Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

GEN7 Tagesschau "Fallout 3" [evt. Spoiler]

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Dieser Thread ist für jene Fallout-3-Spieler gedacht, die ihre Erfahrungen während dem Spielen den anderen Spielern mitteilen möchten.
Fallout 3 ist ein Game, welches für diverse Missionen verschiedene Lösungswege anbietet und so wird es wohl kaum zwei Spieler geben, die eine Mission auf die EXAKT gleiche Weise gelöst haben. :D

Ich fang mal an. Wer das liest, möge bitte auch gleich noch so seine Erfahrungen mit den von mir genannten Erlebnissen schildern - nur, damit ich weiß, welche Alternativpfade es gegeben hätte. Ich will nämlich nicht noch mal von vorne beginnen, um alles zu sehen. :D

Aaaaalso:

Zuerst einmal machte ich mich heute zu dieser Schule in Springvale auf. Allerdings ohne passende Mission. Ich entdeckte das Gebäude auf der Karte nach einigem Herumwandern und spazierte einfach mal rein... Ok... ehrlich gesagt habe ich es schon gestern entdeckt und war schon gestern im Gebäude. Ich bin dann allerdings baldigst wieder hinausmarschiert, da mir die Atmosphäre sehr düster und gefährlich vorkam und ich mich der Situation nicht gewachsen fühlte. Na ja... Diverse Rambospieler unter euch, die auf so nervige Eigenschaften wie "Wissenschaft", "Medizin" oder "Leichte Waffen" gerne verzichten, hätte da sicher schon beim Erstkontakt den vierten Weltkrieg inszeniert.
Nur mir war die Angelegenheit aufgrund dürftiger Rüstung und schwacher Bewaffnung zu heiß...

...einen Tag später, also heute, ging ich wieder dorthin. Diesmal mit Stimpeaks, Waffen und Munition. Mit im Gepäck die 10-mm-Pistole, das chinesische Sturmgewehr, das normale Sturmgewehr und eine dieser halbwegs brauchbaren Händlerrüstungen. ;)
Wie ich schnell feststellte, war das Gebäude von Raidern besetzt und ich musste mich langsam vor kämpfen. Raum für Raum. Schuss für Schuss. Dem V.A.T.S-Systems sei Dank, ging das recht annehmbar flott. :klopf:

Schließlich triumphierte ich bis in den Keller des Schulgebäudes um dort festzustellen, dass ein Weitergehen nur möglich ist, wenn man Sprengladungen besorgt und den unterirdischen Tunnel begehbar macht.
(Sofern ich das storymäßig durch eines dieser Computerterminals richtig gecheckt habe...)
Na ja, wie auch immer: Hier war dann erstmal Endstation und ich verlies die Schule.
Meine Intention war klar: Schnellstens Sprengstoff ergattern und nochmal zurück in die Fratzenwerkstatt um ordentlich Mr. Bombastic zu spielen. Leider meinte es der Händlergeist nicht gut mit mir und so fand ich keine Lebensform, die Sprengladungen zum Verkauf anbot.

"Auch egal", dachte ich mir, die Welt von Fallout 3 ist schließlich riesig und so machte ich mich auf nach Alfert (oder so ähnlich).
In Megaton erhielt ich nämlich von einer gewissen Mrs. West den Auftrag, eine Botschaft nach Alfert zu ihrer Familie zu bringen.
Die olde Frau hat in ihrer Angst vor dem Ödland freilich keine Freude damit, selber den Marsch Richtung Heimat anzutreten und so muss eben ich als Paraderitter herhalten.
Dank der hilfreichen Hinweise von Mrs. West, die mich auf Feinde aufmerksam machte ( :ugly: ), war ich auf alles vorbereitet und schreitete nach Alfert.

Dort angekommen schoss gleich mal der ansässige Stadtwächter auf mich. Ganz nach dem Motto: Zuerst schießen, dann fragen.
Bei näherer Betrachtung stellt sich allerdings heraus, dass die Stadt von Zeit zu Zeit von einer "Familie" angegriffen und geplündert wird, die vorerst nicht näher erläutert wird. Sein Angriff schien schon logischer...
Der Stadtwächter bat mich sogleich, nach den hier wohnenden Familien (...und zwar die normalen) zu sehen um ihm Bericht zu erstatten, ob es ihnen gut gehe.
Machte ich sogleich.

Schließlich die Überraschung: Als ich das Haus von den West's betrat, fand ich Frau und Herrn West tot vor. Mein scharfsinniger Verstand schien sofort geschnallt zu haben, dass hinter dieser barbarischen Hinrichtung unweigerlich die "Familie" (...und zwar die böse) stecken müsste!

Geschwind eile ich erneut zum Stadtwächter, um ihn Bericht zu erstatten. Doch was sah ich? Der gute Mann war längst in einem Kampf verwickelt! Gegen wen er kämpfte, konnte ich nicht wirklich erkennen. Zu sehr ergriff mich die Dramatik in diesem Augenblick und mein Abzugsfinger kam zum Einsatz.

Dann erneut eine Überraschung: Aus Versehen dürfte ich den Stadtwächter erwischt haben. Oder waren es doch die Angreifer? Keine Ahnung. Jedenfalls schoss plötzlich der Stadtwächter auf MICH!
Meine diplomatischen Beziehungen zum selbst erkorenen Wächter änderten sich radikal und so blieb mir nichts anderes übrig, als den "Übeltäter" eins auf die Mütze zu geben. :dhoch:

Schon blitzte eine Textmeldung auf, die mir erklärte, dass nun alle Bewohner von Alfert gegen mich wären. Aha. :wand:

Ich, der ich immer nach Gutem strebe und stets hilfsbereit bin, werde auf einmal von einer Stadt gehasst? Nur weil mir ALLERHÖCHSTENS ein "Friendly Fire" passierte?

Die logische Konsequenz?


Richtig:

( :klopf::klopf::klopf: )^25


Kein Einwohner darf überleben. Die Gefahr, dass mich jemand verfolgen könnte oder ein Attentat auf mich plante, war zu groß. Möglicherweise waren meine Ängste auch unbegründete Fantasie aber man will dann bei einem Spiel diesen Ausmaßes doch kein Risiko eingehen und so vernichtete ich Alfert's Einwohner.
Nur die Frau von einem Mann habe ich verschont, da sie keine Gegenwehr leistete und ich einfach mal als Gutmensch davon ausging, dass diese Dame ganz alleine ohnehin nicht als Attentäter durchgehen könnte.

Nun gut: Das Ergebnis war, dass diese Nebenmission als gescheitert vermerkt wurde...
...ich natürlich maßlos enttäuscht. Wie konnte alles nur soweit kommen?

Nach einigen Minuten des Schweigens reiste ich schließlich weiter nach Canterburry. Eine Stadt, die weit im Osten liegt und von der mir ein paar Bürger des Landes berichtet haben.
Ich wusste, dass die Reise lange dauern würde. Alleine von Megaton nach Alfert brauchte es eine Ewigkeit.

So schlenderte ich mit gebotener Vorsicht und gestreckter Waffe gen' Osten und stellte den Radiosender "Enklave" auf Empfang.
Wieder einmal beschwor der Präsident die Einheit des Landes und rechtfertigte einmal mehr den rechtmäßigen Anspruch seinerseits, der demokratisch legitimierte Herrscher der Vereinigten Staaten von Amerika (...oder was davon übrig geblieben ist) zu sein und das selbstverständlich eine Wahl erfolgt sei.
"Aus "sicherheitspolitischen" Gründen könne die Wahl nicht genau erläutert werden", so der Präsident.
Während meiner Reise begann ich langsam zu rätseln, wer dieser Präsident sein solle und was die Enklave, die "Regierung", wirklich wäre.

Meine Überlegungen werden leider Gottes von einigen Raidern und Maulwurfsratten beeinträchtigt - um des Überlebens Willen ging ich in den erbarmunglosen Vernichtungskampf gegen die Horde vor und bahnte mir den Weg weiter nach Canterburry...

...dort angekommen erschreckte mich abermals ein Schuss auf mein Haupt. Wieder war hier eine Stadtwache übereifrig bei der Arbeit. Nur die Umstände ob der Vorsicht dürften rein paranoider Natur sein...

Vielmehr interessierte hingegen, dass sich zwei Bürger dieser Stadt mitten auf der Straße mit Schimpfwörtern befetzten und als schließlich der sogenannte "Mechanist" auf die "Ameisterin" oder besser gesagt auf deren Begleitern, die Ameisen, schießt, verkriechen sich beide Parteien in ihre Nester zurück um jeweils Rachepläne bzw. Angriffspläne zu schmieden.

Währenddessen unterhielt ich mich mit einigen Bürgern und sie erklärten mir, dass die Beiden ein wahres Problem für die Stadt wären und das dagegen etwas unternommen werden müsse.
Bald erfuhr ich die versteckten Orte der beiden feindseligen Bürger. Einer wohnt in einem Roboterzentrum ober der Stadt und die andere in einer Höhle unter der Stadt.
Ein Bürger machte mich darauf aufmerksam, dass es genüge, einen einzigen dieser beiden Paradekomiker zu erledigen - mit welchen Mitteln auch immer - da der andere dann niemanden mehr zum Kämpfen hätte...
...interessante Logik, aber ich frohlockte mehr mit der Idee, beide Spinner aus der Welt zu verbannen und für ordentliche Ordnung zu sorgen.

Da ich natürlich nicht grundlos zwei Leute umbringe, observierte ich erst die Lage und sammelte von ansässigen Bürgern Informationen über "Ameisterin" und "Mechanist". Vielleicht intrigiert ja die gesamte Stadt gegen die beiden und die Bürger wollen sie nur loswerden, nur weil sie sich anders kleiden?
Doch warum bekämpfen sich dann die zwei?

In Gesprächen mit der Bevölkerung fand ich heraus, dass Ameisterin eines Tages einen Roboter des Mechanisten geschrottet habe. Das Motiv dafür ist mir leider entfallen. :D

Jedoch hatte ich einen Grund, primär gegen die Ameistern vorzugehen, da sie anscheinend mit dem zerstörerischen Streit begonnen hat... Meine Verschwörungstheorien, wonach die Bürger Canterburry's gegen die beiden intrigieren oder sie gar gegeneinander aufhetzen, ließ ich schließlich zur Gänze fallen.
Es schien mir doch etwas zu gewagt.

So machte ich mich auf in die Höhle der Ameistern um sie zu stellen. In der Höhle musste ich zuerst gegen selbstdetonierende Kleinbomben ankommen. Am besten ging das, indem ich mich einfach schnell durch die Höhlengänge bewegte und auf mich die verspätete Detonation der Bomben verließ.

Danach erkannte ich Ameisen. Mir war klar: Die selbsternannte "Ameisenkönigin" konnte nicht weit sein.
Wenige Augenblicke später kam ich bei ihr an und versuchte es zuerst einmal mit Diplomatie. Ob meiner geringen Sprachgewandheit (5) gelang es mir nicht, die Dame zu überreden und so blieb mir nur mehr der Kampf Mann gegen Chefameise...

-------------------------------------------------------------------------------

So... Das war jetzt mal ein möglicherweise zu ausführlicher Bericht von meiner Seite. :lachweg:
Ich muss schon sagen, dass das Spiel sehr gelungen ist und man sich auch an die anfangs recht monoton wirkende Spielwelt schnell gewöhnt und diese sogar noch zur Offenbarung wird. :sabber:
Ist halt einfach was besonderes, wenn man mal minutenlang in eine Himmelsrichtung gehen muss, nur um auf eine Stadt zu finden und dabei einen Radiosender hört, der vollkommen in Deutscher Sprache läuft ( :dhoch: ) und in dem sich andauernd der mutmaßliche Präsident der USA zu erkennen gibt. So mancher realer amerikanische Spieler darf wohl nicht zu lange diesem Propagandasender lauschen - mit der Zeit wirkt der Präsident regelrecht verführerisch, da er einem das Blaue vom Himmel verspricht. :?

Ah jo... Eines noch: Wäre sehr dankbar, wenn jemand zu den oben beschriebenen Ereignissen alternative Herangehensweisen posten könnte. :deal:
Was es da wohl mit der Springvale-Schule aufsich hat? :D
 
Zurück
Oben