@Scuzzlebutt
Ich würde sagen man kann (sollte) nur emotionslos mit Videospielgewalt umgehen. Wenn Videospielgewalt irgendwelche echten Gefühle in mir triggern würde - dann würde ich mir Sorgen machen.
Mal ne kurze Erläuterung:
In GTA gibt es keine Kinder-NPCs. DAS finde ich menschenverachtend. Erklärung folgt:
Denn es legt nahe, dass manche Menschen dieses Spiel spielen und die Gewalt als "real" empfinden, die Grenze aber bei Kindern ziehen. Sowas ist imo psychopathisch und bedenklich. Derjenige, der es nur als Spiel empfindet und dort alles: Erwachsene, Kinder, Tiere über den Haufen ballern kann, weil es für ihn zu keiner Sekunde Bezug zur Realität und seinen echten Emotionen hat, ist die normale geistig gesunde Person.
In dem Sinne finde ich Aussagen wie "ich könnte in nem Spiel nie auf Kinder schießen (und implizit gemeint: auf unschuldige Erwachsene schon)" viel erschreckender, da es ja auch Rückschlüsse auf die Sichtweise der Person im echten Leben zulässt.
Von diesen Überlegungen ausgehend ist dann natürlich auch Hatred für mich vollkommen ok. Ich könnte Hatred ebenso wie GTA ohne Gewissensbisse spielen. Wer aber in GTA Amokläufe startet, sie aber in Hatred verdammt und damit die Gewalt in Spielen offenbar ein Stück weit als real empfindet, der sollte sich Gedanken machen.
Was den Schaden von dem Ansehen von Spielen angeht stimme ich dir aber zu, da die meisten Leute (eben insbesondere Non-Gamer) offenbar massive Probleme damit haben zwischen Spiel und Wirklichkeit zu differenzieren, aber deren Ignoranz was dieses Thema angeht will ich weder den Entwicklern, noch den Konsumenten des Spiels zum Vorwurf machen.
Viel wichtiger bei dem Spiel ist dann imo echt die Frage, ob die Entwickler wirklich Neonazis sind, weil ich solche Leute in der Realität nicht unterstützen wollen würde.