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Mit Videospielen aka Core-Games verhält es sich im Grunde genommen genauso wie mit Pornofilmen. Die werden auch vornehmlich für ein männliches Publikum produziert und bieten daher vor allem Stoff für Männerphantasien an. Da ergibt es sich eigentlich von selbst, dass Frauen keine wirklich neue Perspektive in das Spiel mir einbringen, wenn sie denn mal als Hauptcharakter angeboten werden. Stattdessen werden sie zu Männern im sexy Frauenkostüm gemacht. Was auch völlig legitim ist, so lange es auf dem Markt keine Nachfrage nach echten "Frauenspielen" gibt.
Auch bei Lara Croft ist das nicht anders. Es ist überhaupt nicht so, dass dieses Spiel nur mit einer Frau funktioniert. Genauso gut hätte man das Spiel mit einem männlichen Rookie inszenieren können, der im Laufe des Spiels über sich hinauswächst. Wobei, abgesehen davon, dass dieser Aspekt des Spiels ohnehin völlig überbewertet wird, wäre dieser Ansatz sogar viel interessanter gewesen, als hier wieder die Attribute Schwäche und Gefühlbetonheit automatisch einer Frau zuzuschreiben. Nee, das Tomb Raider mit einer Frau besetzt ist, ist auch im Reboot einzig der Tatsache geschuldet, dass die männlichen Spieler nen netten Arsch anzugucken haben.
Ich selbst spiele auch gerne mit Frauen, einfach schon, weil mich die typischen, männlichen Stereotypen in Videogames zu Tode langweilen. Wenn ich mit nem muskelbepackten Sprüchklopfer und Waffennarr durch ein Spiel rennen muss, törnt mich das heute schlichtweg ab.
Tatsächlich würde mich gar nicht unbedingt mehr Frauen in Games wünschen, sondern eher eine höhere Bandbreite an verschiedenen und differenzierteren Männerfiguren. Ich glaube nämlich, der durchschnittliche Gamer ist nicht so plump wie die Industrie uns glauben machen möchte. Der Gamer verfügt über viel mehr Witz und Selbstironie und kann sich auch mit ganz anderen Figuren identifizieren, als der verfestigten Klischee-One-Man-Army.
berraschenderweise fühlten sich aber auch viele Frauen angesprochen, die ebenfalls genau das wollen, was viele Männer wollen.
Hast du dafür konkrete Zahlen, dass Tomb Raider sich gut an Frauen verkauft hat? Ansonsten ist deine Aussage
im Grunde auch nur deine subjektive Wahrnehmung.
Das mit der Konsistenz versteh ich nicht. Wenn mich ein Stereotyp schon rein visuell nervt und ich die Alternative habe, wenigstens ne hübsche Frau zu wählen, dann nutze ich doch die Möglichkeit, auch wenn sich das Spiel nicht ändert. Trotzdem bleibt es doch ne Frau um Männerkostüm.
Ich bin männlich, hetereo (meistens) und hässlich. Ich bin die Hauptzielgruppe und ich will einen starken männlichen Helden spielen, der sich mit schönen, willigen Frauen umgibt. Wenn schon im Real Life nix läuft, will ich wenigstens virtuell auf meine Kosten kommen, zumal für 60 Euro. Ich zahl doch nicht soviel Geld, um dann mit einer virtuellen Schwarzer durch die Gegend zu laufen. Wehe, es wird damit angefangen, Spiele politisch korrekt zu machen. Ich komm im wahren Leben zu nichts, das ist auch nicht fair. Also lasst mir wenigstens meine Fantasiewelt.
Von Arte kann ich nicht reden, aber ob es die One 2015 noch gibt, davon bin ich nicht überzeugt.Erscheint 2015 auf Arte und Xbox One.
Okay, das wusste ich nicht. Dann hat die moderne Laura ja noch einiges an Potential auszuschöpfen, wenn es reicht, über den richtigen, weiblichen Protagonisten Frauen als Kunden für Actionspiele zu locken. Wobei dann auch interessant wäre zu erfahren, inwieweit das wiederum mit Verlusten auf Seiten der männlichen Zielgruppe einherging.
Ähh, moment mal. Die 30% galten für die alten Tomb Raider-Games?
Okay, das hatte ich falsch verstanden. Dachte, das bezieht sich auf die neue Lara. Weil du ja auf einen Teil von mir eingegangen bist, der sich vornehmlich (nicht nur, ich weiß) um die neue Lara dreht.
Gut, also das wundert mich jetzt aber nicht großartig. Zum einen herrschte damals mit der Ps1 ein riesen Hype um Videospiele, an dem Lara Croft ja auch nicht ganz unschuldig war. In dem Zuge sind sicherlich auch viele junge Frauen interessiert gewesen. Und dann fanden sie halt auch noch ein Gameplay vor, dass eben nicht actionoriert war, sondern sich sehr viel über Athmosphäre und Rätsel definierte. Fernab von ihrer Oberweite, war die alte Lara sicherlich näher an den spielerischen Interessen von Frauen dran, als die heutige Lara.
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