Fand doch noch eine Begleitung fürs Kino und habe ihn mir gestern im O-Ton, in einem kleineren Kino angesehen, die ihn noch spielten
------>
Hervorragender Film für den ich kaum Kritik finden kann, abgesehen von einer Sache und das war die ausgedehnte "Flugszene" Keatons, die wirklich nicht hätte sein müssen und irgendwie deplatziert wirkte (wer den Film gesehen hat wird vermutlich wissen was ich meine). Das war es dann aber auch bereits wieder. Ende der Kritik und ab zu den vielen tollen Dingen, die Birdman zu einem ausgezeichneten Film befördern.
Über die Schauspielerische Leistung, die hier besonders von Keaton und Norton ausging, braucht man denke ich keine weiteren Worte verlieren. Die wurden bereits an anderen Stellen gelobt und sind eh über jeden Zweifler erhaben.
Was mich persönlich sehr überraschte und mir verdammt gut gefiel, war die hervorragende Regiearbeit, besonders die Kameraführung. Birdman verfügt über eine ganz eigene, distinktive Optik und "Haptik", mit all seinen weichen Übergängen. Fällt mir schwer das nun in Worten zu fassen, aber der Film wirkt beinahe als wäre er in einem Guss abgedreht werden, obwohl das natürlich nicht der Fall ist, aber die Regiearbeit vermittelt einem dieses Gefühl.
Der dritte große Eckpfeiler sind Birdmans inhaltliche Stärken, allen voran sein satirischer Humor, der sich besonders auf das Show-Biz und die aktuelle Filmlandschaft sowie deren Umfeld bezieht. Traf gut meinen Nerv.
Als kleiner Hater der aktuellen Superhelden Maschinerie/Ausschlachtung Hollywoods hat mich Birdman natürlich auch gleich noch viel mehr entzückt, als vielleicht manch anderen.
2014 war echt ein richtig geiles Produktionsjahr für Filme. Massig gutes Zeugs erschienen und Birdman reiht sich in die Top-Riege dieses Jahres ein. Der Oscar für den besten Film geht ebenso klar - habe keine Einwände, auch wenn ich da 2014 noch weitere, genauso gute Anwärter darauf sah, die es verdient hätten, aber teils nicht einmal nominiert waren.
Fazit: Ansehen!