Ich guck mir das jetzt nicht an, ist mir zu lang.
In Deutschland gibt es die Tradition, für Probleme immer Sündenböcke zu finden und die Schuld bei anderen zu suchen. Wenn ich jetzt was von Videospiel- oder Internetsucht höre, frage ich mich, wie genau da zwischen "wollen" und "müssen" unterschieden wird. Ein schwacher Charakter bleibt ein schwacher Charakter und er wird immer den bequemen Weg gehen und nur das machen, was ihm Spaß macht. Wenn allein der Horizont fehlt, um über seine eigenen defizitären Muster hinauszuschauen, dann ist das nicht das Schuld des angehimmelten Objekts, sondern ein grundlegendes Problem, über das das Subjekt hinwachsen muß.