The Raid II: Berandal
"No, if we're going to clean up this city, we have to aim higher. All of them."
Vor paar Tagen in der Sneak Peek gesehen und ich machs mal etwas kürzer...
The Raid II schlägt seinen Vorgänger in allen Belangen, schafft es aber gleichzeitig auch immer noch frisch zu wirken. Während der erste Teil noch eine einfache, doch sehr rasante Martial-Arts Beulerei war, beinhaltet der Nachfolger, dank der längeren Laufzeit (knappe 50 Minuten), nun deutlich mehr Platz für die Story und die Charaktere, ohne dabei die Action aus den Augen zu lassen.
Die ist sogar nochmal ne Stufe härter, wirkt aber durch die tollen Kamerafahrten nicht plump oder gar aufgesetzt. Gerade bei der Kameraarbeit und dem audiovisuellen Aspekt merkt man deutlich, wie stark sich Gareth Evans und sein Team gesteigert haben. Ein gutes Beispiel dafür wäre wohl der tracking shot (long take/long shot usw.) in den ersten 30 Minuten des Films. Was für ein Schlachtfest. Choreografie, Kamera, Darstellung,
der treibende Score im Hintergrund, da stimmt einfach alles. Ehrlich gesagt kann ich mich auch nicht mehr daran erinnern, wann ich mal bei Actionszenen so angespannt war.
Die Story verfängt sich zwar in bekannten "Undercover Cop" Mustern, die man aus anderen ost-asiatischen Filmen nur zu gut kennt, doch wird es hier nie so detailliert und komplex, wie z.B. ein Infernal Affairs. Das will der Film aber auch gar nicht, denn die Rahmenhandlung dient eigentlich nur dazu, die Ausgangssituation von Rama nochmal hoffnungsloser darstellen zu lassen. Auch wenn das nach der 24-stöckigen Hölle aus dem Vorgänger wohl nur schwer zu glauben ist.
The Raid II: Berandal ist ein Nachfolger wie man ihn sich wünscht. Besser, härter, länger und keine einfache Kopie, sondern eine sinnige Weiterentwicklung in allen Bereichen. Spätestens jetzt hat sich die Reihe den Kultstatus verdient und ich kann mir kaum ausmalen, was erst im dritten und letzten Teil auf uns zukommen wird.
10 von 10 Knochenbrüchen