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Wissenschafts Thread - Naturwissenschaften und co.

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ja, redudant ausgedrückt geht sie davon aus, dass das Universum (uns damit eingeschlossen) nichts weiter als ein Hologramm ist, dessen Informationen am Rand des Universums gespeichert sind.

Auch ein recht interessanter Artikel dazu...
http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/spekulationen-am-schluss-leben-wir-in-einem-holographischen-universum.php
 
Peter Higgs, when the finding was announced at CERN
IMzer.jpg
 
Warum wird immer vom letzten nachgewiesenen Boson geredet? Erstens weiß man noch nicht sicher um welches Teilchen es sich handelt. Es wird nur vermutet, dass es das Higgs-Boson ist.
Zweitens fehlt auch noch der Nachweis des Gravitons, dem Austauschteilchen der Gravitation. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es dafür experimentell auch noch keine Spur, es werden momentan nur größere Anlagen mit längeren Armen für die Laserinterferenz gebaut.
 
Genau weiß man es noch nicht, aber alle Daten sprechen für genau dieses Teilchen. CERN spricht von einer Chance von 1:1 Mio, daß es etwas Anderes ist.
 
Was heißt denn alle Daten? Die Daten sagen nur, dass bei dieser Schwerpunktsenergie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit zur Entstehung eines Teilchens gegeben ist. Momentan erwartet die Theorie das Teilchen bei diesen Energien, ja. Aber diese "vorhergesagte" Energie des Higgs-Bosons hat sich schon einige male geändert^^
 
MouseMan schrieb:
Erstens weiß man noch nicht sicher um welches Teilchen es sich handelt. Es wird nur vermutet, dass es das Higgs-Boson ist.

Das ist ja der Punkt, mit Sicherheit kann es noch niemand sagen, nur die Presse feiert sich derzeit einen darauf ab.
Fakt ist nur, dass hier mit verdammt hoher Wahrscheinlichkeit ein neues Teilchen gefunden wurde und bisherige Analysen zumindest auf das Higgs-Boson hindeuten. Ob es sich wirklich um besagtes Teilchen handelt, kann derzeit aber noch niemand mit Sicherheit sagen.

MouseMan schrieb:
Zweitens fehlt auch noch der Nachweis des Gravitons

Das Graviton ist aber kein Teilchen des Standard Modells und auf dieses sind derzeit alle Augen gerichtet.
 
Ok, mir war gerade nicht bewusst bzw. habs vergessen, dass die Gravitation kein Teil des Standardmodells ist. Wieder mal etwas "wiedergelernt" :)
 
Hier noch einmal genauer erklärt das es nicht unbedingt das Higgs Boson sein muss, aber es doch sehr warscheinlicht ist:
TheBadAstronomer.com schrieb:
Today that all changed. Two different detectors at the LHC both independently found a strong signal between 125 and 126 GeV at about the 5 sigma level – that means they can claim a 99.9999% confidence this signal is real! This means they found a previously undiscovered particle which, as it happens, is within the range of mass the Standard Model predicts for the Higgs particle! That’s what that plot above shows: a bump in the energies detected, and it’s seen so strongly that it can be called a discovery.

That’s huge.

Now technically, that’s all the physicists can say: the particle is definitely there. But is it the Higgs? Well, to be fair, they can’t actually say that. But if it walks like a Higgs, looks like a Higgs, and quacks like a Higgs… yeah.
So there you have it. A new fundamental particle has been found, and if it’s the Higgs – which it really really really looks like it is – is the first step to our truly understanding such basic concepts as mass and gravity in the Universe. It’s technical, and it’s complicated, and it’s the result of a vast amount of time, money, and effort by thousands upon thousands of people… but it’s real.

http://blogs.discovermagazine.com/badastronomy/2012/07/04/higgs/
 
MouseMan schrieb:
Warum wird immer vom letzten nachgewiesenen Boson geredet? Erstens weiß man noch nicht sicher um welches Teilchen es sich handelt. Es wird nur vermutet, dass es das Higgs-Boson ist.
Zweitens fehlt auch noch der Nachweis des Gravitons, dem Austauschteilchen der Gravitation. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es dafür experimentell auch noch keine Spur, es werden momentan nur größere Anlagen mit längeren Armen für die Laserinterferenz gebaut.

Das hat doch einen ganz einfachen Grund: Weil plötzlich jeder meint, mit drittklassigem Spiegel-Online-Wissen die moderne Elementarteilchenphysik verstanden zu haben.
Ich persönlich bin der Meinung, dass man Physik ohne Mathematik zwar durchaus halbwegs anschaulich erklären kann, aber selten (bzw. bei komplexer Physik: niemals) auf einem Niveau, das es einem ermöglicht, anschließend selbstständig Schlüsse zu ziehen.
Nur der Vollständigkeit halber: Ich habe von dem ganzen Elementarkrams gar keine Ahnung, nicht, dass das irgendwer in den falschen Hals bekommt.
 
Morpheus_xXx schrieb:
MouseMan schrieb:
Warum wird immer vom letzten nachgewiesenen Boson geredet? Erstens weiß man noch nicht sicher um welches Teilchen es sich handelt. Es wird nur vermutet, dass es das Higgs-Boson ist.
Zweitens fehlt auch noch der Nachweis des Gravitons, dem Austauschteilchen der Gravitation. Wenn ich richtig informiert bin, gibt es dafür experimentell auch noch keine Spur, es werden momentan nur größere Anlagen mit längeren Armen für die Laserinterferenz gebaut.

Das hat doch einen ganz einfachen Grund: Weil plötzlich jeder meint, mit drittklassigem Spiegel-Online-Wissen die moderne Elementarteilchenphysik verstanden zu haben.
Ich persönlich bin der Meinung, dass man Physik ohne Mathematik zwar durchaus halbwegs anschaulich erklären kann, aber selten (bzw. bei komplexer Physik: niemals) auf einem Niveau, das es einem ermöglicht, anschließend selbstständig Schlüsse zu ziehen.
Nur der Vollständigkeit halber: Ich habe von dem ganzen Elementarkrams gar keine Ahnung, nicht, dass das irgendwer in den falschen Hals bekommt.

Ja, das ist wohl wirklich wahr. Gestern Abend gabs auch ein kurzes Gespräch über das Higgs-Teilchen :ugly: Ich halte mich da aber meist komplett raus.

Von der Elementarteilchenphysik habe ich ein wenig Ahnung, immerhin habe ich eine Diplomprüfung in diesem Fach sehr erfolgreich abgeschlossen :deal:
 
Morpheus_xXx schrieb:
Ich persönlich bin der Meinung, dass man Physik ohne Mathematik zwar durchaus halbwegs anschaulich erklären kann, aber selten (bzw. bei komplexer Physik: niemals) auf einem Niveau, das es einem ermöglicht, anschließend selbstständig Schlüsse zu ziehen.

Das geht sogar oft dann nicht, wenn man die mathematischen Strukturen dahinter versteht. Ich für meinen Teil tue das zu einem gewissen Grad, da mich Physik und Mathematik als doch recht wichtige Fächer meinen ganzen Studiengang über begleitet haben und ich auch Privat ein großes Interesse dafür hege. Diese Wissen geht aber nur so weit, um vor mir liegendes zu verstehen, um die Dinge selbst in die Hand zu nehmen bzw. eigene Spekulationen dazu anzustellen, fehlt mir ganz klar das intensivierte Wissen. Kann man mit jemanden vergleichen, der zwar in der Lage ist Programm-Code zu lesen und zu verstehen, was jener tut, aber selbst nicht dazu in der Lage wäre dieses Programm von Grund auf zu schreiben.

Spätestens wenns um Quantenmechanik geht, steige ich allerdings aus. Zwar hats ein guter Freund von mir, der an der Uni Innsbruck an der Quantenforschung beteiligt ist, bereits öfter probiert, mich mit der Materie vertraut zu machen, aber das ist mir insgesamt viel zu wirr, als dass es jemals über die Basics hinausgehen wird... :D

Masterman schrieb:
Was soll das alles bedeuten? Bringt uns das was oder müssen sich die Schüler im Physik-Unterricht jetzt einfach mit einem "Teilchen" mehr rumschlagen?

Derzeit wird es uns nichts bringen. Es geht hier in erster Linie um die Bestätigung von Theorien und um eine ureigene Eigenschaft des Menschen: Die Neugier.
 
Paßt zwar nich wirklich hier rein, aber ....

ZEIT.de schrieb:
Hyperschalljet stürzt bei Testflug in den Pazifik

Der Testflug eines US-Jets mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit ist fehlgeschlagen: Bereits kurz nach dem Start verschwand das Fluggerät vom Radar.

waverider-540x304.jpg


Der Test eines superschnellen Fluggeräts mit sechsfacher Schallgeschwindigkeit ist fehlgeschlagen. Nach Angaben der amerikanischen Luftwaffe ging der unbemannte Hyperschalljet X-51A Waverider (deutsch: Wellenreiter) über dem Pazifik verloren.

Demnach löste sich der Jet bei dem Testflug am Dienstag zunächst sicher von dem B-52-Bomber, der ihn über den Pazifik getragen hatte. Auch der Raketenantrieb habe planmäßig gezündet werden können. Nach 16 Sekunden sei jedoch ein Problem mit einem der Kontrollruder aufgetreten. Als sich der Jet etwa 15 Sekunden später vom Raketenantrieb getrennt habe, sei er außer Kontrolle geraten.

Der Bomber war zuvor vom Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien aufgestiegen. Der Experimentalflieger, der gemeinsam mit dem Flugzeughersteller Boeing entwickelt wurde, sollte nach dem Abkoppeln für maximal 300 Sekunden auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 7.000 Kilometern pro Stunde kommen.
[...]

Blubb, weg war er. Aber eine interessante Technik.
 
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