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Was wärt ihr bereit zu zahlen...

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Blackacidevil138 schrieb:
Ich kenn genug Bauern. Wirklich. Und die sind alle nach dem Schema unterwegs.

blöderweise haben wir selber eine landwirtschaft und sehen und sahen in den letzten jahren genug kleinere und mittelgroße bauern dahinsterben.

die blumigen schilderungen deinerseits kommen da nicht so ganz hin. wenn du nicht bereit bist, hohe summen zu investieren und nebenbei auf freizeit zu verzichten, dann wird das hier in österreich nix mit dem lustigen landwirtsleben. :kaffee:
 
Dann bin ich stolz auf euch, dass ihr das anders macht.
Ich persönlich kenne nur solche und bilde mir daher meine Meinung.

Aber Kudos dafür, dass ihr das anders macht. Wirklich.
 
man hat als klein/mittelständischer bauer überhaupt keine wahl. man kämpft sich halt so durch, hat viel arbeit und jede menge gratisfrust, weil das wetter mal nicht mitspielt, oder die wirtschaft,... nix mit dicke karre, weil eh soviel heu da ist...
 
Naja.. der eine ist Rapsbauer und hat ne Hähnerfarm und fährt nen GMC Truck. Original aus Amerika.

Der andere hat ne Schweinezucht, ist in meinem Alter und fährt mittlerweile den 3. BMW.

Und wenn ich sehe wie die Viecher da teilweise hausen, dann läufts mir kalt den Rücken runter. Und da bild ich mir halt meine Meinung.
 
Quote aus dem Zeitartikel

"Unsere Lebensmittel sind heute nicht nur günstiger denn je, sondern vielen Menschen so wenig wert wie nie zuvor. Noch vor wenigen Jahrzehnten gaben die Deutschen gut die Hälfte ihrer Einkommen für Nahrung aus, heute sind es keine 12 Prozent mehr."

Dieser Quote beschreibt gut die Frage die ich mit meinem Ausgangspost aufwerfen wollte...

Durch unser Konsumverhalten hat sich natürlich auch die Industrialisierung in der Landwirtschaft so entwickelt wie sie jetzt aussieht. Geiz ist Geil... und ich will jeden Tag Fleisch, Wurst, Fisch und Co. auf den Tisch haben. Dadurch ist in der Landwirtschaft eine krasse Konsolidierung in Gang gesetzt worden, die zu den heutigen Verhältnissen geführt hat. Wer als Bauer nicht mitgemacht hat der wurde durch den Preiskampf vom Markt verdrängt da er seine Produkte (auch wenn sie qualitativ hochwertiger waren) keine Chance auf dem Massen/Billigmarkt hatten. Genauso sieht es ja auch bei den Milchpreisen aus.

Wer da als Bauer nicht mitmachen wollte hatte damals keine Chance, doch im Zuge der Bio-Welle haben es einige Bauern geschafft, mit wirklicher Biolandwirtschaft einen Kundenkreis anzusprechen der bereit ist auch höhere Preise für tolle Produkte zu bezahlen. Wenn ich mit z.B. die Viecher aus dem Link meines Ausgangspost angucke http://www.eichelschwein.de/ dann denke ich mir... jupp die sehen lecker aus :) und ich wäre bereit für solche Produkte auch einen guten Preis zu bezahlen.
Erstens wird es bestimmt gut schmecken und die Tiere hatten ein gutes Leben bis es zum Schlachter ging.



@maxx - was habt ihr den für einen Betrieb und wäre es für euch denkbar in Richtung Biolandwirtschaft umzuschwenken?
 
Wer ihn noch nicht kennt, dem empfehle ich, sich mal den Film "Food Inc." anzusehen. Der läuft regelmäßig in den Dritten und ist gestückelt auch auf Youtube zu sehen. Ist zwar auf die USA bezogen, gilt hierzulande aber in ein paar Jahren dann auch...

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=tNP9eRWGfnQ[/vid]
 
Blackacidevil138 schrieb:
Naja.. der eine ist Rapsbauer und hat ne Hähnerfarm und fährt nen GMC Truck. Original aus Amerika.

Der andere hat ne Schweinezucht, ist in meinem Alter und fährt mittlerweile den 3. BMW.

Und wenn ich sehe wie die Viecher da teilweise hausen, dann läufts mir kalt den Rücken runter. Und da bild ich mir halt meine Meinung.

jo, aber was die an schulden haben weißt du auch nicht.

ein normal funktionierender kleinr/mittelgroßer bauernhof hat, zumindest in unseren breitengraden, wenig mit luxus zu tun.
 
Gut. Ist halt mittelständisch. Die Leute denken auch immer dass meine Familie Geld hat wie heu, nur weil wir ein Hotel besitzen. ;)

Ich weiß auch nicht was dahinter steckt. Ist ja einfach nur der Gedanke. Und an Schulden etc hab ich bisher noch nicht gedacht. :oops:
 
Der Zeit-Kommentar ist meiner Meinung nach die gleiche verlogene Moralpredigt, die jedesmal nach so einem Skandal ausgepackt wird. Als hätten die Leute das Dioxinfutter an die Tiere verfüttert, weil sie sich kein anderes leisten können, weil die Leute eben nicht mehr bezahlen fürs Fleisch oder fürs Ei. Das ist ne völlig an den Haaren herbeigezogene Logik.
 
Cale schrieb:
Wer ihn noch nicht kennt, dem empfehle ich, sich mal den Film "Food Inc." anzusehen. Der läuft regelmäßig in den Dritten und ist gestückelt auch auf Youtube zu sehen. Ist zwar auf die USA bezogen, gilt hierzulande aber in ein paar Jahren dann auch...

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=tNP9eRWGfnQ[/vid]

boah thx für den link - ich hoffe das es in Deutschland nie sooo krass wird - obwohl wer weiß ob es nicht schon lange soweit ist
 
Ganz die Ausmaße wird es bei uns EU bedingt nie so geben. Die Tendenz ist zwar klar erkennbar, aber die Einflussnahme der Franzosen in Brüssel ist sehr groß. Die französische Landwirtschaft ist im Endeffekt nichts anderes als eine Planwirtschaft. Ohne die Franzosen gäbe es die Agrarsubventionen in der EU nicht so ausgeartet. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht noch eine Branche daneben gibt, die genau das praktiziert was wir da im Video zu sehen bekommen.
 
Ich wäre auch bereit angemessene Preise für Lebensmittel zu bezahlen aber wenn ich sehe wie rotzefrech man von der Nahrungsmittelindustrie verarscht wird kommt mir einfach nur das kotzen!!!

:kotz:

http://www.foodwatch.de/ :klopf:
 
Tommse schrieb:
Ich kann im Moment nicht mehr zahlen, als ich es zur Zeit tue.

Exakt.


Bei ~969 Euro netto im Monat muß man sich entscheiden was einem wichtiger ist - eine eigene Wohnung oder ein eigenes Auto.
Ohne Auto ist man heutzutage arbeitsmarkttechnisch tot und müßte jeden Scheiß mitmachen.
Also muß man sich mit 16 Quadrametern begnügen und das Geld gut einteilen.
Und dadurch daß ich zuhause wohne und meine Hälfte zu den Kosten beitrage, steigere ich sogar noch die Kaufkraft meiner Mutter die auch nur eine lächerliche Rente bekommt.

Warum sollten wir da zuhause freiwillig mehr für Lebensmittel ausgeben wollen?
Ich will auch artgerecht leben und bezahlt werden, scheiß was auf die Viecher und Bauern! ;)
 
Habe meinen Anfangspost glaube ich schlecht geschrieben so das eine Diskussion abseits der Kernfrage unumgänglich war.

Dann lasst mich mal anders fragen, wieviel würdet ihr für die folgenden Produkte maximal zahlen bevor ihr sagt dann verzichte ich lieber. Ganz egal ob nun Bio oder konventionell erzeugt.

10er Pack Eier:
1Liter Milch:
500g Schweine Minutensteaks:
100g Mortadella:
500g Rinderhack:
500g Hühnerbrust:
100g Bockwurst:
1kg Tomaten:

Mich interessiert einfach was euch ein Lebensmittel wert wäre, denn das ist ja einer der Knackpunkte in der ganzen Geschichte.
 
ist es eigentlich in mode gekommen, alles mögliche zu verteufeln und dahinter irgendeine Verschwörung zu vermuten? Klar, man sollte nicht alles einfach hinnehmen und glauben, aber irgendwie nimmt das langsam besorgniserregende ausmaße an.

ich glaub ja manche fühlen sich einfach intelligenter oder allwissend, wenn sie alles schlechtreden.
 
10er Pack Eier: 3,50
1Liter Milch: 99ct
500g Schweine Minutensteaks: keine Ahnung, kauf ich nie
100g Mortadella: 50ct
500g Rinderhack: 2,99
500g Hühnerbrust: 3,99
100g Bockwurst:99ct
1kg Tomaten: 4,99

Bockwurst hat das Kilo 4,90 bei Kaufland gekostet. Tomaten hab ich ein Kilo für deutlich weniger gekauft, glaube 2,99, war aber HKII.
 
Irgendwo muss man schliesslich Grenzen setzen! :deal: :D

Ich kauf übrigens auch immer und grundsätzlich die billigste Butter. Irgendeine Sorte ist immer im Angebot zwischen 99ct und 1,09. Mehr geb ich irgendwie nur äusserst ungern aus!
 
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