Auch meine erste Reaktion war als erstes "muss ich erst mal sacken lassen". Aber man kann dann doch schon schnell einiges dazu sagen. Ist halt Star Wars

Die große Stärke ist auf jeden Fall der Anfang des Films. Viele hier sagen die erste Hälfte. Für mich nimmt der Film ab dem Moment ab, als Han und Chewie auftreten (Magic Moment, ganz klar) und die Wiedereinführung beendet ist.
Dass Han als einer der besten Schmuggler der Galaxis nicht weiß, wo sich sein Schiff die ganze Zeit befunden hat, geschenkt. Aber die ganze Szenerie auf diesem Transporter und seiner nicht vorhandenen Crew, war mir dann doch zu erzwungen. Vielleicht reagier ich mittlerweile einfach überempfindlich auf CGI, aber diese Flucht vom Schiff und die freigelassenen Aliens.. nee also da hätte man sich was besseres einfallen lassen können.
Bei dem vielen Fanservice hätte ich zumindest erwartet, dass Han gegen seine popeligen Vertragspartner das Feuer eröffnet. Und hätte es gefeiert
Aber ok, bis zu dem Punkt war der Film absolut erste Sahne. Generell waren die Raumschlachten absolut genial. Für mich neben den neuen, sympathischen Charakteren das große Highlight. Weniger Highlight war wie für viele andere hier anscheinend auch der neue Oberbösewicht. Da sind wir (Überraschung) auch wieder bei CGI. Ja, Gollum war damals klasse umgesetzt. In viermal so groß und in Star Wars brauch ich ihn deswegen trotzdem nicht. Am Ende wird sich herausstellen, der Typ hat in etwa die Größe von Yoda (was dann schon wieder seinen Charme hätte, auch wenns vorhersehbar wäre), aber trotzdem sieht das einfach nach nichts aus, sorry.
Interessant bleibt trotzdem, wer der Otto überhaupt ist. Hab hier gelesen, ein Sith wäre er nicht. Allerdings will er doch die Ausbildung von Kylo Ren abschließen, was mmn dagegen spricht.
Scheiße, und dann muss auch noch Han Solo sterben

Ja, er muss. Irgendwie war das jedem klar. Vor allem wenn man wie jeder mittlerweile weiß, dass Harisson Ford eigentlich schon in der alten Trilogie sterben wollte. Und trotzdem trifft es einen, wenn der Held der Kindheit nie wieder die alte Schrottmühle fliegen wird. Die Szene fand ich aber sehr gut umgesetzt und noch eine der stärksten, der dann doch etwas zu stark gehetzten, stark an Episode IV erinnernden zweiten Hälfte.
Vor allem die Charakterentwicklung von Rey geht mir hier einfach viel zu schnell. Ein so toller Charakter, der drauf und dran war eine ähnliche Rolle (für mich) einzunehmen, wie es damals Han, Luke und Leia geschafft haben, hätte man ihr und ihrer Erfahrung mit der Macht doch etwas mehr Zeit gelassen. Ja, durch ihren Kampfstab oder was das ist hat sie bestimmt ungefähr ne Ahnung, wie man mit so nem Schwert umzugehen hat, aber damit gleich den Typen, der kurz davor Solo gekillt hat und immerhin bei einem gewissen Skywalker in der Ausbildung war, so platt zu machen, dass es fast schon an Lukes übermotivierten Auftritt gegen Vader in Episode V erinnert, von instant gelernter Gedankenmanipulation mal ganz abgesehen... naja, hätte man sich hier mehr Zeit gelassen, es hätte ihr wohl gut getan.
Nichtsdestotrotz: Ich will verdammt nochmal den nächsten Teil! Dass man sich Luke aufgespart hat, war vielleicht ein sehr geschickter Schachzug. Wie gesagt, Fanservice ist so oder so genügend vorhanden. Und dann noch ein Luke in Action wär vllt der Overkill gewesen.
So macht ers wie die ganz großen vor ihm auch: Im Exil warten, bis die Leute, die was wollen, zu ihm kommen. Von daher hat mir das Ende dann wieder ganz gut gefallen, auch der Aufstieg, der mit seinen vielen Treppen so ein bisschen an einen alten Shaolin-Mönch oder so erinnert, der auf seinem Berg rummeditiert.
Ach, man könnte noch so viel mehr schreiben und wird es mit Sicherheit auch noch

aber vieles ist noch frisch. Jetzt erstmal ne Nacht drüber schlafen und dann auf die ersten Diskussionen mit den Kollegen am Wochenende freuen. Es darf wieder über Star Wars geredet, gestritten und Lobeshymnen angestimmt werden. Und das is doch das beste daran
