Intouchable
Philippe (François Cluzet) und Driss (Omar Sy) haben so gar nichts gemeinsam ausser, dass sie beide in Paris leben. Der eine, ein reicher Adliger mittleren Alters, liebt klassische Musik, ist an den Rollstuhl gefesselt und ist rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Der andere, ein junger Arbeitsloser, hält sich mit Gelegenheitsgaunereien über Wasser, ist frisch aus dem Gefängnis entlassen, chaotisch, ruppig und lebensfroh. Die Wege der beiden kreuzen sich, als Driss zu einem Vorstellungsgespräch als Pfleger bei Philippe auftaucht.
Den Job zu bekommen, ist alles andere als Driss‘ Ziel, braucht er doch nur die Bewerbungsbestätigung für das Arbeitsamt, damit er endlich Arbeitslosengeld beziehen kann. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass er alles unternimmt, um einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Erstaunlicherweise findet Philippe sein Gegenüber aber hochinteressant und stellt Driss per sofort als persönlichen Pfleger ein. Was zu Beginn in einer Katastrophe zu enden droht, entwickelt sich, zum Erstaunen aller, nach und nach zu einer tiefen Freundschaft, von der alle Beteiligten nur profitieren können.
Muss man eigentlich nicht viele Worte darüber verlieren. Einfach nur ein guter Film. Manchmal nachdenklich, oft lustig ohne zu sehr abzudriften (Stichwort Penis- / Vaginawitze, die momentan inflationär in so gut wie allen US-Produktionen verwendet werden) und mit sympathischen Schauspielern. Bei schauen des Films habe ich mir kurz überlegt, warum die Franzosen immer wieder solche tollen Filme hinkriegen und wieso nicht auch mal eine deutsche Produktion sowas auf die Beine stellen könnte. Dann musste ich aber an Til Schweiger als Driss denken und verwarf meine Gedanken sofort wieder.
9/10
Verrückt nach dir
Garrett (Justin Long) wurde wieder einmal verlassen, weil er sich nie ernsthaft auf eine Beziehung einlässt. Noch am selben Abend trifft er in seiner Stammkneipe die hübsche Erin (Drew Barrymore). Die beiden verstehen sich augenblicklich und landen auch prompt miteinander im Bett. Beiden ist klar, dass es nicht zu einer ernsten Beziehung kommen wird, da Erin in sechs Wochen ihr Praktikum bei einer New Yorker Zeitung beenden und für ihren Studienabschluss wieder nach San Francisco ziehen wird. Also geniessen sie die Zeit, die ihnen bleibt und verleben einen leidenschaftlichen Sommer.
Doch als der Abschied naht, merken beide, dass sie mehr füreinander empfinden als geplant war. Sie beschliessen, eine Fernbeziehung zu führen. Bald zeigen sich die negativen Seiten einer Fernbeziehung: Zeitverschiebung, teure Flugtickets und verpatzte Telefonsexversuche zehren an den Nerven. Auch beruflich haperts bei beiden, und wegen der schweren Wirtschaftslage schafft es keiner, einen Job in der Stadt des Partners zu bekommen. Während Erin ihr Leid ihrer neurotischen Schwester Corinne (Christina Applegate) klagt, sucht Garrett Aufmunterung bei seinen schrägen Kumpels Box (Jason Sudeikis) und Dan (Charlie Day). Irgendwann muss sich das Paar jedoch ernsthaft fragen: Hat die Liebe über eine solche Distanz überhaupt eine Zukunft?
Ein weiterer RomCom-Film. Ist, wie jeder andere auch, natürlich absolut vorhersehbar und somit gänzlich ohne Überraschungen. Der Film selber ist ganz gut gemacht. Mir gefallen die Einstellungen der beiden Städte (S.F. und NY) und auch die Schauspieler sind ok. Klar ist es ein wenig speziell, dass Drew Barrymore mit (wie alt ist sie eigentlich) 45 noch studiert und beide absolut keinen Job an der Küste auf der anderen Seite des Landes finden. Immerhin stimmt die Chemie, obwohl ich kein grosser Fan beider Schauspieler bin. Auch die Nebenfiguren sind Klischeehaft: Der etwas durchgeknallte Mitbewohner, die neurotische (verheiratete) Schwester, die heissen Arbeitskollegen… Trotzdem weiss er manchmal zu unterhalten. Alles in allem geht er in Ordnung, auch wenn er nichts wirklich gut oder schlecht macht.
5/10