Wish I Was Here
Mhm, minimal enttäuschend, wenn man ihn direkt mit Garden State vergleicht. Und das muss sich Wish I Was Here einfach gefallen lassen, da Zach Braff hier eine ähnliche Richtung einschlägt. Er wirkt nicht so homogen, glaubwürdig und natürlich wie Garden State. Eher etwas gezwungen und gezielt auf diesen sentimentalen Carpe diem-Aspekt hinarbeitend.
Für sich genommen aber trotzdem ein wohltuender, rührender und auch lustiger Film, der beweist, dass Braff genau dieses Genre hervorragend beherrscht. Das emotionale, von einer gewissen Tragik und Tod geprägte Fundament, wird hier herzlich, leichtfüßig, mit einigen überraschend zotigen Witzen und von einem charmanten Cast vorgetragen. Wie gesagt ein bisschen berechnend, aber in seiner Botschaft eindeutig sympathisch und liebevoll, weshalb ich Wish I Was Here jedem Freund solch tragisch-schöner Geschichten auch nur empfehlen kann. An Garden State oder beispielsweise Ganz weit hinten (letzteren fasse ich einfach mal unter das weite Genre des emotionalen Feel-Good-Movies, auch wenn er natürlich etwas anders gewichtet ist als Zack Braffs Filme) kommt er aber lange nicht heran, weshalb ich, trotz des einfühlsamen Filmvergnügens, nur
7/10 Comic-Cons
(Braff & Freunde-Bonus bereits inbegriffen) vergeben kann.
Wird übrigens mal Zeit, dass Ashley Greene endlich aus ihrem Twilight-Schatten heraustritt und ein paar vernünftige Rollen abstaubt, die ihrer Ausstrahlung gerecht werden. Ihre 40 Sekunden natürliche, leicht nerdige Screentime hier fand ich nämlich reizend.

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