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REVIEW [SNES] Terranigma

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Cannibalpinhead

RETRO CRYPTKEEPER
terranigma_Packshot.jpg



Story:
Der junge Ark lebt in einem Dorf in der Unterwelt im Haus des Weisen. Dort gibt es eine verschlossene Tür die nie geöffnet werden soll. Natürlich tut der neugierige Ark genau dies und löst damit Ereignis aus die ihn durch die Unterwelt, die Oberwelt incl. aller Kontinente und Zeitepochen führt...

Gameplay:
Ark steuert man Genretypisch aus der Vogelperskeptive und die Kämpfe werden in Echtzeit ausgetragen. Es gibt viele Dialoge zu führen in denen man ab und an sogar zwischen 2 Möglichkeiten auswählen darf. Neben der Hauptquest gibt es unzählige Nebenquest zu erfüllen. Hier und da gibt es recht einfach Rätsel zu lösen.

Technik:
Dass Terranigma gegen Ende der SNES-Äre erscheint sieht man ihm an. Die Grafik ist durchgehend schön gezeichnet und glänzt mit vielen Mode 7 3D-Effkten. Diese wurden aber nicht überzogen, sondern sinnvoll z.B. für die Übersichtkarte eingesetzt. Das einzige was man Terranigma negativ anrechnen könnte, ist dass viele Levelabschnitte sich äußerst ähneln. Gerade in Höhlen oder Waldabschnitten sieht alles identisch aus... Da hätte man etwas mehr Abwechslung rein bringen können. Die grafische Spitze wird mit einem der letzen Abschnitte erreicht. Die Sequenzen auf dem Luftschiff schauen fantastisch aus.

Die Musikqualität schwankt zwischen absolut genialen Ohrwürmern und lieblosen langweiligen Gedudel. Ich habe mich dabei ertappt wie ich nach dem Spielen manche Stücke noch lang vor mich hergepfiffen habe. Das schaffen nicht viele Spiele. Aber wie gesagt, manche Abschnitte waren diesbezüglich auch langweilig und mit der Zeit nervig.

Terranigma_screenshot_adventure_battle.jpg


1502.jpg

FAZIT:
Mal Zelda ausgenommen war Terranigma mein erstes RPG (oder Action-Adventure) auf dem SNES. Und es hat gemischte Gefühle in mir hinterlassen. Die ersten Stunden des Spiels gestalteten sich dermaßen Linear und ohne jeglicher Dialoge dass ich fast schon das Spielen abgebrochen habe. Erst nach ca. 3 Stunden kommt langsam Leben in das Spiel (im wahrsten Sinne des Wortes ;). Die Möglichkeiten fächern sich von da an immer mehr auf und es gibt viele Orte zu bereisen, mit Mensch und Tier zu sprechen und Quests zu erledigen. Die Nebenquest habe ich allerdings meistens ignoriert und mich hauptsächlich an die Hauptquest gehalten. Und das aus folgenden Grund:

Die Spielmechanik hat mich nicht sehr überzeugt. Das Kampfsystem ist äußerst simpel. Es gibt im Grunde nur 3 Möglichkeiten anzugreifen. Der normale Schlag, der Schlag aus dem Rennen und der Schlag aus dem Sprung. Davon nutzt man zu 90% nur den Renn-Schlag. Der Sprungschlag ist nur für einen Gegner wirklich nötig. Von daher gestalten sich die Kämpfe äußerst monoton und auf Dauer langweilig.
Das Magiesystem ist quasi sinnfrei. Es gibt keine Manapunkte sondern man findet Kristalle die man gegen einmalig einsetzbare Zaubersprüche umtauschen kann. Da findet man einzelne Angrifszauber bis hin zu Massenvernichtungswaffen (kein Witz!). Auch Heilzauber kann man anwenden. Soweit so gut... leider ist es recht umständlich diese Zauber zu wirken und vor allem ist es nicht nötig. Im kompletten Spiel ist es nie notwendig diese zu benutzen. Der Held ist auch so stark genug. Von daher habe ich sie auch komplett ignoriert.

Die Story ist im Grunde recht interessant und auch außergewöhnlich... allerdings wird sie tw. recht wirr erzählt und lässt den Spieler oft ratlos zurück. Ein großer Teil der Spielzeit habe ich damit verbracht sinnlos durch die Gegend zu irren weil ich nicht wusste was ich jetzt genau machen muss bzw. wohin ich muss um die Story voranzubringen. Evtl. wurde deshalb das Spiel mit einer Komplettlösung verkauft. Diese stand mir allerdings nicht zur Verfügung.

Alles zusammen ist Terranigma kein schlechtes Spiel, allerdings habe ich mir durch die ganzen Lobgesänge deutlich mehr erhofft. Trotzdem wurde ich 15 Stunden gut unterhalten und ich bereue es nicht es gespielt zu haben. Nochmals werde ich allerdings wohl nicht in die Welt von Terranigma zurückkehren. Es gäbe zwar noch einiges mehr zu endecken... aber das gibt es in den anderen vielen SNES-Action-RGPs auch... :)
 
Irgendwie gibt dein Text 0 das wieder, was Terranigma wirklich (für mich) ausmacht. Das ist allerdings auch ziemlich schwer in Worte zu fassen.

Was Terranigma ausmacht hab ich eher an einzelnen Momenten gemerkt. Wenn man all die Probleme sieht, welche die Globalisierung mit sich bringt bei der Entwicklung der Städte, merkt man erst, wie viele Gedanken sich die Entwickler gemacht haben. Da ist der König der Vögel aufeinmal in einem Zoo wiederzufinden (Stichwort Rücksichtslosigkeit der Menschen bei der eigenen Entfaltung) oder eine Stadt, die man vorher besucht hat komplett verseucht.(Stichwort atomare Bedrohung) Bewegend fand ich auch, wie man von dem Steinbock gerettet wird, er selbst sagt er findet einen anderen Weg... und man findet Tage später seine Leiche (was macht wahre Freundschaft aus) Wenn man Fotos macht aus aller Welt, um den Tourismus anzukurbeln. Das Spiel hat so viele sinnvolle Botschaften versteckt. Vielleicht hast du das ohne Spieleberater aber teilweise auch gar nicht gesehen, denn wie man die Städte entwickelt, über sehr viele Stufen, steht dort drin. Und was mir da besonders gut gefällt, ich finde es selbst als Erwachsener noch logisch und gut aufgebaut. Das kann ich von den meisten anderen SNES Spielen heute nicht mehr so sagen, aber die Wirkung ist geblieben.

Zu den ganzen Punkten von dir gibt es nicht viel zu ergänzen. Das Spiel ist nicht so beliebt, weil es das beste Kampfsystem hat, sondern weil es das beste Feeling hat imo.
 
Ja... deine Ausführung kann ich so unterschreiben. Davon hab ich auch einiges mitbekommen.
Auf die Story und die Gedanken dahinter wollte ich jetzt aber in dem Review gar nicht eingehen... für mich stand jetzt die Spielmechanik im Vordergrund.
Die Story und vor allem die Gedanken dahinter sind, wie du schon sagst, ziemlich komplex... da könnte man lange philosophieren... allerdings hab ich davon nicht alles mitbekommen... von daher hab ichs ma weggelassen.
 
Ja, ist auch ok, ich wollte nur mal ergänzen wieso es so gut wegkommt sonst, du hattest das ja selbst erwähnt. Die Problematik wird es noch bei einigen SNES Action Adventures geben, dass sie eigentlich eher von der Atmo leben. Auch ein Secret of Evermore muß man so wie es ist geniessen können :D Schwer und spielerisch anspruchsvoll sind die alle nicht. Die Städteentwicklung aber nicht mal zu erwähnen, wo das so ein geiles Feature ist fand ich halt merkwürdig.
 
Immer noch eines meiner Games of all times. Ich LIEBE es.

Das Underworld Theme, lange Zeit mein Klingelton und wirkt ähnlich bei mir wie das Monkey Island Intro. Kriege so derbe Gänsehaut und Tränen der epischen Nostalgie in den Augen. Einfach nur der Hammer.
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=S3mqIDAVObA[/vid]

Auch das Theme vom Kampf gegen Agarak und Ragnara (selbst die Namen haben sich bei mir ins Hirn gebrannt... Satadorus und die Mutantenbestie... Hadeshexe für die ich über eine Stunde gebraucht habe, weil ich nicht Level 25 war und nicht aufgeben wollte...)
Dieser Höhepunkt bei 1:50... :traurig:
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=NiczTymBLus[/vid]
 
Immer noch eines meiner Games of all times. Ich LIEBE es.

Das Underworld Theme, lange Zeit mein Klingelton und wirkt ähnlich bei mir wie das Monkey Island Intro. Kriege so derbe Gänsehaut und Tränen der epischen Nostalgie in den Augen. Einfach nur der Hammer.
[vid]http://www.youtube.com/watch?v=S3mqIDAVObA[/vid]
:deal:

der ganze soundtrack gehört für mich (mit dem von DKC2) zum besten, was das snes zu bieten hatte, in dieser hinsicht.

[vid]http://www.youtube.com/watch?v=b7tVMSGfvKY[/vid]

:huldig:
 
Das spiel ist (Nostalgie hin oder her...) einfach das beste SNES RPG-Adventure to date.
Eins der wenigen Games, welches mich emotional berührt, und stark zum Nachdenken angeregt hat.
 
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