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KT Zimtzicke denkt: Von Kneblern und beleidigten Leberwürsten

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Der PC ist eine offene und hardwareseitig ungemein flexible Plattform und und definiert sich im Grunde ausschließlich über das Betriebssystem. Das gilt für eine Konsole aber nicht. Die gibt es nur im fixen Komplettpaket und das ist der große Unterschied.
 
Und jetzt weiter? Dennoch sehe ich keinen Grund weshalb sich die Konsolenhardware nur noch auf einen Hersteller reduzieren sollte. Einzig Nintendo könnte ich in so einem Szenario den Weg Segas gehen sehen. Wobei ich nicht weiß wie es Sega jetzt wirtschaftlich geht. Eine Gemeinschaftskonsole aller Hersteller wäre zwar wirklich eine schöne Sache, aber letztlich nicht vorstellbar. Schon diese Generation hat man gesehen wie die Konsolen instrumentalisiert werden. Sony nutzte die PS3 massiv um den Kampf gegen die HD DVD gewinnen zu können, MS sieht die Konsole als Weg um in das Wohnzimmer der Menschen zu kommen und so Apple voraus zu kommen. Einzig Nintendo zielt einfach nur aufs herstellen und verkaufen einen Konsole ohne solche Nebengedanken ab. Und wie immer bei Einheitsware - es gibt immer jemanden der es günstiger produzieren kann. Im Bereich der Elektronikhardware kann ich mir keine Form des Monopols vorstellen.
 
Zimtzicke schrieb:
Wenn ein Konsolenhersteller sich ein Spiel exklusiv sichert, wenn es nie für eine andere Plattform geplant ist, was ist daran auszusetzen?
Primär weil in 9x% der Fälle nur ein gekaufte Zeitexklusivität ist und in allen 100% der Fälle der User, der „dumm“ ist, der Game XY nicht spielen kann, weil er nur Hardware Z hat.


Zimtzicke schrieb:
Wenn ich Splinter Cell: Conviction spielen will, brauche ich eine 360. Wenn ich Gears spielen will, brauche ich eine 360. Die Verhältnisse sind klar abgesteckt. Ohne 360 kann ich das Spiel nicht spielen.
[…]
Scheisse finde ich es aber, wenn ich ein Spiel für 60€ kaufe, und auf der anderen Plattform gibt es […]mehr […] mehr […]mehr […]
Im Fall von Gears mag es ja, wie etwa auch Uncharted, Killzone oder Mario, verständlich sein, wenn der Plattformhersteller die eigenen Titel nur auf dem eigenen System anbietet, aber im Fall von Splinter Cell, wie auch allen anderen Drittanbieterspielen, ist gar nichts klar abgesteckt, sondern reine Willkür bzw. „Geldkoffergrund“.

Was daran gut ist, ist wohl dein Geheimnis (davon profitiert höchstens der Publisher wenn er mehr Geld vom Systemhersteller bekommt, als wenn der Titel zeitgleich mit den anderen Systemen in den Verkauf gehen würde), aber gleichzeitig stört es dich sehr, wenn es ne popelige Strecke, Fahrzeug oder DLC für ein System mehr / erst später gibt? WTF? D.h., um beim Beispiel Splinter Cell zu bleiben, lieber gar kein Splinter Cell auf der PS 3, als das Hauptspiel Conviction für beide Systeme, aber dann z.B. ne Extramission nur für die Box oder erst mit X Monaten Verspätung für die PS 3? Und bei den angesprochenen Downloadgames sind die Verhältnisse genauso „klar abgesteckt“, wie bei Splinter Cell und CO. Ist ein Multi-Titel und je nach Exklusivvertrag / Verkaufszahlen oder sonstigen Zufallsentscheidungen kommt eine Portierung früher, später oder auch gar nicht.


Wenn das nächste Need for Speed den Splinter Cell-Weg gehen würde und z.B. nicht für die PS 3 erscheinen würde, dann wärst du der Erste, der sich darüber beschweren würde. ;) Ist ja jetzt bei den Downloadgames nicht anders. Die interessieren dich aktuell ganz besonders und möchtest sie entsprechend spielen, aber das gibt es Exklusivitäten und da gefallen dir die "klar abgesteckten Verhältnisse" gar nicht mehr...
 
Glod schrieb:
Dein Idealbild macht aber unterschiedliche Konsolen überflüssig, führt so zwangsläufig zum Monopol eines Herstellers und fickt uns Spieler grandios in eine nicht näher benannte Körperöffnung. Scheißidealbild würde ich mal sagen. :P

Das ist schlicht Unsinn. Es gibt unzählige Branchen mit weit verbreiteten Standards, in denen ein lebhafter Wettbewerb stattfindet.

Auch bei den Spielepublishern herrscht ein großes Interesse an diesen Standards.
 
Klar gibt es ein grosses Interesse daran. Weniger Kosten in der Entwicklung.

@ Fergy

Siehe meinen Post. Das Problem, welches du beschreibst ist nicht die (richtige) Exklusivität, es ist die Verschleierungstaktik, die mit diesen Zeitexklusivitäts-Verträgen einher geht.

Ich motze im Arcade-Sub nie über richtig exklusive 360-Spiele (bei Limbo habe ich sogar gratuliert...), ich motze, wenn wie im Falle Bastion oder From Dust ein Spiel für beide Konsolen angekündigt wird und irgendwann heisst es, kommt irgendwann. Wann, kriegt man dann ein Jahr später eine Woche vor Release gesagt... :kaffee:
 
Zudem könnten sich Konsolen dann über andere Features als Spielekompatibilität differenzieren.
Der Trend ging ja schon in der jetzigen Gen eindeutig in die Richtung, wenn man sich anschaut, wie stark MS und Sony ihre Multimedia-Fähigkeiten bewerben und immer weiter ausbauen.
 
Nasreddin schrieb:
Das ist schlicht Unsinn. Es gibt unzählige Branchen mit weit verbreiteten Standards, in denen ein lebhafter Wettbewerb stattfindet.

Und in keiner davon ist die Situation so wie bei den Videospielen. Egl, ob du TV-Geräte, BR-Player, Kameras, Kaffeemaschinen oder sonstwas nimmst - die Situation ist da anders, denn dort werden viele verschiedene Geräte für einen Zweck produziert. Bei den Konsolen werden aber viele verschiedene "Zwecke" für ein Gerät produziert. Und das sind immer ungeliebte Mehrkosten, wenn ein Spiel für 360 und PS3 programmiert werden muss. Die Kosten für die Spiele werden auch weiterhin steigen und wenn die Kisten da im Softwarelineup keinerlei Unterschied mehr zeigen, wird früher oder später der Druck wachsen, sowas wie eine Gemeinschaftplattform zu schaffen, was dann unterm Strich auf sowas wie einen PC hinausläuft.
 
Fergy schrieb:
D.h., um beim Beispiel Splinter Cell zu bleiben, lieber gar kein Splinter Cell auf der PS 3, als das Hauptspiel Conviction für beide Systeme, aber dann z.B. ne Extramission nur für die Box oder erst mit X Monaten Verspätung für die PS 3?

Früher war das jedenfalls so.
Es gab Nintendo und Sega, und beide hatten absolut exklusive Titel. Da war es schon ne Art Glaubensfrage, für welche Konsole man sich entscheidet.
Heute verwischen die Grenzen.

Und irgendwie kann ich die Zicke schon verstehen. Es wäre zumindestens übersichtlicher (bzw ehrlicher), wenn man wüsste: Spiel X erscheint nur auf Konsole A.
Dann weiß ich: will ich Spiel X spielen, brauche ich A.

Heutzutage erscheint Spiel X aber auf Konsole A und B. Auf A gibts aber den und den Zusatzinhalt, und auf B gibts nen deutlich schlechteren.
Auf Konsole A kann ich die Erweiterung von Spiel X am 01.01. laden und spielen, habe ich Konsole B muss ich bis zum 01.03. warten.
usw
Und von den meisten EInschränkungen erfährt man als Besitzer von Konsole B doch vor Release eh nix.
 
Zimtzicke schrieb:
Making an XBLA Game - The Inside Story

Von eurogamer.net in Englisch.

Ziemlich interessant und ausführlich.

Naja, gerade diese ganzen "Restrictions" über welche sich etwaige Entwicklerpussies beschwerden machen die Xbox Erfahrung zu dem was sie ist. Einfach und funktional. Sei es jetzt die Demo-Pflicht zu XBLA Titel, der spieleübergreifende Partychat, der Download von Patches/Updates/Demos ohne jegliche Installation und vorallem im kleinen Rahmen gehalten (keine 200MB Patches, 4-5MB max.), uvm.
 
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