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REVIEW Transistor Review

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dow Jones

ASCEND TO ULTRA
Transistor

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Tja, und da wiederholt sich die Geschichte. Ubisofts kleine Spiele haben durchaus Qualität. Wer das Valiant Hearts Review gelesen hat, weiß schon, dass ich die großen Produktionen von Ubisoft einfach nur langweilig finde. Spaßbefreite Software in sinnentleerten Spielwelten. Doch wie schon Valiant Hearts ist Transistor ebenfalls eine kleine Perle dieser noch frühen Generation.


Artdesign und Grafik

Zuerst lässt sich auf jeden Fall sagen, dass Transistor seinen unverwechselbaren Stil hat. Das mag freilich nicht jedem gefallen, aber dennoch überzeugte mich die Aufmachung sehr. Es handelt sich dabei um ein sehr futuristisch angehauchtes buntes Spiel, welches hier nur so mit Details gespickt ist. Red, die stimmlose Protagonisten ist ebenfalls liebevoll animiert und weiß zu gefallen. Auch wenn es keine in sich unterteilten Level gibt, gestaltet sich die Spielwelt, angepasst mit und an der Story, sehr reichhaltig. Die Umgebung entfremdet sich mit zunehmenden Spielverlauf und überrascht einen auf das ein oder andere mal. Wer auf Indie-Games, oder, wie man jetzt sagt, AAA-Indies steht, kommt hier qualitativ voll auf seine Kosten.

Story

Die Geschichte ist leider relativ dünn. Man wird mitten in das Geschehen gestürzt, Red, die Protagonisten zieht Transistor, das namensgebende Schwert, aus einer Leiche und dann gehts auch schon los. Die Stadt, Cloudbank, wird von etwas angegriffen, was sich "Process" nennt. Keine weiß so recht, warum das passiert ist und worin dieser Angriff eigentlich besteht, nur eines ist klar: Die Stadt ist nahezu menschenleer und nur Transistor ist in der Lage mit noch einigen vorhanden Echos zu kommunizieren. Ansonsten will es Rache üben, an den Camarata, der Organisation, die dafür verantwortlich zu sein scheint. Dabei wird natürlich auch Reds eigene Hintergrundgeschichte enthüllt.
Es ist ein nettes Beiwerk und man möchte schon wissen, was passiert ist, auch wenn mir die Auflösung etwas zu schwach geraten ist. Ich verwende hier mal das Prädikat "okay", mehr ist es nicht. Weniger allerdings auch nicht.

Gameplay

Im Gameplay kann sich Transistor zweifelsohne auszeichnen. Es bildet auch das Herzstück des Spiels, denn es wird einem schon abverlangt mit den verschiedenen Fähigkeiten, die Red ausrüsten kann, herumzuexperimentieren und zu spielen. Jede Fähigkeit ist nämlich mit anderen kombinierbar. Sie können aktiv, passiv oder als Upgrade einer Fähigkeit eingesetzt werden. Eine aktive Fähigkeit kann hierbei zwei mal verbessert werden. Insgesamt können 4 aktive Fähigkeiten eingesetzt werden. Das wird jetzt natürlich keine Rechenaufgabe es soll nur andeuten, in welchen Dimensionen die über 20 verschiedenen Fähigkeiten verwendet werden können. Ich selbst habe lange Zeit gebraucht, um für mich passende Fähigkeiten zu kombinieren und hatte durchaus meinen Spaß dabei. Bis zum Ende des Spiels lernt man immer neue Möglichkeiten kennen, zu kämpfen. Das Spiel ist wahnsinnig gut ausbalanciert, so dass jeder die Möglichkeit hat mit seinem Set gut durchzukommen. Man kann auch leicht Murks zusammenstellen, aber nach einer Session hat man schon raus, wie was kombiniert werden sollte. Es gibt auch einen Trainingsraum, der im Spiel ab und an aufgesucht werden kann.

Die Kämpfe sind eine Mischung aus Echtzeit und Rundenbasierten Zügen. Man kann "Turn" aktivieren und seine Fähigkeiten einsetzen, bis die Liste vollgestopft ist, dann drückt man ausführen und schon gehts los. Das ganze erinnerte mich ein wenig an Kotor, wo man auch das Spiel pausiert hat, um seine Fähigkeiten aneinander zu reihen und dann zuzusehen, wie die Figuren die Aktionen ausführen.

Teilweise erinnert das Spiel vom Feeling her auch an Diablo. Auch hier wählt man seine Fähigkeiten und geht auf die Gegner los, auch wenn in diesem Spiel nicht pausiert wird.

Insgesamt ist das Kampfsystem eine runde Sache, die einen länger bei der Stange hält. Ich habe zusätzlich auch noch gerne alle optionalen Trainingsräume absolviert.

Im Spiel kann man Limiter einsetzen, dass sind Einschränkungen, die man ähnlich wie Fähigkeiten aktiviert. Nur erhöhen diese durch bestimmte Bedingungen den Schwierigkeitsgrad. Wer also zu schnell vorankommt und noch Bonuspunkte als EXP einsammeln will, der kann sich hier das Spiel auch noch ein wenig anpassen. Ich selbst habe das noch nie so vorher gesehen, aber auch das funktioniert hier ausgezeichnet. Man kann die Limiter beliebig dazu oder abschalten, so dass man auf keinen Fall vom Spiel überfordert oder unterfordert wird.


Soundtrack

Das Spiel hat einen wahnsinnig guten Soundtrack. Mit Ohrwurmgarantie. Dabei wechseln sich die Stile ein wenig ab und stellen auf alle Fälle einen sehr großen Mehrwert dar. Jeder, der Transistor durchgespielt hat, wird sich überlegt haben, den Soundtrack zu kaufen. Wer mal reinhören will, kann sich die Stücke auch gratis Probehören.



Fazit

Transistor ist das nahezu perfekte AAA-Indieerlebnis. Die Grafik ist unverwechselbar und schön, der Soundtrack ist Bombe und das Kampfsystem qualitativ hochwertig und ausgefeilt. Da stört es auch nicht weiter, dass die Story nicht so viel hergibt. Wer beim ersten Trailer schon Interesse hatte, wird garantiert nicht enttäuscht werden. Und für ca. 20€ ist das Gebotene auf alle Fälle ausreichend. Kaufen!
 
Muss man dir einfach zustimmen, auch wenn ich die Story selbst recht interessant fand, also die Art und Weise wie sie transportiert wurde. Weniger durch direkte Erzählung, sondern sehr indirekt.

Für mich direkt nach Divinity: Original Sin das beste Spiel 2014 bisher. :dhoch:
 
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