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Absturz einer deutschen Maschine von German Wings in Frankreich

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Irgendwie gibt es aber nach jeder Katastrophe den einen oder anderen Artikel, in dem der Journalismus zu Grabe getragen wird. Gehört wohl dazu....
 
Journalismus ist, neben einigen anderen Dingen, vor allem auch ein knallhartes Tagesgeschäft um Auflagen, Klicks und Quoten. Tempo bestimmt dieses Geschäft und eine dünne Personaldecke. Da bleibt nicht viel Platz für Moral und Abwägungen. Was das eine Blatt nicht bringt, druckt das nächste garantiert.

Als Jugendlicher hatte ich tatsächlich mal den Traum, Journalist zu werden. Wenn ich heute sehe, was das für ein hartes Geschäft ist, bin ich froh, diesen Weg nie eingeschlagen zu haben.
 
"Amoktrips sind Männersache".

Dieser Artikel in der Emma von der Pusch ist der größte Rotz, den ich seit langem gelesen habe.

Alleine

Amoktrips sind Männersache. Und die Lufthansa hat 94 Prozent männliche Piloten. Das sollte sie ändern, meint Luise Pusch. 14 der 16 im Airbus zerschellten "Schüler" sind Schülerinnen und die zwei "Lehrer" sind Lehrerinnen. Die Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter sind männlich.

Das ist so eine sexistische Scheiße. Als ob man psychische Erkrankungen vom Geschlecht abhängig machen könnte.
 
Das ist auch ein Problem, was sich mit dem for-free-Online-Journalismus deutlich verschärft hat. Man hat halt die Wahl zwischen schnell und fehlerbehaftet oder eben langsamer und gründlicher. Wenn sich die ganze Welt nur schnell über kostenlose Ticker und News-Portale informiert, muß man sich nicht wundern, daß da Qualität auf der Strecke bleibt. Was nichts kostet, ist idR auch nur wenig wert...
 
Dieser Artikel in der Emma von der Pusch ist der größte Rotz, den ich seit langem gelesen habe.

Alleine



Das ist so eine sexistische Scheiße. Als ob man psychische Erkrankungen vom Geschlecht abhängig machen könnte.

Dann sollten halt Frauen Fluglinien geschaffen werden. Wenn sich dann ne weibliche Pilotin mit nur Frauen und Mädchen an Bord umbringt, dann ist ja alles noch mal gut gegangen.
 
Das ist auch ein Problem, was sich mit dem for-free-Online-Journalismus deutlich verschärft hat. Man hat halt die Wahl zwischen schnell und fehlerbehaftet oder eben langsamer und gründlicher. Wenn sich die ganze Welt nur schnell über kostenlose Ticker und News-Portale informiert, muß man sich nicht wundern, daß da Qualität auf der Strecke bleibt. Was nichts kostet, ist idR auch nur wenig wert...

Das stimmt zwar, aber es ist doch auch so, dass eigentlich alle Publikationen nicht mehr darauf verzichten können und wollen, sich bei der Aufbereitung und Gestaltung im psychologischen Werkzeugkoffer zu bedienen, der sonst der Werbeindustrie zur Verfügung steht. Der Leser selbst wird beim Konsum der Zeitschrift seiner Wahl zum triebgesteuerten Täter. Hier werden ganz bewusst primitive Emotionen geweckt, unterschwellig sexuelle Anspielungen in Schlagzeilen verbaut, Angstszenarien in den schillernsten Farben ausgemalt und ganz allgemein das ganze Geschehnis so fachmännisch seziert und ausgeschlachtet, das auch wirklich jedes Bestandteil zu Geld gemacht wird. Im Grunde wie in der Fleischindustrie! Da wird auch nix weggeschmissen! :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Irgendwie gibt es aber nach jeder Katastrophe den einen oder anderen Artikel, in dem der Journalismus zu Grabe getragen wird. Gehört wohl dazu....
generell schon, war aber leider von der Zeit diese Woche sehr enttäuscht.
Dass BILD und co. und auch der Spiegel mittlerweile qualitativ nichts taugen ist ja bekannt, da war ich einfach nur angeekelt, aber von der Zeit hab ich eigentlich immer viel gehalten :(
 
Dieser Artikel in der Emma von der Pusch ist der größte Rotz, den ich seit langem gelesen habe.

Alleine



Das ist so eine sexistische Scheiße. Als ob man psychische Erkrankungen vom Geschlecht abhängig machen könnte.

Ich stelle mir grad vor, wäre es eine Pilotin gewesen!......

"Amoktrips sind Männersache" was für ein absoluter Bullshit!!!:motz::drunter::wand:
 
Amoktrips sind ja auch Männersache. In den allermeisten Fällen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das einer gewesen ist.
 
@Urgs Ist nicht von der Hand zu weisen, aber das ist genau genommen nichts Neues. Gewisse Teile der Medien haben das schon immer gemacht und auch heute findest Du das hauptsächlich bei Denen, die dem Boulevard näher sind, als dem Journalismus. Allerdings sollte auch der Qualitätsjournalismus deutlicher zwischen Fakten und Meinung unterscheiden, das kann nie schaden.

Das die meisten Konsumenten kaum einen "Kommentar" oder eine Kolumne von einer Berichterstattung unterscheiden können, verschärft das Ganze natürlich noch.

@Kordelle Bei SpOn stimme ich Dir zu, bei Spiegel und Zeit kann ich mich eigentlich nicht beklagen.
 
... das stimmt nicht. In den USA hat z.B. erst kürzlich eine Frau einer Schwangeren das Kind aus dem Bauch geschnitten. Von Fällen dieser Art hört man häufiger. Es waren jeweils psychisch kranke Frauen.

http://www.slm.uni-hamburg.de/ifg2/abschlussarbeiten/Magisterarbeit_Christa_Hohmann_Amok.pdf

seite 12

2.3.1 Geschlecht und Alter
Die 196 Taten wurden zu 95% (187) von männlichen und zu 5% (9) von weiblichen
Tätern begangen.

ein beispiel mit einer frau ändert da an der statistik wenig..
 
Naja, wenn das scheinbar die Lösung des Problems ist, warum nicht? Ab sofort kriegen nur noch Frauen nen Job als Pilotin und wenn nicht genug Frauen wollen, wird halt zwangsrekrutiert oder wir haben halt zu wenig Piloten und müssen die Flughäfen dicht machen.
Ist doch toll, das Problemlösung so simpel ist...
 
Grundsätzlich sollte man niemanden ernst nehmen, der sich von der BILD kaufen lässt, im Falle von Alice Schwarzer gilt das aber doppelt und dreifach.
 
Ich möchte hier auch keine neue Diskussion eröffnen, da es um den Flugzeugabsturz geht, aber mir ist aufgefallen oder wahrscheinlich ist es mein Bauchgefühl, dass in letzter Zeit immer mehr das Thema Frauenrechte, Frauenquote, Frauendominanz bla bla im Umlauf ist.

Eine Alice Schwarzer muss ohnehin mal richtig durchgevögelt werden, damit sie auf ihr Leben klar kommt!
 
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