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Tiereliebe vs Menschenliebe

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ausgleichende Gerechtigkeit ist auch so ein Hirngespinst, womit die Leute ihre Schadenfreude zu rechtfertigen versuchen.

Wenn es immer ausgleichende Gerechtigkeit gäbe, wäre die ganze Menschheit schon seit tausenden von Jahren verschwunden.
Mir widerstrebt es einfach total, eine Ungerechtigkeit durch eine andere Ungerechtigkeit aufzuheben.
Minus und Minus ergibt nicht immer Plus.
 
Wenn es immer ausgleichende Gerechtigkeit gäbe, wäre die ganze Menschheit schon seit tausenden von Jahren verschwunden.
Mir widerstrebt es einfach total, eine Ungerechtigkeit durch eine andere Ungerechtigkeit aufzuheben.
Minus und Minus ergibt nicht immer Plus.


Naja, das ist ja nicht der Punkt. Wie gesagt: Es geht nicht darum, einem Menschen, der etwas Falsches tut, ebenfalls etwas Falsches zu wünschen. Das war ja auch schon in meinem Anti-Todesstrafe-Posting ersichtlich, dachte ich. Das widerstrebt mir auch total. Es geht eher darum, dass einem Menschen, während er ein Lebewesen quält, durch eine Aktivität dieses Lebewesens etwas geschieht. Und da empfinde ich einfach kein Mitgefühl für den verunglückten Menschen. Das ist ein riesiger Unterschied zur aufgestellten Behauptung, man würde Tierquälern per se den Tod wünschen.
 
Mir gings dabei eigentlich nur um die Gefährlichkeit von ideologischen Tendenzen. Denn die kommen nie ohne Feindbilder aus. In einer so fixierten Weltanschauung verlieren offenbar viele Menschen die Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen der eigenen Handlungen. Für das Feindbild sind dann keine Strafen groß genug. Von "ausgleichender Gerechtigkeit" bis zu einem "langen, qualvollen Tod", der gewünscht wird ist alles möglich. Und wenn heute einer fragt, wie konnte das im dritten Reich überhaupt passieren, dann braucht man sich nur anschauen, wie die Leute heute noch im Privaten (Tierquälerei, Kinderschänder, Mörder etc) hassen und sich dann vorstellen, was passiert, wenn so etwas politisch gelenkt wird. Gerade im Internetzeitalter erscheinen mir solche emotionalen Strömungen wie tickende Zeitbomben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Urgs das sehe ich anders, du warst hier der Einzige der von einer Tierverehrungsideologie geredet hat, wo ist diese
ich sehe nichts davon.

Das Leute nichts mehr empfinden oder sich sogar freuen wenn Tierquäler sterben, liegt wohl einfach an einem Verarbeitungsmechanismus.

Die Bilder die wir alle dank TV und Internet im Kopf haben, wo Tiere aufs grausamste misshandelt werden, können
nicht alle ignorieren oder so leicht verarbeiten wie vielleicht du das kannst.

Da ist diese Reaktion wohl nur als eine art Katharsis zu sehen, zumindest ich sehe es so, eine Ideologie sehe ich nicht dahinter.
 
Ich weiß auch nicht, ob man da schon von einer handfesten Ideologie sprechen kann. Deswegen habe ich auch von ideologischen Tendenzen geschrieben. Wenn Menschen grundsätzlich das Tier über den Menschen stellen und entsprechend dieser Logik jeden Tierquäler als den schlimmstmöglichen Feind ansehen, dann hat das für mich ideologische Züge. Sicherlich möchte ich das nicht jedem unterstellen, der sich hier schadenfroh zum Thema geäussert hat. Aber es erinnerte mich halt an das kürzlich erlebte Extrembeispiel, was mich nachhaltig beeindruckt hat.
 
Aber die Ideologie der Tierverehrung führte offensichtlich dazu, dass sich die Leute daran ergötzen konnten, wie ein Mensch vermutlich zu Tode kam.

Dann hatte ich das missverstanden.
Bei mir regt sich auch nichts, wenn ein Mensch der anderen Menschen oder Tieren was angetan hat, stirbt.
Einer Ideologie gehöre ich nicht an, die Ideologie der Tierverehrung ist mir noch nicht begegnet, die Ideologie
"der Mensch steht über dem Tier und darf damit machen was er will", der bin ich schon oft begenet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Menschen grundsätzlich das Tier über den Menschen stellen und entsprechend dieser Logik jeden Tierquäler als den schlimmstmöglichen Feind ansehen, dann hat das für mich ideologische Züge.
Beim Stierkampf wird das Tier systematisch zur Belustigung einer grossen Menschenmenge langsam in ca 20 Minuten und mit grossen Schmerzen hingerichtet. Die Tiere haben eigentlich fast keine Chance.

Man behauptet, dass der Stier vor dem Stichtag ein schönes Leben führt. Er hat viel Platz auf einer Weide und wird gut genährt und gepflegt. Dafür sind die letzten Wochen vor dem Kampf eine Qual. Tierschutzvereinigungen haben verdeckt ermittelt und herausgefunden, was hinter den Kulissen passiert. Wochen vor dem Kampf werden den Stieren schwere Gewichte um den Hals gehängt. In die Nase werden ihnen Taschentücher und Watte gesteckt, um ihre Atmung zu erschweren.

Schon zwei Tage vor dem Stierkampf bekommen die Stiere kein Futter mehr und nur wenig Wasser. Sie bekommen Medikamente verabreicht, die Darmbluten verursachen und werden mit Beruhigungsmitteln betäubt. Die Nacht vor dem Kampf verbringen die Stiere in engen Kisten, die gedreht werden, damit sie die Orientierung verlieren. Auch am Tag des bevorstehenden Kampfes bekommen sie keine Nahrung mehr. Stattdessen Prügel und Nadelstiche in die Hoden. Zu guter Letzt werden ihre Ohren und Fesseln mit Terpentin eingerieben, die ihnen noch mehr Schmerzen bereiten und sie scharf machen. In diesen letzten zwei Tagen vor dem Kampf verliert ein Stier um die 40 Kilogramm.

Kurz bevor sie ihrem Schicksal entgegentreten, werden sie mit Schlägen auf die Nieren geschwächt. Ihre hochempfindlichen Hörner werden abgeschliffen, um den Torero
zu schützen und ein zielgerechtes Zustoßen zu verhindern. Zum Schluss wird ihnen noch Vaseline in die Augen geschmiert. Der Stier betritt die Arena desorientiert, geschwächt und fast blind.

http://www.spanien-abc.com/Stierkampf-in-Spanien-Stierkaempfe-und-ihre-Bede.562.0.html
Tut mir echt leid dass ich mit den Veranstaltern dieser barbarischen Veranstaltung und ihren Stars kein Mitleid habe.
 
wie bereits geschrieben, für mich war der Bezug des Videos zu Stiefkämpfen nicht ersichtlich. Das war keine öffentliche Veranstaltung, man sah lediglich einen umzäunten Platz und ein paar Menschen die um den Stier herumsprangen.
 
Sorry aber Azrael hat Recht.

Und das ist durchaus ein Thema was man ruhig schwarz/weiß betrachten darf, denn Tierquälerei ist einfach falsch.

Würde mich auch nicht stören wenn man solche Art von Menschen für ihre Taten lynchen würde, genauso wie Kinderschänder.

Es gibt No-Go's. Sachen die einfach ein Tabu Thema sind. Wer solche praktiziert sollte nicht mehr leben dürfen.

Das sollte fest definiert sein und nicht in ellenlangen Verhandlungen entschieden werden, sodass man seinen Schicksal entfliehen kann.
 
Natürlich hat das Thema hier nichts zu suchen. Aber Häme wenn jemand gestorben ist eben auch nicht!
Oder wie schon die Römer sagten:

De mortuis nihil nisi bene - Über die Toten nur Gutes
 
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