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PC The Novelist

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Genre: Adventure
Entwickler: Kent Hudson
System: PC
Release: Sommer 2013

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=_m7rmb3QrN8[/vid]

The Novelist asks one central question: can you achieve your dreams without pushing away the people you love? The game focuses on Dan Kaplan, a novelist struggling to write the most important book of his career while trying to be the best husband and father he can be. The Kaplans have come to a remote coastal home for the summer, unaware that they’re sharing the house with a mysterious ghostly presence: you.

Read the family’s thoughts. Explore their memories. Uncover their desires and intervene in their lives. But stay out of sight; you can’t help the Kaplans if they know there’s a ghost in the house. It’s up to you to decide how Dan’s career and family life will evolve, but choose carefully; there are no easy answers, and every choice has a cost.

Dan’s relationships – to his work, his wife, and his son – react and shift in response to your choices. With a different sequence of events in every playthrough, The Novelist gives life to a unique experience each time you play.
 

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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hab ne stunde reingeschaut. Man bewegt sich als Geist durch das Ferienhaus und beobachtet die Familie, liest ihre Gedanken etc. Jeder trägt seine Probleme mit sich herum. Der Spieler kann an bestimmten Stellen wählen, die Bedürfnisse welches Familienmitgliedes er befriedigen möchte. Ansonsten sind Story und Gameplay recht passiv und werden ala Gone Home über Briefe, Gegenstände und Traumsequenzen vorangetrieben. Urteil will ich mir noch keines bilden, ist zu früh.
 
So, bin nach gut drei Stunden durch. Mein Urteil:

Die Idee hinter The Novelist hat bei mir sofort das Interesse geweckt: Man schlüpft in die Rolle eines Geistes, der in einem abgelegenen und sterilen Ferienhaus eine Familie (Vater Dan, Mutter Linda und Sohn Tommy) beobachtet und in ihr Leben nachhaltig eingreift. Das ganze in einem Setting, das einen Hauch von Shining versprüht. Das Potential ist enorm.

Alle Familienmitglieder haben ihre Probleme (zum Teil miteinander) mit in den Urlaub genommen. Dan ist der Schriftsteller mit Schreibblockade, der immer weiter in den Alkohol abrutscht. Seine Frau möchte sich wieder stärker ihrer Künstlerkarriere widmen, in der Beziehung mit Dan kriselt es aber schon länger. Und dann ist da Tommy, dem die Überforderung des ersten Schuljahrs noch in den Knochen steckt. Ihm fehlen andere Kinder zum Spielen, eher gelangweilt hockt er mit seinen Spielzeugautos auf dem Teppichboden des Wohnzimmers.

Der Spieler schleicht nun durch die Wohnung und verfolgt die Story im Stile eines Gone Home über Briefe und Rückblenden. Im optionalen Stealthmodus muss er dabei aufpassen nicht entdeckt zu werden. Hier wurde sehr viel Potential verschenkt. Die Passivität der stets anwesenden Familie, deren in der Gegenwart erlebbares Familienleben sich auf Umherschlurfen und genuschelte Grüße beschränkt, erzeugt zwar eine bedrückende Atmosphäre. Dass man große Ereignisse wie den Besuch der Großeltern jedoch nicht als Geist mitlerben kann und nur über Einladungen und Erinnerungen mitbekommt, ist jedoch enttäuschend. Dieser Umstand dürfte den beshränkten Ressourcen des Ein-Mann-Entwicklers Kent Hudson sein (u.a. an Deus Ex: IW und Bioshock mitgewirkt).

Entscheidungen durch den Spieler werden insofern getroffen, dass jeder der Drei in jedem Kapitel einen Wunsch hat. Der Spieler entschiedet auf welchen sich Papa Dan konzentriert. In der Nacht kann man zusätzlich noch ein weiteres Bedürfnis mit einem Kompromiss befriedigen. Aber einer in der Familie kommt immer zu kurz. So kreiert der Hudson einige komplizierte Entscheidungen, die einem schwer fallen. An die moralische Komplexität eines Walking Dead kommt The Novelist aber nicht heran. Im Kern geht es um Dans Karriere vs. Zeit für die Frau vs. Zeit für den Sohn. Die Entscheidungenw erden jedoch gut vom Spiel aufgegriffen und in die Erzälstränge eingelochten.

Trotz der vielen Luft nach oben ist The Novelist ein spielenswerter Titel. Und sei es, weil es immer noch viel zu wenige Spiele gibt, mit deren Charakteren wir uns wirklich identifizieren können. Die eine Welt zeigen, zu der wir einen Bezug haben. Als jemand der früher mit seinen Eltern in Ferienwohnungen im Urlaub war, wurden so einige Kindheitserinnerungen in mir geweckt. Und mit einigen von Dans Problemen weiß ich auch etwas anzufangen. Alleine dafür haben sich die drei Stunden gelohnt.
 
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