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MULTI Vampyr (Horror-RPG von Dontnod)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Die ersten vier Stunden haben mich schon mal überzeugt. Scheint ein Spiel ganz nach meinem Geschmack zu sein. Grandiose Atmosphäre, ziemlich passables Writing bisher, fabelhafter Soundtrack, coole Ideen und das Combat System ist ebenso ganz in Ordnung soweit. Technisch kann ich auch nicht klagen, außer dass es natürlicht nicht up to date ist und mehr wie ein gepimptes Spiel aus der letztes Generation wirkt aber dennoch ziemlich liebevoll designed und durchgehend stimmig, weshalb ich optisch eigentlich nichts zu mosern habe. Wie vorhin bereits erwähnt läuft es bei mir, am PC, auch absolut flüssig, mit in Stein gemeißelten 60 FPS.
 
Gamestar ist deutlich wohlwollender zu dem Spiel, im Vergleich zur internationalen Kritik.

Keine Frage: Für mich ist Vampyr das beste Spiel mit Spitzzahnthematik seit dem bugverseuchten, aber charmanten Vampire: The Masquerade - Bloodlines. Die Stimmung, die Dontnod mit seinem Epos rund um den reumütigen, von Zweifeln zerfressenen Blutsauger und Arzt Dr. Reid erzeugt, ist bedrückend, unheilschwanger und einfach nur großartig.

Obwohl sich das Spiel nur in einem kleinen Bereich der auch Anfang des 20. Jahrhunderts schon von mehr als sieben Millionen Menschen bevölkerten Metropole London abspielt, ist dieser doch mit enorm viel Leben - und Un-Leben - gefüllt. Der absolut großartige Soundtrack, die dreckigen, düsteren Gassen, die drohende Gefahr an jeder Ecke: Dontnods London ist ein atmosphärisches Meisterstück. Vor allem die Charaktere sind stimmig designt, glaubhaft und polstern die mit Intrigen, Täuschungen und Geheimbünden durchsetze Geschichte so enorm gut aus, dass mich Vampyr direkt in seinen Bann gezogen hat.

In technischer Hinsicht bleibt der Titel gerade auf Konsolen deutlich hinter den aktuellen Standards zurück: Ruckartig nachladende Texturen, die dann auch noch schwammig-unscharf präsentiert werden, schwankende Framerate und weitere kleine Mätzchen verhindern eine absolute Topwertung. Dennoch sind nicht nur Genre-Fans gut beraten, einen Blick auf diesen außergewöhnlichen Titel zu werfen
https://www.gamestar.de/artikel/vampyr-beschuetzer-oder-bestie,3330538.html#top
 
Bei Gamestop gibt es exklusive Inhalte. Aber das sei ihnen verziehen. :D

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Ich hab's jetzt auch heute ein bisschen angespielt und bisher gefällt es mir eigentlich ganz gut. Ich mag den Flair des Spiels, allerdings könnte die Framerate etwas höher sein ...

Grundsätzlich finde ich aber die Gespräche mit allen teilweise etwas ermüdend (wobei ich das Konzept mit den Bezirken/Bürgern super finde). Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich abends nach der Arbeit nicht mehr so aufmerksam bin und mag am Wochenende vielleicht ganz anders aussehen.

Ich ärgere mich gerade aber etwas über mich selbst, dass ich nicht ein paar Sekunden mehr über mein erstes Opfer nachgedacht habe.

Ich hab Clay ausgesaugt und jetzt würde ich ja zu gerne wissen, was passiert wäre, hätte ich es nicht getan. Abgesehen davon, dass ich natürlich noch nicht weiß welche Konsequenzen das nun für mich hat.

Leider bin ich auch keine, die etwas mehrmals spielt, weil ohnehin immer zu viele Spiele gespielt werden wollen.
 
4players - 70%
Vampyr ist in seinen besten Momenten ein stimmungsvolles Abenteuer. In seinen schlechtesten Momenten ist es wie ein Holzpflock mitten ins Herz eines Rollenspielers. Dieses Auf und Ab deutet sich schon im Einstieg an, zieht sich durch das komplette Abenteuer und lässt einen erahnen, was mit einer reiferen Regie möglich gewesen wäre. Denn drei Stärken blitzen immer wieder auf: Die Dialoge, die Konsequenzen und die Kämpfe. In den Gesprächen zeigt sich die Erfahrung der Macher von Life Is Strange, denn man entschlüsselt die Bürger wie kleine Rätsel, indem man biographische Hinweise sammelt und menschliche Abgründe offenbart. Die eigenen Entscheidungen über diese Schicksale wirken sich auf ganze Stadtviertel sowie das Ende aus. Hinzu kommt eine Spielweise, die man angenehm frei zwischen brutal und verständnisvoll auslegen kann. Wer viele Leute aussaugt, hat es in den mit vielen coolen Fähigkeiten inszenierten Kämpfen leichter, verliert aber Quests oder riskiert die Stabilität. Aber da war so viel mehr drin! Manchmal wird man zwar an Dishonored, inFamous oder Deus Ex erinnert, aber weder die Technik noch das Spieldesign erreichen deren Klasse. Es gibt immer wieder Brüche und Ärgernisse. Die künstlichen Beschränkungen in der Erkundung nerven ebenso wie die immer gleichen Laufwege im letzten Drittel oder das ständige Crafting für Medizin und Waffen. Aber all das hätte eine gute Wertung noch nicht gefährdet. Dafür sorgt etwas anderes: So toll die Dialoge sind, versinkt die Glaubwürdigkeit angesichts des bis ins Extrem freigegeben Sammelns irgendwann im Keller - man kann sich ohne Konsequenzen überall bedienen, wo es blinkt, selbst vor den Leuten (!) und in exklusiven Clubs alles klauen und in Tagebüchern lesen. Geht's noch? Als Rollenspieler hab ich das der Krankenkasse gemeldet, denn ich hatte körperliche Schmerzen! Und was für ein Witz sind diese Händler? Hier ist das Abenteuer schrecklich primitiv, zumal man dem Vampir-Mythos, der sich um Geheimnisse und Verborgenes dreht, mit einem subtileren Ansatz wesentlich gerechter geworden wäre. Warum dann noch eine befriedigende Wertung? Das liegt vor allem daran, dass die Verbreitung der Seuche gut simuliert wird, die Atmosphäre aufgrund des hervorragenden Sprechers sowie der Musik immer unheilvoll bleibt und man die Konsequenzen des eigenen Handelns über 30 Stunden bis hin zum beeinflussbaren Ende spürt. Auch wenn Spiele wie Dishonored 2 zwei Klassen besser designt sind und die Faszination von Vampire: Die Maskerade - Bloodlines aus dem Jahr 2004 nicht erreicht wird, wird zumindest eine Lücke gefüllt.
„Vampyr ist ein stimmungsvolles Action-Rollenspiel mit starken Dialogen und flotten Kämpfen, aber oftmals beschränkter Erkundung, technischen Defiziten und plumper All-you-can-grab-Sammelei, die die Glaubwürdigkeit der Spielwelt torpediert. Da war mehr drin!”
 
So, habe es mir heute auch gegönnt.
Das Flair gefällt mir super und erinnert mich wohlig an die Art von XBox 1 Spielen, die ich damals hauptsächlich spielte. Wirkt alles bissl angenehm oldschool, wozu auch die etwas angestaubte Grafik beiträgt. Positiv sind null Aliasing, kein Ruckeln, keine Ladezeiten aufm PC.

Der Soundtrack hat bissl zuviel disonante Töne für mich ab und zu eingestreut.

Bin aber noch nicht weit, bin jetzt erst im Krankenhaus angekommen.

Göttlich ist bei den Kämpfen gegen die namenlosen Gegner das Blood Rayne Feeling. Gegner nicht sofort killen, sondern erst genüsslich aussaugen und quälen und sich dabei selbst heilen. Man ist ja schliesslich ein Vampir.:boese::boese::boese:
 
Das mit der Sammellei von 4players verstehe ich nicht (vll wird das aber auch noch schlimmer, keine Ahnung). Besonders nachdem man kurz zuvor ein Spiel wie God of War hatte, bei dem ich den Sammelkram viel deplatzierter fand. Vampyr bietet wenigstens in klassischer RPG Manier Notes und Bücher, deren Texte einen tiefer in die Welt eintauchen lassen und sowas habe ich eigentlich immer gern.
 
Wenn mich bisher etwas stört, dann das Kampfsystem. Hat man einen Gegner gelocked, kann man schlechter ausweichen, was bei schnellen Bossen doch recht wichtig ist. Ohne Lock trifft man schlechter. Außerdem hätte ich eine Schleichfunktion schön gefunden - ein Vampir muss sich doch lautlos fortbewegen können.

Atmosphäre und Geschichte gefallen mir aber soweit sehr gut.
 
Man kann sich ja komplett unsichtbar machen. Und wenn man langsam läuft, wird man auch nicht gehört.
Mit dem Dash beim Lock-On hatte ich keine Probleme. Ist doch sehr mächtig?
 
Das mit der Sammellei von 4players verstehe ich nicht (vll wird das aber auch noch schlimmer, keine Ahnung). Besonders nachdem man kurz zuvor ein Spiel wie God of War hatte, bei dem ich den Sammelkram viel deplatzierter fand. Vampyr bietet wenigstens in klassischer RPG Manier Notes und Bücher, deren Texte einen tiefer in die Welt eintauchen lassen und sowas habe ich eigentlich immer gern.

Ich glaube, daß ist einfach nur schlecht formuliert.

Dafür sorgt etwas anderes: So toll die Dialoge sind, versinkt die Glaubwürdigkeit angesichts des bis ins Extrem freigegeben Sammelns irgendwann im Keller - man kann sich ohne Konsequenzen überall bedienen, wo es blinkt, selbst vor den Leuten (!) und in exklusiven Clubs alles klauen und in Tagebüchern lesen. Geht's noch?

So wie ich das verstehe, sind damit nicht Sammelobjekte gemeint, sondern das man ohne Konsequenzen alles klauen kann, einsammeln quasi. Das hätte man auch etwas weniger irreführender formulieren können. :D
 

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