


Natürlich schwierig zu sagen ohne die genauen Umstände zu kennen. IdR ist es so, dass der Kunde mit sehr genauen vorstellungen über die nötige Qualifikation des Wunschmitarbeiters auf uns zu kommt. Überqualifizierung ist fast immer Unterbezahlung und damit doof für jede Zeitarbeitsfirma (und natürlich auch für den Mitarbeiter). Solche fälle passieren aber. Z.B. wenn der Auftrag des Mitarbeiters unerwartet wegbricht und wir eben derzeit keine Passende Stelle haben. Ob der MA dann eine Stelle annnimmt die seiner Qualifikation nicht entsprechen ist ihm dann selbst überlassen. Oft werden die Stellen dann aber gerne genommen, bis wir oder der Mitarbeiter eine passenden neuen Arbeitsplatz haben. Dies sollte mit größter Dringlichkeit passieren - weil auch wir interesse daran haben, dass der MA entsprechend seiner Fähigkeiten eingesezt wird. Wir verdienen da schlicht besser dran.
Nicht optimal, kein Frage aber besser als keine Arbeit?

Sinn und unsinn der Zeitarbeit

Bei weitem kein Optimales Konzept. Leider bleibt den Unternehmen, im besten Fall Saison- oder Auftragsbedingt im schlechtesten Fall finanziell bedingt, oft keine andere Möglichkeit.
Das nutzen wir und so verdienen wir unser Geld. Wir sind derzeit in deutschland unerlässlich. fast kein größeres Unternhemen kann ohne Zeitarbeit überleben.
Das ein Zeitarbeitsnehmer ein Wegwerfartikel ist ist aber schon lang Geschichte. Ein Zeitarbeiter ist, unabhängig ob nun Fachpersonal oder nicht, ein Luxusgut, bei dem das Unternehmen für die eigentlich geleistete Arbeitstunde mehr Zahlen muss als für einen Festangestellten. Das passiert natürlich mit einem gewissen Kalkül. Ein Zeitarbeiter ist flexibilität, die ein Festangestellter nicht ist. Ein Zeitarbeitsfirma ist ein ein abgegebener Veraltungs, Personal und Behördenakt der jeder Firma zu schaffen macht.

Last but not least:



Das ich den Satz so nicht stehen lassen kann war ja klar :D
Jeder Einzelne unserer Mitarbeiter hat irgend ein Manko. Ein Beruf der nicht gefragt ist, verunfallt, fehlende Bildung, lange aus dem Berufsleben raus, fehlende Berufserfahrung, keine Möglichkeit auf eine langes Arbeitsverhältnis, fragwürdiger Lebenslauf, Haftstrafe, Nationalität, Sprache etc.

Kurz: Jeder Mitarbeiter hat irgendein "Problem", dass ihn für die Unternehmen uninteressant macht.

Nun hat man zwei Möglichkeiten:
1) man sagt, dass Zeitarbeitsfirmen diese Leute ausnutzen
2) man sagt, dass Zeitarbeitsfirmen diesen Leuten einen (Wieder)einstieg in einen Beruf ermöglicht, bei dem sie aus eigener Kraft keine Chance hätten.

Was richtig ist, hängt von der Zeitarbeitsfirma ab. Man sollte da mit allgemeinen Aussagen sehr vorsichtig sein imo.

Als ich noch Physiotherapeut war und gesehen habe wie Physio - Zeitarbeiter bei uns angefangen haben war ich noch von ersterem überzeugt. Heute sehe ich das anders, sonst wäre ich nach einer Woche wieder gegangen.


DAS die Zeitarbeit überhaupt nötig ist - sowohl für Unternehmen als auch für die Zeitarbeiter - dass ists was mich immer etwas stört an der ganzen Geschichte






Ganz nebenbei will ich natürlich nicht jeden deiner Punkt dementieren / rechtfertigen. Ich glaube dir, dass dir das so oder so ähnlich passiert ist und es ist schade das du (auch heute noch) solche Erfahrungen mit Zeitarbeitsfirmen machen kannst.
Ich kann dir nur versichern es gibt auch die Guten, nur fallen die Schlechten gesellschaftlich natürlich besonders übel auf und fallen auch besonders ins Gewicht.
Natürlich sagen die Schlechten von sich immer das sie die Guten sind :D

Als ehemaliger Physio war der Ruf der Zeitarbeit immer ein Problem für mich. Vom Gesellschaftshero zum Menschnhändler. Seit dem ich aber weiß wie es tatsächlich ist, ist es mir wichtig den Leuten zu Zeigen, dass es nicht immer so sein muss. Deshalb werde ich nicht müde meine Arbeit hier zu rechtfertigen.

Sorry für den Wall of Text.

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:D
 
Soll ich noch bunte Bilder für euch einfügen?
Ja das ist viel Text und normalerweise bin ich keiner der einen so mit Text erschlägt aber wenn sich wer wirklich für das Thema interessiert, dann ist eben nicht mit Einzeilern getan.

btw. du hast megagruslige Finger für einen Kerl. :schreck:
 
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