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MULTI Suicide Squad: Kill the Justice League

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das kann ich so nicht stehen lassen. Metropolis strotzt nur so vor Rocksteady: vielen kleinen Scharmützeln in alter Arkham-Manier, Funksprüchen zwischen den Mitgliedern der Justice League und exzellentem Art Design. Auch das Gameplay ist alles andere als scheiße. Im Gegenteil, viele Waffen fühlen sich einfach wuchtig an (Revolver von Harley ist eine Wonne) und das Trefferfeedback ist sehr zufriedenstellend. Was mich positiv überrascht ist die Tatsache, dass das Spiel sehr Story-basiert ist und sich für mich nicht nach sinnlosem Grind anfühlt. Man kann es also schon spielen. Die schlechte Presse kann ich absolut nicht nachvollziehen.
 
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After a vast, extended period of development, Rocksteady's Suicide Squad: Kill The Justice League has finally released - and of all the Digital Foundry team, it was John Linneman with the most reservations about the game based on its pre-launch campaign. But you know what? While there are a range of caveats, he's come away having had fun with the game. The PC version though? It REALLY needs work...
 
87% positive Bewertungen auf Steam. Das Spiel kommt bei den Gamern deutlich besser weg als in der Fachpresse :dhoch:

Das sind aber auch teilweise wieder scheiss Reviews.
Da liest man klar und deutlich raus, dass die Leute lieber ein neues Batman gehabt hätten.
Aber hey, das sollen Spielejournalisten sein. Die sollen Spiele danach bewerten was sie sind und nicht was der Reviewer gerne hätte.

Auch das Theater mit IGN.
IGN bekommt ne Preview-Version und zerreisst das Spiel komplett auf ne ziemlich fiese Art.
Danach sagt Rocksteady aehm nee geben Euch keine Review-Version.
IGN startet dann ne ziemlich Hetzkampagne, kauft sich das Spiel hinterher selbst und vergibt 5/10.
Also ganz ehrlich das ist die größte Gamingsite, verhaltet Euch doch auch bitte so und seid ein bisschen professionell.
Ich finde die ganzen Reviewsachen werden immer schlimmer.
 
Ich finde es schon echt erstaunlich wie schlecht das Spiel bei den Tests abschneidet und im PS5 und Xbox-Store sehe ich fast nur positive Bewertungen und Kommentare. Die sollen das mal im Game Pass oder Playstation Abo packen, dann könnte ich mir selbst ein Bild machen. :cool:
 
Bin nun durch und wurde gut unterhalten.

Einerseits merkst du überall, dass Rocksteady dahinter steckt. Die Grafik und Vertonung, die Charaktere, Location und Präsentation. Das ist top. Sieht unglaublich gut aus und hat seine Höhepunkte definitiv in den Zwischensequenzen.

Am ehesten würde ich meine Spielerfahrung (also "wie" ich es gespielt habe) mit Injustice vergleichen. Ja, dem Beat 'em Up von Netherrealm. Ich bin nämlich nicht sonderlich gut in Beat 'em Ups und ich habe auch nicht mehr die Muße, mich da reinzuhängen. Aber Injustice (und auch Mortal Kombat) ist immer so geil inszeniert, dass ich einfach nur die Story erleben möchte. Also auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad durchgeprügelt, um den "Spielfilm" zwischen den Gameplayabschnitten zu sehen.

So ähnlich erging es mir auch bei Suicide Squad. Nur mit dem Unterschied, dass ich Shooter sehr gerne spiele und auch meinen Spaß mit diesen Abschnitten hatte.

Andererseits ist der GaaS Überbau vollkommen belanglos und teilweise sogar störend.

Der Loot ist weitgehend lahm. Standardwaffen mit verschiedenen werten. Wow. Hab 'ne ordentliche Sniper irgendwann in den ersten paar Spielstunden bekommen und bin mit der die ganzen 12 Stunden durchgerannt. Kein Grund zu wechseln (auf "normal"). Der Talentbaum verdient den Namen "Baum" nicht, denn eigentlich ist es ein Talent"strich". Entscheide dich nach dem Levelaufstieg zwischen "ab 50x Multiplikator macht deine Waffe 8% mehr Schaden" und "ab 40x Multiplikator erhöht sich deine Boostdauer um 5%". Wow. In einem Diablo kannst du dir richtige, spürbar unterschiedliche Builds zusammenbauen. Hier gibt es paar bunte Waffen und Fähigkeiten, deren Werte du eigentlich gar nicht wahrnimmst. Nach der Story bzw. im Endgame (ab Level 30) wird dann noch ein weiterer Talentbaum freigeschaltet, aber der ist mit seinen stapelbaren Verbesserungen sogar noch uninteressanter - die bewegen sich nämlich im 0,1er % Wertebereich.

Missionstypen sind GaaS-typisch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Zu Mission A gedüst, 50 Mutanten umgeholzt, fertig. Weiter zu Mission B, ein sich bewegendes Fahrzeug vor 40 Mutanten beschützt, fertig. Mission C wird bestimmt spannender: 60 Mutanten auf 'ner Riesenkanone umgeholzt, fertig. In den Hauptmissionen wird das lediglich durch eine Zwischensequenz gerahmt. Ich meine, in Shootern wie einem Gears of War holze ich auch nur Mutanten um, aber das ist motivierend, weil du dabei linear durch ein Setpiece geführt wirst und verschiedene Gegnertypen verschiedene Herangehensweisen erfordern usw. Wird hier zwar auch versucht, aber am Ende ballerst du einfach mit allem, was du hast, auf alles, was sich bewegt und erkennst dabei gar nichts mehr. Das ist zwischendurch schon etwas anstrengend. Sunset Overdrive zeigt wie man einen bunten, schnellen, auf Traversal bauenden Third-Person Shooter abwechslungsreich und übersichtlich umsetzt.

Leider sind tatsächlich auch die Auseinandersetzungen mit der Justice League ziemlich lahmarschig, was mich sehr enttäuscht hat. Die Zwischensequenzen vorher und nachher sind super. Machen tierisch Bock. Aber die Bosskämpfe an sich spielen sich quasi wie der Rest des Spiels: wirst in eine abgesteckte Arena geworfen und schießt so lange auf Supes & Co, bis sie umfallen. Das ist schon sehr antiklimatisch.

Wieso nicht so was wie der Sandman-Kampf in Spider-Man 2? Das ist auch Superheldenaction in einer Open-World, gar nicht so verschieden. Auch hier versaut es die Koop bzw. GaaS Blaupause. Eine geil inszenierte Verfolgungsjagt mit Superman durch Metropolis ist halt nicht drin, weil es nicht funktionieren würde, wenn Spieler 1 am Gartenzaun hängen bleibt, Spieler 2 irgendwelche Mobs am anderen Ende der Stadt erschießt und Spieler 3 noch sein 0,1% Schadensplus im Menü freischalten muss. Du kannst eine Koop Open-World einfach nicht so skripten wie eine Soloerfahrung oder ein lineares, räumlich begrenztes Koop-Level.

Gibt sogar ein, zwei lineare Level, aber die beschränken sich auf "gehen und Schalter drücken". Ist meistens sehr atmosphärisch, aber auch nicht mehr.

Es will unbedingt ein GaaS/Koop Game sein und schreibt das auch überall drauf. Aber es funktioniert leider nicht wirklich gut als GaaS/Koop Game.

Abgesehen davon, so negativ es sich jetzt auch anhört, hatte ich echt Spaß damit. Den ganzen oben geschilderten Blödsinn kann man nämlich ganz gut ignorieren. Hab nur die nötigsten Waffen und Upgrades angelegt und die ganzen Statistiken ansonsten links liegen lassen. Und das Coregameplay, das Gunyplay und Movement macht wirklich Laune. Es passt vielleicht nicht zur Vorlage, dass Harley Quinn sich hier wie Spider-Man fortbewegt, aber es fühlt sich super an und wenn man es ein mal gemeistert hat, gleitet man geschmeidig durch die hübsche Stadtkulisse und klatscht lila Mutanten um. Das ist schon nicht verkehrt. Als Belohnung gibt es dann noch eine schicke Zwischensequenz, toll geschriebene Charaktere und einige coole Momente.

Was mir an der Story jedoch nicht gefallen hat, ist, wie ich bereits vermutet hatte, der Multiversumsplot. Wie schon im MCU bringt so was einfach viel zu viel Unruhe und Blödsinn in die Story. Einen bodenständigeren Antagonisten und Handlungsverlauf hätte ich besser gefunden. Aber logisch, ein Multiversum passt natürlich wieder zum GaaS, da so regelmäßig neue Charaktere und Missionen aus den verschiedenen Dimensionen gezogen werden können. Inhaltlich ist es aber leider total schwachsinnig.


Vielleicht sollte man seine Erwartungshaltung einfach anpassen: erwartet ein DC Comic Crackdown mit Story. Kein Highlight, aber simple Superheldenaction mit Rocksteady Zwischensequenzen. Dann macht das durchaus Laune. Aber bitte erhofft euch keine Batman Arkham Fortsetzung.

Lustigerweise hat es sogar einen nahezu identischen Kritiker- und Userscore wie Crackdown 3. :D Und so falsch liegt man mit diesem Vergleich auch nicht. Crackdown ist meiner Meinung nach vom Gameplay her pointierter und motivierender. Aber auch eindimensionaler und hat null Story. Suicide Squad ist hingegen viel zu überladen, hat dafür aber eine cool inszenierte Story.

Mir hat es gefallen. War gut. Nicht herausragend, aber gut. Ist halt schade, dass es ohne den GaaS-Stock, den sie sich zwischen die Beine geworfen haben, noch so viel besser hätte sein können.

Die Truppe hat mir sogar so gut gefallen, dass ich mir endlich mal Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn angesehen habe. Wow, was für ein grandioser Film! Meiner Meinung nach einer der besten DC Streifen des alten DC Filmuniversums. Kann man sich bedenkenlos geben, wenn man mehr Harley Quinn will.

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wundert mich, Spiel is doch nur scheiße aber nicht technisch unspielbar, oder?
 
Mhm, ist wirklich komisch. Hab keinen einzigen Bug gesehen. Keinen Absturz, keinen Clippingfehler, nichts. Sah gut aus und lief rund.

Da gab es in den vergangenen Monaten ganz andere Problemspiele. :D
 
Kann ich euch auch so sagen. Sie haben ein Spiel gemacht mit Charakteren, die keiner spielen wollte in einem Genre, das niemand haben wollte. Sie haben Trailer veröffentlicht, die Scheiße aussahen und als es draußen war, haben die armen Tester auch noch feststellen müssen, dass das Spiel Batman und die Justice League ruiniert.
Erste Regel der Wirtschaft. Angebot und Nachfrage. Und die Nachfrage nach Suicide Squad war 0.
 
Im Sale für 3,49 € mitgenommen und auch nur, weil es von rocksteady™ ist. Die schlechte Presse und der Aufruf zum Boykott haben ihre Wirkung auch bei mir gezeigt. Aber bevor sie die Server abschalten, wollte ich mir noch selbst ein Bild machen und habe es kurzerhand durchgespielt. Was soll ich sagen? Herrlich abgedrehte Ballerbude die mich gut unterhalten hat.

Es ist ansehnlich, es hat ein tolles Treffer-Feedback, knackiges Sounddesign und es läuft butterweich und fehlerfrei - da gibt es nichts, was ich jetzt kritisieren würde. Die lange Entwicklungszeit steht dem Spiel wirklich sehr gut. Oder doch. Warte. Den Loot finde ich irgendwie belanglos. Liegt aber wohl daran, dass sich das mit dem GaaS erledigt hatte und den Anfang finde ich etwas sehr fordernd. Das hätte man auch anders gestalten können. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass einige das Spiel an der Stelle abbrechen. Am besten kam ich mit King Shark zurecht und bin bei ihm geblieben.

Großartig was zum Grinden gab es nicht. Gut, vielleicht beim Battle Pass, den ich mir aber nicht gönne. Solo war das aber gar nicht so schlecht. Wirklich nicht. Nach 20 Stunden verspüre ich sogar noch etwas Lust und werde noch ein paar Multiplayer-Runden dranhängen. :dhoch:
 
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