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Suche nach Interviewpartner*innen für Forschung

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Grüße an alle! Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich diesen Beitrag hier poste.

Im Rahmen meiner Hausarbeit im Master-Studiengang Kulturanthropologie forsche ich zum Thema "Zwischen realem und virtuellem Körper: Verkörperung in Videospielen". Ein Thema dass mir super viel Freude bereitet und mir als langjähriger Spieler auch viele neue Perspektiven auf die Welt der Videospiele eröffnet hat.

Für meine Forschung bin ich nun auf der Suche nach Spieler*innen, die dazu bereit wären, ein Interview mit mir über das Thema zu führen. Gerne auch in einer Party oder während dem gemeinsamen Spielen. Vielleicht findet sich ja ein Multiplayer-Spiel, dass wir beide mögen :)

Die Teilnahme erfolgt anonym, eure Daten können später nicht mit euch in Verbindung gebracht werden. Außerdem wird die Hausarbeit den Rahmen meines universitären Seminars nicht verlassen.

Ich bedanke mich für eure Hilfe! Für weitere Fragen stehe ich euch gerne hier im Forum oder per Mail ([email protected]) zur Verfügung.

Liebe Grüße
Marc
 
An sich eine nette Idee, aber du möchtest was vom Forum und hast bis auf diesen Beitrag nix beigesteuert. Wünsch dir aber viel Glück, vielleicht findest ja hier jemanden.
Er will sich auch nicht ins Forenleben einbringen sondern einfach nur die Zielgruppe "Videospieler*innen" erreichen.
Es ist total normal und folgerichtig, in den meisten Fällen sogar notwendig, dass man sich den Zugang zum Forschungsfeld irgendwie von außen kommend suchen muss.

Zur Frage: ich wäre grundsätzlich sehr interessiert, aber könnte mir vorstellen dass ich in Bezug auf die Forschungsfrage zu viel Hintergrundwissen habe und voreingenommen wäre. Komme selbst aus der Körpersoziologie/Praxistheorie und habe meine Masterarbeit damals über die Schnittstelle von analogen und digitalen Praktiken geschrieben. Also sehr cooles Thema wie ich finde! Darf ich fragen was dein theoretischer Hintergrund ist?
 
Danke für deine Antwort und auch deine Frage! Auch super cool, wie selbstreflektiert du mit deiner vermuteten Voreingenommenheit umgehst. Das Thema deiner Masterarbeit klingt auch super interessant! Zu deiner Frage:

Da ich mich noch am Anfang meiner Ausarbeitung befinde, kann ich dir hierauf noch keine exakte Antwort geben. Vermutlich wird sich das alles noch eingrenzen. Evtl. ergeben sich aber auch noch neue Schwerpunkte. Empirische Forschung kann sowas ja auch immer beeinflussen. Das Thema werde ich aber aus kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchten, wobei Argumentationen, Thesen und Theorie der Soziologie bestimmt auch mit einfließen werden. Kultur und Gesellschaft hängen ja auch sehr stark zusammen.
Im Grunde geht es bei meiner Forschung aber um folgende Fragen und Schwerpunkte:

- Figuren in Videospielen sind meist idealisiert Körper. Sie sind selten übergewichtig oder haben Verstümmelungen, eher das Gegenteil. Das beste Beispiel für einen idealisierten Körper und Videospielen ist wohl "Lara Croft". Hier können verschieden Fragen gestellt werden. Welches Bild von Körperlichkeit vermitteln Videospiele? Wie nehmen Videospieler*innen den Körper war?

- Wenn es ums Erstellen eines Charakters geht:
Inwiefern erstellen sich Personen einen Körper, den sie im echten Leben nicht haben? Wovon zeugen Skins und Ausrüstungsstücke? --> Erfahrung oder bestimmtes Level der Figur, Gruppenzugehörigkeiten, Ästhetik und Darstellung/Wahrnehmung

- Körper in Videospielen sind auch idealisiert, weil sie nicht verfallen. Selten stirbt eine Figur für immer. In den meisten Spielen, wird die Figur, die gespielt wird, nach dem Tod wiederbelebt. Virtuelle Körper sind also nicht endlich. Er verfällt also nicht. Im realen Leben ist das anders. So sind wir Menschen ja ständig mit dem Verfall und dem älter werden unseres Körpers konfrontiert. Geben uns Videospiele vllt. die Möglichkeiten, diesen Zustand des "Verfalls" kurzzeitig zu vergessen?

Ich hoffe, der kleine Einblick in erste Überlegungen und Gedankenspiele konnte dir mein Forschungsvorhaben näher bringen. Bisher habe ich mich vor allem auf Thomas Lackner und sein Buch "Computerspiel und Lebenswelt: Kulturanthropologische Perspektiven" gestützt.

Bei Fragen immer gerne melden! :)

LG
Marc
 
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