So, ich schreib jetzt mal in unchronologischer Reihenfolge meine Eindrücke. Ich finde die neuen Southpark Folgen wirklich herrlich und kann da schon an vielen Stellen lachen. Ich bin aber kein eingefleischter Southpark Fan und finde die frühen Folgen reichlich dumm weil es da mMn kaum Witz gab sondern nur Blut, Gewalt und Kacka.
Minimale Spoiler.
- Intro ist bewußt auf He-Man Charme der 80er getrimmt.
- Bei der Charaktererstellung musste ich schon lachen weil man wirklich einen Charakter erstellen kann der so aussieht als käme er direkt aus der Serie. Jersey Spray Tan Hautfarbe inklusive.
- Klassenwahl wirkt reichlich unspektakulär - Magier, Kämpfer, Dieb und Jude.
- Kurzes Intro im Haus. Eltern mit Kind neu in die Nachbarschaft gezogen. Irgendwas ist mit dem kleinen. Was weiß man nicht.
- Treffe jetzt den fetten Cartman in seinem Garten. Die Kinder spielen ein LARP an dem wohl alle Kinder der Nachbarschaft teilnehmen. Wir sind die Menschen , die anderen Kinder sind die Elfen und erstmal Feinde.
- Ich darf meinen Namen eingeben und wähle seit meinem letzten Besuch auf 9Gag meinen neuen Lieblingsnamen Phtephen. Cartman nennt mich dann plötzlich Douchbag und fragt ob ich damit fine bin. Ich sage ja weils mir egal ist und ein Achievement mit dem Wort Acceptence leuchtet auf. Ich muss lachen als es mir schwant, dass ich nie eine Chance hatte anders zu heißen.
- Ab hier greift das RPG System und ich kann mit dem kleinen durch das komplette Soutphark laufen. Jetzt fällt mir auf, dass ich kaum Ahnung vom South Park Universum habe.
- Ausserdem fällt mir auf, wie sehr ich mich als sonst absoluter O-Ton Nazi, an die deutschen Stimmen gewöhnt habe. Ich vermisse die deutsche Synchro.
- Das RPG System ist für mich als Action Fan erstmal zuviel. Die Kategorien sind selbsterklärend, die Zusammenhänge trotzdem zu viel um sie im ersten Moment komplett zu begreifen. Zumindest für mich, dessen letztes rundenbasiertes RPG FF7 auf der PSX war.
- Nach den ersten Tutorials über das Kampfsystem bin ich verwundert. Man muss das Knopfdrücken bei den Angriffen trotz Rundensystems optimal timen. Sonst gehen sie ins leere oder verpuffen schwach. Das ist im ersten Moment erstmal viel schwerer als gedacht und ich zweifel an meinen Qualitäten als Gamer.
- Die Angriffe machen Spaß. Als ich die Baseball Attacke auswähle holt er einen Schläger samt Ball raus, stellt sich Vis-à-Vis vor eins der Kinder und wirft den Ball hoch. Dann haut der mit voller Wucht dem Kind auf die Mütze und es liegt ohnmächtig vor mir. Ich muss so schlimm Lachen weil es ja eigentlich um ein LARP von Kindern geht die alle Holzschwerter und Pfeile mit Klebenoppen drauf haben. Da wirkt die Baseballschläger to the face Nummer einfach herrlich übertrieben und Out of Place. Dieser Effekt ist gewollt. Die anderen Kinder schauen mich plötzlich schockiert an. Ich schüttel grinsend den Kopf. Gemein.
- Meine ersten Quests überfordern mich. Ich muss durch ganz South Park laufen und immer wieder kämpfen. Viele Kämpfe verliere ich immer und immer wieder. Es regnet Quests auf mich ein und Gegenstände bei denen ich erstmal nicht weiß ob und wozu ich die brauche.
- Ich muss Junkies bei Kenny zuhause verprügeln und lache wieder weil ich die "In die Eier Treten" Attacke gemeistert habe und die Wirkung so herrlich überzogen aussieht.
- Mir fällt auf dass es Nachladeruckler gibt und ich frage mich ernsthaft wo die bitteschön herkommen dürften. Ich denke an den kürzlich gespielten TLOU DLC und erinnere mich nicht an einen einzigen Ruckler.
- Man kann direkt in viele Häuser und Geschäfte gehen, dort Quests holen, manchmal braucht man aber noch irgendein Item oder Storry-Trigger damit man weiterkommt.
- Die Welt ist schon liebevoll gestaltet, aber hier kommt bei mir wieder die absolute Reizüberflutung. Jeder der Charaktere hat einen Quest, ein Anliegen, eine Nebenmission, ein Social Media Account und und und...
- Man kann die ganze Zeit beim Rumlaufen und Erkunden mit dem Holzschwert schlagen und mit Pfeil und Bogen schießen. Aber nur um mit der Welt zu interagieren oder Barrikaden zu zerschlagen. Kämpfe finden immer im Rundensystem statt. Feinde die man sozusagen auf der "Oberwelt" vorher mit dem Schwert schlägt sind dann in den rundenbasierten Kämpfen kurz benebelt.
- Der Southpark Charme ist zweifelsohne da, beim umschalten auf den TV läuft zufällig gerade eine Folge. Ich erkenne trotzdem einen optischen Unterschied zwischen TV und Spiel.
- In der TV Serie sind es halt zwanzig Minuten non stop gags. Im Spiel sind die Abstände dem Medium geschuldet eben länger.
- Wenn mich gestern nicht dieser ganze "Ubisoft hat Mist gebaut"-Skandal so angestachelt hätte, wär ein späterer Kauf zu einem günstigeren Preis wohl für mich die bessere Entscheidung gewesen. Da ich aber auf solche Fehlversionen und Fundstücke der Industrie stehe und ich zudem wieder mein Händlernetzwerk challengen wollte konnte ich eben nicht anders und hab direkt zwei gekauft.
Eine Version die wohl im Wert steigen wird, aber streng genommen nie mehr legal verkauft werden darf. Ich liebe dieses Hobby eben. Und Streetday brechen gehört ebenso dazu wie Einzelstücke sammeln und sich manchmal danach über den Kauf zu wundern.