So wie du Hitlers politisches Wirken von seinem privaten Wesen trennst (wobei Hitler privat eine Unperson war und der Vergleich deswegen nicht passt), kann man imo nicht ihre fragwürdigen Methoden vom Rest ihrer Arbeit trennen. Denn eines ist klar: Für sie waren Pferde in erster Linie Sportgeräte. Und diese Geschöpfe galt es im Wert zu steigern, um sie teuer weiterzuverkaufen. Wenn sie also eine der erfolgreichsten auf dem Gebiet war, dann können ihre Produkte wohl nicht so schlecht (im Sinne von psychisch gestört, verletzt, vernarbt) gewesen sein.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sie dabei Methoden angewandt hat, die zu weit gingen. Anderseits erscheint mir als Laien diese ganze Dressurgeschichte tendenziell nicht gerade tierfreundlich. Da wäre es für mich an dieser Stelle mal interessant, eine fundierte Arbeit zu lesen, die sich damit beschäftigt wo da die Grenze zwischen Tierquälerei und sportliche Dressur verläuft.