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Naja - ich bezweifel, dass bei diesem höchst theoretischen Beispiel darwinistische Argumente greifen. Und wenn, dann kann man das Problem natürlich auch leicht abändern: Angenommen, es handelt sich bei den fünf Menschen um Bauarbeiter, die gerade an den Gleisen arbeiten, jedoch ist die Bahn aufgrund eines technischen Fehlers nicht in der Lage, rechtzeitig zu stoppen... Und so weiter.
Naja, ich bringe jemanden, der nicht in der Schusslinie ist in die Schusslinie. Ich lasse 5 sterben, die auf den Gleisen sitzen, da ich ansonsten einen, der damit nix zu tun hat (klarer wirds mit dem Brückenbeispiel) aktiv umbringen müsste. Ich würde den einen als Instrument, als Opfer missbrauchen. Die 5 überlasse ich "lediglich" ihrem Schicksal, sie opfere ich nicht (allerhöchstens passiv, ich weiß schon, aber eben nicht durch aktives tun). Nochmal kurz: 5 Sterben lassen oder einen Opfern, der eigentlich mit der für die 5 so bedrohlichen Situation nix zu tun hat? -> Ich entscheide mich für die Unterlassung und gegen das Instrumentalisieren/Opfern. Jetzt habe ich es kategorisiert, was mein Argument gefährdet, wenn man die "Opfern" und "Unterlassen" auf die Goldwaage legt. Emotional dürfte aber klar sein, was ich meine
Das habe ich ja schon versucht zu erklären. Die Scheu, jemanden zu verletzen/töten ist größer als das Pflichtbewusstsein, jemandem zu helfen. Oder anders formuliert: Die Pflicht, Leuten zu helfen, ist weniger stark ausgeprägt als die Pflicht, niemanden zu verletzen/töten.